07.02.2013 (as) Drucken
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Interview mit CeBIT-Vorstand Frank Pörschmann

Laut Frank Pörschmann, CeBIT-Vorstand der Deutschen Messe, erlebten die CeBIT-Planer ein durchweg positives Feedback der ECM-Vertreter bei Bekanntgabe des diesjährigen Leitthemas »Shareconomy«. Unter den rund 200 Ausstellern aus dem ECM-Bereich befindet sich als Messe-Rückkehrer beispielsweise Insiders Technologies. Weitere Hintergründe und Highlights lesen Sie im folgenden Interview mit dem CeBIT-Messechef.

Mit Shareconomy als Leitthema der CeBIT 2013 bedienen Sie ein Themengebiet, über das sich die ECM-Aussteller freuen dürften, da das Teilen von digitalen Dokumenten ein zentraler Punkt bei ECM-Lösungen ist. Welchen Anteil hatten die ECM-Lobbyisten an Ihrer Themenfindung für 2013?

Mit dem aktuellen Buchungsstand zufriedener CeBIT-Vorstand Frank Pörschmann (Bild: Deutsche Messe)
Pörschmann: Die Entwicklung des CeBIT-Leitthemas erfolgt in einem mehrstufigen Prozess. Neben den Prognosen der einschlägigen internationalen Marktforschungsinstitute stehen wir in engem Austausch mit allen marktrelevanten Playern. Neben den Anbietern und Anwendern der ITK-Industrie ist beispielsweise auch der Hightech-Verband BITKOM – in dem ja zahlreiche ECM-Hersteller organisiert sind – intensiv in die Themenfindung eingebunden. Über diesen Weg stellen wir sicher, sämtliche Partikularinteressen ausreichend zu berücksichtigen und alle wichtigen Impulse rechtzeitig in unsere Überlegungen mit einfließen zu lassen.

Welche Reaktionen gab es aus der ECM-Branche nach Bekanntgabe des Leitthemas Shareconomy?

Pörschmann: Die Wahl des Themas Shareconomy stieß bei den Vertretern der ECM-Branche durchweg auf positives Feedback. Shareconomy beschreibt das Teilen und gemeinsame Nutzen von Wissen, Ressourcen und Erfahrungen als neue Formen der Zusammenarbeit. Neue Informations- und Kommunikationslösungen wie etwa Cloud-Lösungen oder Social Business schaffen dafür die technologische Grundlage. ECM-Lösungen sind hiervon in besonderem Maße berührt, denn diese stellen zukünftig die Instrumente einer Shareconomy bereit, und müssen vor allem externe Partner mit beliebigen Schnittstellen unterstützen. Dies alles sind spannende Herausforderungen, die den ECM- und Mobile-Anbietern signifikante Wachstumsaussichten bescheren.

Welche Ausstellerentwicklung können Sie überhaupt im ECM-Umfeld verzeichnen?

Pörschmann: Neben den beiden Branchenverbänden Bitkom und VOI präsentieren rund 200 Unternehmen aus dem ECM-Bereich und den verwandten Themenfeldern Input- und Output-Management in Halle 3 maßgeschneiderte Systeme für Unternehmen aller Größenordnungen.

Wie ist der aktuelle Stand der ECM-Aussteller?

Pörschmann: Wir sind mit dem aktuellen Buchungsstand sehr zufrieden. Nahezu alle namhaften ECM-Anbieter werden in Hannover vertreten sein. CeBIT-Besucher können sich auf ein spannendes und abwechslungsreiches Programm freuen.

Können Sie prominente ECM-Hersteller als Neuaussteller beziehungsweise Rückkehrer in diesem Jahr begrüßen?

Pörschmann: Alle namhaften ECM-Unternehmen der vergangenen Jahre sind auf der diesjährigen CeBIT vertreten. Als Rückkehrer begrüßen wir beispielsweise das Unternehmen Insiders Technologies.

Welche weiteren Trend-Themen sehen Sie neben Shareconomy im ECM-Umfeld?

Pörschmann: Die aktuellen Megathemen der ITK-Branche Cloud Computing, Social Business und Mobility zählen auch im ECM-Bereich zu den wesentlichen Treibern. Hinzu kommt der Trend der Consumerization. Auch er beeinflusst die ECM-Branche nachhaltig. Immer häufiger wollen Mitarbeiter von Unternehmen ihre privaten Smartphones und Tablet-PCs auch beruflich nutzen. »Bring your own Device« (BYOD) setzt jedoch voraus, dass ECM-Software auf verschiedenen Hardware-Plattformen und deren Benutzeroberflächen funktioniert. Welche Möglichkeiten es hierfür gibt, können Besucher auf der CeBIT 2013 erleben.

Der VOI und Bitkom bestreiten in diesem Jahr erstmals gemeinsam ein ECM-Forum. Wie bewerten Sie diesen Schulterschluss?

Pörschmann: Die enge Zusammenarbeit der beiden Branchenverbände bei der Gestaltung des ECM-Forums verspricht ein noch spannenderes und attraktiveres Programm. Denn erstmals floss die gesamte Fachexpertise ein. Insgesamt stehen mehr als 50 Vorträge und rund zehn Podiumsdiskussionen auf der Agenda. Im Halbstundentakt werden von Dienstag, 5. März, bis Freitag, 8. März die Trends und neuesten Technologien der ECM-Branche diskutiert und vorgestellt.

Welche weiteren Messehighlights warten auf den ECM-affinen CeBIT-Besucher?

Pörschmann: Die Stärke der CeBIT liegt in ihrer Vielfalt. Nur in Hannover können sich ITK-Verantwortliche in kürzester Zeit über sämtliche Themen informieren, die sie für ihr Unternehmen benötigen. Angefangen von den neusten Entwicklungen im Bereich Storage und Virtualisierung über Business-Anwendungen wie ECM, DMS, Input- und Output-Management, ERP und CRM bis hin zum Thema IT-Sicherheit. Aber auch das Thema »Mobile Business Solutions« spielt in vielen Unternehmen eine immer größere Rolle. Wir haben daher in der Halle 6 einen ganz neuen Ausstellungsbereich geschaffen, der die Brücke schlägt zwischen klassischen etablierten Business-IT-Lösungen und den neuen mobilen Anwendungen, die zunehmend die Geschäftsprozesse von Unternehmen durchdringen.

Warum soll ein aktueller oder potenzieller ECM-Anwender oder –Verantwortlicher die CeBIT 2013 besuchen?

Pörschmann: Die ITK-Industrie zählt zu den innovativsten und schnelllebigsten Branchen überhaupt. Wer hier nicht am Ball bleibt, ist schnell abgehängt und hat im Wettbewerb keine Chance. Die CeBIT bietet wie keine andere Veranstaltung einen umfassenden Überblick über alle Business-relevanten ITK-Themen. Sie ist Informations- und Wissensdrehscheibe Nummer eins und zeigt die Trends von morgen – egal ob für große, mittlere oder kleine Unternehmen. Wer jetzt noch kein Ticket besitzt, sollte sich ranhalten. Denn ein Besuch der CeBIT zahlt sich aus. Das kann ich Ihnen versichern!