<
 zur Startseite 
Anzeige
 Fehlerteufel
 © 2012 by
speicherguide.de GbR
Seite empfehlenSeite empfehlen
Diese Seite bookmarken bei ...
  Diese Seite Ihren XING-Kontakten zeigen   Seite bei Google bookmarken    Seite bei Mister Wong bookmarken    Seite bei Linkarena bookmarken    Seite bei Yigg bookmarken    Seite bei Webnews bookmarken    Seite bei Folkd bookmarken 
[26.11.2009] (ubr)
Article Rating

Im Interview: Microsoft

Peter Fischer, Product Manager SharePoint & Enterprise Search, Microsoft

SharePoint 2010 steht in den Startlöchern. Die Beta-Version ist bereits verfügbar, die finale Version kommt im ersten Halbjahr 2010. Microsoft möchte mit der neuen SharePoint-Generation ganz klar eine neue Arbeitsweise in modernen Büros etablieren und verdeutlichen, dass es mehr ist als nur ECM- oder Kollaborations-Tool.
Wir sprachen dazu mit Peter Fischer, Product Manager SharePoint & Enterprise Search bei Microsoft.

Mit der neuen Generation wird auch ein neuer Name propagiert. Was steckt hinter der Namensgebung?

 Peter Fischer 
Peter Fischer
Fischer: In erster Linie ging es darum, die langen Begriffsschlangen abzuschaffen und eine klare Bezeichnung für das Produkt zu finden. Sharepoint selbst ist gut am Markt etabliert, so dass die Produktbezeichnung »Microsoft SharePoint 2010« direkt und einfach verständlich ist.

Worauf basiert die Entwicklung der neuen Funktionen und welche Teilbereiche umfassen diese?

Fischer: Insbesondere kam es uns – wie auch schon zuvor – auf das Kundenfeedback an. Allein in Deutschland stehen uns mehrere Mitarbeiter zur Verfügung, die bei Anwendern Wünsche und Verbesserungsvorschläge einsammeln. Diese fließen in die Entwicklung ein. Bei unseren deutschen Anwendern waren vor allem Optimierungswünsche in den Bereichen Compliance, Akten, Enterprise 2.0, Archivierung und unternehmensweite Verfügbarkeit der Inhalte wichtige Kriterien. In allen Bereichen sind diese Vorschläge in das Produkt eingeflossen. Beispielsweise haben wir nun eine Funktion dafür, dass Informationen nicht nur an einem Standort, sondern auch schnellstmöglich in allen anderen Niederlassungen – auch weltweit – sofort bereitstehen.

Gibt es Verbesserungen der ECM-Funktionen?

Fischer: Natürlich wurde auch im Bereich des Enterprise Content Managements die Funktionalität verbessert. Dieses Thema ist im deutschen Markt stärker ausgeprägt als in anderen Ländern. Wir haben dem Rechnung getragen und zum Beispiel die Funktion der »document sets« eingeführt. Dabei soll gerade bei öffentlichen Stellen die Aktenverwaltung und -bearbeitung effizienter und einfacher werden. Weitere Verbesserungen im ECM Bereich sind u.A.: Hierarchische Taxonomien, Dokumenten IDs, Schnittstelle zur Langfrist-Ablage, CMIS.

Wie gut kommt Sharepoint bei Behörden an, gibt es hier besondere Hürden zu nehmen?

Fischer: Sharepoint hat sich bereits in vielen Behörden bewährt und wird hier häufig eingesetzt. Allerdings kommen diese Kunden häufig aus dem Bereich ECM und wissen oft nicht, wie viel mehr sie mit dem Produkt umsetzen und erreichen können. Die neuen Europäischen Dienstleistungsrichtlinien üben einen starken Druck aus und lassen öffentliche Einrichtungen erkennen, dass sie kein neues Produkt brauchen. Hier können sie die Web-Integration nutzen, um wie gefordert alle Informationen zeitnah und für den einheitlichen Ansprechpartner übergreifend bereitzustellen.

Was tut Microsoft für seine Partner im Rahmen der Neueinführung?

