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[30.04.2009] (kfr)
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Drucken: Markt und Entwicklung

Abteilungs- und klassische Schwarzweiß-Drucker sind vom Aussterben bedroht. Farbe und Multifunktion sind die aktuellen Trends im Büro. Künftig soll wieder vermehrt am Arbeitsplatz gedruckt werden.

von Karl Fröhlich

 Zum Vergrößern anklicken!  OKI »C810«
Der klassische Bürodrucker ist heutzutage kein Schwarzweiß-Laser mehr. Unternehmen und Anwender verlangen heute Farbe und Multifunktionalität. Am Arbeitsplatz wird nicht nur gedruckt, sondern auch kopiert, gescannt und gefaxt. Der Absatz im monochromen Printer-Segment stagniert – allerdings bei noch immer hohen Stückzahlen.
»Parallel dazu steigen die Verkäufe von Farbseitendruckern stetig«, erklärt Heiko Thomsen, Product Marketing Manager bei OKI. »Als weiteren Trend verzeichnen wir eine deutlich erhöhte Nachfrage nach kompletten Drucklösungen, insbesondere nach Output-Management-Systemen.« Ziel sei es, im Unternehmen Optimierungspotenziale zu erschließen, die weit über die reine Hardware hinausgehen.

Okis Ansatz »Print Optimizers« beleuchtet und analysiert die gesamte Arbeitswelt einer Firma. Dies reicht von den anfallenden Druckanwendungen, dem gesamten Dokumenten-Management-Workflow über die Beschaffenheit der jeweiligen Stellplätze von Druckern, Kopierern, Multifunktions- und Faxgeräten bis hin zu räumlichen Gegebenheiten und Größe der Arbeitsgruppen. »Ebenso fließen der Beschaffungswert aller Geräte, bestehende (Service-)Verträge mit Herstellern und Dienstleistern im Bereich Output-Management sowie der Einkauf von Verbrauchsmaterialien, inklusive Papier, in die Betrachtung mit ein«, ergänzt Thomsen. Auf dieser Basis soll sich für Unternehmen eine auf den Bedarf zugeschnittene Druckerinfrastruktur ergeben.

Farbdrucker abteilungsübergreifend im Vorteil

»Farbe ist ausdrucksstärker und daher nimmt im Büro die Bedeutung des Farbdrucks kontinuierlich zu«, argumentiert Paul Schalk, Leiter Produktmanagement bei Brother. »Dies ist gegenläufig zur allgemeinen Meinung nicht nur in Marketingabteilungen so, sondern auch im Service, Verwaltung und Verkauf der Fall.«

»Die Vorteile liegen klar auf der Hand – die neuen Drucker produzieren genauso schnell und kostengünstig Ausdrucke in Schwarzweiß und bieten gleichzeitig den Mehrwert des Farbdrucks«, ergänzt Oki-Manager Thomsen. »Insbesondere bei höherwertigen Systemen können somit qualitativ hochwertige Broschüren oder Farbausdrucke einfach im Haus selbst erstellt werden, ohne kostenintensiv einen externen Dienstleister zu beauftragen.«

Um die Kosten für Farbdrucke konsequent im Griff zu behalten, sollten IT-Verantwortliche vermehrt Augenmerk auf entsprechende Kontrolle legen. »Aus diesem Grunde liefern wir bei allen unseren Farbdruckern kostenlose Software-Tools wie Print Control und Print SuperVision standardmäßig mit aus«, so Heiko Thomsen, Product Marketing Manager bei Oki.

Farbdruck: Tinte vs. Laser

 Zum Vergrößern anklicken!  HP »Officejet Pro 8500«
Tintenstrahldrucker kosten zum Teil keine 90 Euro mehr. Viele Anwender sehen immer noch die Gleichung Tinte = günstig, Farblaser = teuer. Dem ist jedoch nicht so. Entscheidend ist nicht der möglichst günstige Anschaffungspreis, entscheidend sind die Druck- und Allgemeinkosten. »Ein Farblaser bzw. LED-Gerät eignet sich für alle Unternehmen, die Wert auf schnelle Druckgeschwindigkeit sowie hohe Flexibilität hinsichtlich der zu bedruckenden Materialien legen«, sagt Oki-Manager Thomsen. »Laser und LED-Drucker bieten sich immer dann an, wenn leistungsfähige Arbeitsgruppendrucker benötigt oder hohe monatliche Druckvolumen realisiert werden, da sie eine gute Druckqualität zum günstigen Seitenpreis erzielen.«

»Mittlerweile sind die Druckkosten bei professionellen Tintengeräten genau so attraktiv, wenn nicht sogar in Einzelfällen attraktiver, wie bei Farblasergeräten«, hält Brother-Manager Schalk dagegen. »Jedoch sind zurzeit noch Lasergeräte für höhere Druckvolumina ausgelegt. Tinte kommt immer dort zum Zug, wo Anwender eine Vielfalt von bedruckbaren Medien und Formaten schätzen und Fotos auf Glanzpapier drucken wollen.«

Multifunktionsdrucker: Flexibel und platzsparend

Die Kaufentscheidung fällt in überwiegendem Maße auf Multifunktionsdrucker. Das Segment der Geräte, die nur drucken, gerät zunehmend »unter Druck«. Interessant sind für Anwender vor allem die Zusatzfunktionen Kopieren und Scannen. Die Fax-Option trägt nur einen geringen Anteil zur Kaufentscheidung bei. Zudem zählt der Ergonomiegedanke. Ein kompaktes Gerät deckt vier Funktionen ab und spart überdies kostbare Stellfläche ein.

Drucken wieder näher beim Anwender

 Zum Vergrößern anklicken!  Brother »MFC-9840CDW«
»Multifunktionalität und Farbe sind die zwei dominierenden Trends auch für die nächsten Jahre«, stellt Brother-Manager Schalk klar. Zudem erwartet die Branche verstärkten Zuspruch bei kompakten und leistungsstarken Farbsystemen für A4- bis A3-Anwendungen, natürlich zu möglichst günstigen Einstandskosten.
»Diese Einschätzung unterstreicht auch eine aktuelle Studie des Marktforschungsinstituts Advanced Marketing Consulting«, konstatiert Oki-Manager Thomsen. »Demnach nannten befragte Unternehmen hinsichtlich ihrer Output-Anforderungen an leistungsfähige Bürodrucker vor allem hohe Zuverlässigkeit und Druckleistung, einen günstigen Anschaffungspreis sowie niedrige Folgekosten und eine kleine Gerätegröße als ausschlaggebende Kaufkriterien. Sind diese Faktoren gegeben, stünde auch der Anschaffung A3-fähiger Geräte nichts im Wege, zumal damit weitere vielfältige Anwendungsmöglichkeiten für effektives Inhouse-Printing genutzt werden könnte.«

Die Eigenproduktion von doppelseitigen A4-Broschüren, A3-Postern, CD-Beschriftungen und Visitenkarten gehört in vielen mittelständischen Betrieben bereits zum Standard. Der vor Jahren mühsam eingeführte Abteilungsdrucker soll künftig von ebenso leistungsfähigen Arbeitsplatz- oder Arbeitsgruppendrucker verdrängt werden. »Der Wegfall langer Wege zu den Geräten und dadurch unproduktiv verbrachter Arbeitszeit von Mitarbeitern hilft Unternehmen, zusätzlich Kosten zu optimieren«, meint Thomsen.

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