Drucken: Paul Schalk, Leiter Produktmanagement, Brother International
Papier gilt immer noch als das klassische Ausgabemedium. Daher müssen Output-Management-Konzepte beim Thema Drucken ansetzen. In vielen Unternehmen sind die Druckkosten noch eine unbekannte Größe.
Wir sprachen mit Paul Schalk, Leiter Produktmanagement bei Brother.
Was zeichnet einen guten Bürodrucker aus? Worauf sollte beim Kauf geachtet werden?
Schalk: Ein guter Bürodrucker ist in erster Linie ganz konsequent auf die Bedürfnisse der Anwender ausgerichtet, zeichnet sich zudem durch Zuverlässigkeit, Verfügbarkeit und Zukunftsfähigkeit aus. Selbstverständlich verwendet ein guter Bürodrucker »State of the Art «-Technologie und ist deshalb für die Systemadministration optimal integrierbar. Das heißt, der Kunde kann die für seinen Einsatzzweck sinnvollste Technologie wählen, was das Druckverfahren (Laser, LED, Tinte) ebenso betrifft wie die Einbindung (Schnittstellen) und die Funktionalität (reiner Drucker oder Multifunktionsgerät).
Die Geräte müssen sich schnell integrieren lassen und alltägliche Vorgänge wie der Austausch von Verbrauchsmaterial kann der Anwender ohne Spezialwissen selbst vornehmen. Zu dieser Einfachheit zählt auch, dass sich Arbeitsprozesse optimal mit den Druckern abgebildet werden können, beispielsweise durch Fernwartung, aber auch Sonderlösungen wie Mehrfachsatzdruck. Ebenso gehört die Zuverlässigkeit zu einem State-of-the-Art-Printer. Was sich beispielsweise in einer dreijährigen Garantie niederschlägt.
Welchen Stellenwert hat der Farbdruck mittlerweile im Büro? Welchen Vorteil bieten Farbdrucker?
Schalk: Der Farbdruck nimmt im Büro an Bedeutung kontinuierlich zu, da Farbe ausdrucksstärker ist. Dies ist gegenläufig zur allgemeinen Meinung nicht nur in Marketingabteilungen so, sondern auch im Service, Verwaltung und Verkauf der Fall.
Wann sollten Unternehmen auf einen Farblaser setzen, wann auf Tinte?
Schalk: Mittlerweile sind die Druckkosten bei professionellen Tintengeräten genau so attraktiv, wenn nicht sogar in Einzelfällen attraktiver, wie bei Farblasergeräten. Jedoch sind zurzeit noch Lasergeräte für höhere Druckvolumina ausgelegt. Tinte kommt immer dort zum Zug, wenn Anwender Vielfalt an bedruckbaren Medien und Formaten schätzen, Fotos auf Glanzpapier drucken wollen.
Wie sehen Sie derzeit den Markt speziell für Multifunktionsdrucker? Worauf sollte man beim Kauf achten?
Schalk: Der Markt für Multifunktionsdrucker wächst sehr stark und ersetzt in zunehmendem Maße so genannte Single-Function-Drucker.
Mit welcher Entwicklung können Anwender und Unternehmen rechnen. Wie sehen Sie die Zukunftsprognosen für Bürodrucker in den kommenden zwei bis drei Jahren?