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[30.04.2009] (kfr)
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Output-Management ist noch Stückwerk

Editorial von Karl Fröhlich, Redaktion ECMguide.de
 Karl Fröhlich, Redaktion ECMguide.de  Karl Fröhlich, Redaktion ECMguide.de
Egal welches IT-Thema man zurzeit anschaut, Sparen ist angesagt. Interessanterweise gilt dies vor allem bei der Anschaffung von neuer Ausrüstung. Getreu dem Motto: »Das Alte muss halt noch ein wenig länger durchhalten.« Dass Unternehmen mit geschicktem Einsatz der vorhandenen Lösungen und auch mit neuen Strategien und Investitionen mittelfristig viel mehr Geld sparen könnten, gerät dabei oft aus dem Blickfeld.

Output-Management ist hierfür ein gutes Beispiel. Einerseits reduzieren viele Firmen das Thema rein auf das Drucken und verschenken Effektivität, weil die sprunghaft ansteigende Menge an digitalen Informationen außen vor bleibt bzw. wie ein Satellit in einem anderen Orbit kreist. Gleichzeitig kennen die meisten weder ihr Druckvolumen, noch welche Kosten es generiert.

Untersuchungen zufolge betragen die Druckkosten im Durchschnitt zehn bis 15 Prozent des gesamten IT-Budgets im Unternehmen. Eigentlich ein durchaus beachtenswerter Posten; trotzdem scheint das IT-Abteilungen und Geschäftsführung nicht zu interessieren. Experten rechnen vor, dass rein mit einer optimierten Druckinfrastruktur Kostensenkungen von zehn bis 30 Prozent möglich sind. Dies beginnt bei der einheitlichen und bedarfsgerechten Beschaffung und reicht über eine Senkung des Druckvolumens und einen verminderten Seitenpreis der Ausdrucke bis hin zur effizienteren Nutzung der Unternehmensdaten.

Aber darf man Unternehmen hier wirklich einen Vorwurf machen? Denn ganz ehrlich, die Industrie macht es potenziellen Kunden nicht einfach. Es fehlt an einer einheitlichen Definition. Jeder hat eine andere Erklärung parat, die dann noch in eine hübsche Marketingblase verpackt wird. Während die IT generell an offenen Schnittstellen und Systemen arbeitet, versuchen vor allem Druckerhersteller Output-Management mit einer Komplettlösung zu erschlagen – natürlich aus einer Hand. Servicevertrag lautet hier das Zauberwort. Dieser Abhängigkeit können nicht alle Unternehmensvertreter etwas abgewinnen – sofern sie sich überhaupt schon einmal mit der Sachlage befasst haben.

Fest steht, die Industrie hat ihre Hausaufgaben noch nicht gemacht. Sinnvolle Lösungen werden nicht ausreichend kommuniziert und es gibt noch zu viel Inseldenken. Daher dürften angesichts der wirtschaftlichen Lage viele Unternehmen lieber weiterhin bei den Anschaffungen sparen. Schade eigentlich...

Sind Sie anderer Meinung?
Dann schreiben Sie mir ... kfroehlich@ECMguide.de

Ihr
Karl Fröhlich, Redaktion ECMguide.de
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