Fischer: Wir haben unterschiedliche Partner, die wir auch unterschiedlich unterstützen. Unsere System-Integratoren und Software-Hersteller sind stets auf dem neusten Stand bezüglich Vorankündigungen und andere Informationen. Zudem führen wir Partner Strategie Tagungen und TechDays in mehreren Städten durch. Vor kurzem haben wir mit den Schulungen begonnen, so dass diese Partner zum Zeitpunkt der Produktverfügbarkeit auch bestens für Integrationen vorbereitet sind. Unsere Software-Partner, die mit ihren eigenen Produkten Mehrwerte schaffen, erhalten etwas andere Unterstützung. Diese Unternehmen haben früh Zugriff auf die Betaversion, um die Kompatibilität und den Funktionsumfang von Sharepoint 2010 zu testen. Dementsprechend können sie dann ihre Produkte anpassen. In einigen Bereichen haben wir Leistungsmerkmale geschaffen, die zuvor nur von Partnern abgedeckt wurden. Dazu gehören unter anderem die rechtssichere Datensicherung für kleine und mittelständische Firmen und die Erstellung von Metadaten-Bäumen. Zu unseren Software-Partnern gehören beispielsweise ECM-Anbieter, Entwickler von Zusatzprodukten für unsere Suchmaschine, Workflow-Optimierer oder Firmen für Webseitenstreaming. Mit diesen Partnern kann der Anwender ganz individuell das Leistungsportfolio seiner Sharepoint-Anwendung erweitern.

Muss Microsoft noch Aufklärung in puncto Sharepoint betreiben?

Fischer: Obwohl das Produkt schon länger auf dem Markt ist, sehen viele es nach wie vor als Collaboration-Tool oder als ECM-Produkt. ECM macht aber nur ein Sechstel der Funktionalität von Sharepoint aus. Hier müssen wir noch verstärkt die weiteren Features des Produkts hervorheben – wie beispielsweise Web Content Management. Die meisten Anwender bemerken die Funktionsvielfalt, wenn sie Sharepoint einsetzen und erweitern dann schrittweise.

Gibt es andere Hürden bei der Nutzung oder Installation von Sharepoint?

Fischer: Es sind weniger die Funktionalitäten oder die Integration, die Hürden darstellen. Vielmehr ist die Einführungs-Systematik beim Kunden der entscheidende Punkt. Der Anwender muss erkennen, dass mit Sharepoint, vor allem dem neuen Produkt, eine neue Arbeitsweise und Kultur der Zusammenarbeit in den Büros unterstützt werden soll. Und das kann sich nicht auf einen Arbeitsbereich beschränken. Deshalb bieten wir verstärkt Governance Beratung nach der IMPACT Methode an.

Warum investieren Unternehmen gerade jetzt in Sharepoint?

Fischer: Die IT Abteilungen der Unternehmen stehen heute extrem unter Druck: Lizenzen, Wartungskosten, Technik-Komplexität und Know-How Ressourcen sollen konsolidiert und weniger komplex gestaltet werden. Mit SharePoint kann man das erreichen. Internet, Intranet und Extranet können hier zusammenlaufen. Um all dies effizient zu nutzen, muss der Anwender das Produkt und seine Funktionen verstehen. Gerade durch die Web- und Office-Integration lässt sich eine unternehmensweite Kommunikation und Zusammenarbeit leicht umsetzen.

Bitte beschreiben Sie Sharepoint in wenigen Worten.

Fischer: Sharepoint ist die Geschäftsplattform für die Zusammenarbeit im Unternehmen und im Web. Es soll das Wachstum in Richtung Web zulassen und gleichzeitig übergreifende Zusammenarbeit gewährleisten. Durch die Einführung dieser einheitlichen Infrastruktur kann der IT-Manager Kosten senken und schnellere Services ermöglichen, da die Reaktionszeiten auf Anfragen in Fachabteilungen stark gekürzt werden können.
Rating
Kommentare
Only registered users may post comments.
 ...nach oben 
Special »Sharepoint & ECM«
powered by:
»Duet« integriert SAP und Microsoft
Advertorial von
Alegri
Lesen Sie das Advertorial ...
 Anzeigen