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[30.04.2009] (kfr)
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Im Interview: Adobe Systems

Output: Peter Körner, Senior Business Development Manager, Adobe

Unternehmen müssen damit beginnen, Output-Management nicht ausschließlich mit Drucken zu verbinden. Der Rahmen muss weiter gespannt werden und einerseits auch elektronische Dokumente beinhalten wie auch die Anbindung von Applikationen und die Erschließung von Einsparungspotenzialen.
Wir sprachen mit Peter Körner, Senior Business Development Manager für Enterprise-Technologien bei Adobe Systems.

Noch immer ist für viele Output-Management gleichbedeutend mit Drucken. Welchen Stellenwert hat das Thema Output-Management aktuell in Unternehmen? Wie wichtig sollte es sein?

 Peter Körner 
Peter Körner
Körner: Drucken ist nur eine von einer immer größer werdenden Anzahl von Ausgabekanälen. Trotz aller gegenteiligen Vorhersagen hat sich das Druckvolumen in Unternehmen Jahr für Jahr erhöht. Output-Management ist also extrem wichtig für Unternehmen, die einerseits Qualität und Kosten für Drucken und andere Ausgabearten im Griff behalten und andererseits für zukünftige Anforderungen gewappnet sein wollen.

Wo sehen Sie die aktuellen Problemstellungen in mittelständischen Unternehmen? Wo gilt es anzusetzen? Welchen Vorteil bringt ein Output-Management-System?

Körner: Mittelständische Unternehmen können sich oft nicht den Luxus einer Designabteilung oder -Agentur leisten, müssen aber trotzdem sicherstellen, dass ihr Auftritt über alle Medien hinweg konsistent ist. Die Lösung für dieses Problem liegt im Einsatz von einheitlichen Werkzeugen für die Erstellung und Verteilung von personalisierten Dokumenten. Output-Management spielt dabei eine wesentliche Rolle, auch wenn es um Aufgaben geht, die über das klassische Druckgeschäft hinausgehen.

Welche Grundvoraussetzungen sollte eine sinnvolle Output-Management-Lösung erfüllen? Worauf sollten IT-Entscheider bei der Planung achten?

Körner: Der Rahmen für Output-Management muss weit genug gespannt sein: Alle Aspekte, von der Anbindung an Applikationssysteme über Dokumenten-Design bis hin zur Kontrolle von Endgeräten, müssen abgedeckt sein. Eine komplette Lösung wird immer aus mehreren Komponenten bestehen, die aber aufeinander abgestimmt sein müssen. Dabei spielt die Unterstützung von Standards eine wesentliche Rolle. Eine große Gefahr besteht darin, dass zu hohe Ansprüche an ein Druck-Spool-System gestellt werden – wahres Output-Management geht weit darüber hinaus.

Auf welche Standards können IT-Entscheider bei Output-Management-Systemen setzen?

Körner: Standards gibt es bei allen Teilbereichen von Output-Management: Für die Anbindung an Applikationssysteme ist die Unterstützung von Internetprotokollen und -formaten wesentlich, wie Web-Services und XML. Ein unbedingter Standard für Dokumente ist PDF in allen seinen Ausprägungen: Standard-PDF für die elektronische Kommunikation (Veröffentlichungen im Web, E-Mail), PDF/A für die Archivierung und PDF/X in Verbindung mit JDF (Job-Definition-Format) für qualitativ hochwertige Druckausgabe. Darüber hinaus muss natürlich eine Vielzahl von Druck- und elektronischen Formaten unterstützt werden. Ich denke hier nicht nur an PostScript, PCL und AFP, sondern auch an spezielle Etikettendrucker und Kommunikationsmittel wie SMS.

Mit welcher technologischen Entwicklung ist in den kommenden Jahren zu rechnen? Welche Trends werden das Output-Management beeinflussen?

Körner: Das Thema »Transpromo« wird in den nächsten Jahren an Bedeutung gewinnen. Durch die Ablösung von Offset- durch Digitaldruck wird es möglich sein, alle Dokumente in einem hohen Maß zu personalisieren. Das Output-Management wird durch die Entwicklung neuer Standards beeinflusst werden. Zu nennen ist hier insbesondere PDF/VT, ein ISO-Standard für das »Variable Transactional«-Drucken, der voraussichtlich 2010 in Kraft treten wird. Die Grenzen, die heute noch zwischen »transactional« und »promotional« bestehen, werden weitgehend verwischt werden.

Wie definieren Sie Output-Management? Mit welchen Produkten und Lösungen adressieren Sie den Markt?

Körner: Für uns ist Output-Management ein umfassender Dienst für alle Applikationen in einem Unternehmen, der es ermöglicht, eine Vielzahl von Ausgabekanälen in gleich hoher Qualität schnell und sicher zu bedienen. Dabei sind vor allem Aspekte wie Personalisierung und komplexe Ausgabeprozesse extrem wichtig. Adobe hat eine Palette von Lösungen, die dies ermöglichen: Die »LiveCycle Enterprise Suite« zielt vor allem auf Transactional-Ausgabe ab; mit »LiveCycle Production Print« können in diesem Bereich auch sehr anspruchsvolle Anforderungen in Bezug auf Nachbearbeitung und hohem Durchsatz erfüllt werden. Unser »InDesign Server« ermöglicht die automatisierte Erstellung von graphisch anspruchsvollen Dokumenten für Druck und Web. Mit der »PDF Print Engine« ist erstmals ein Workflow möglich, der durchgehend auf PDF basiert. Nicht zu vergessen ist »Acrobat« als mächtiges Werkzeug für viele Aufgaben im Bereich der Druckvorstufe (Prepress).

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