07.02.2017 (eh) Drucken
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Studie: Food-Branche liebäugelt mit Abschied vom Papier

  • Inhalt dieses Artikels
  • Papierdokumente stören immer mehr Food-Unternehmen bei ihrer Ausrichtung auf die digitale Zukunft
  • Papier erzeugt in Vertriebs- und Marketingabteilungen zu viele Medienbrüche
  • Forschung und Entwicklung (F&E) noch in klassischen Organisationsverhältnissen verhaftet

Alle reden vom papierlosen Büro. Die Food-Branche scheint indes den Abschied vom Papier proaktiv anzugehen, ergab eine Vergleichsstudie der Dvelop-Gruppe unter mehr als 1.000 Unternehmen in zehn Wirtschaftssektoren.

Logistikbereiche der Food-Branche geben am meisten Gas bei der Digitalisierung ihrer Prozesse (Bild/Quelle: Dvelop)Logistikbereiche der Food-Branche geben am meisten Gas bei der Digitalisierung ihrer Prozesse (Bild/Quelle: Dvelop)Abschied vom Papier – dabei beschränken sich die Unternehmen aus der Food-Branche jedoch nicht auf bloße Absichtsbekundungen, sondern haben dafür auch höhere Budgets eingeplant. Allerdings weisen die verschiedenen Organisationsbereiche der Firmen in der Lebensmittelbranche bei ihrem Abschied vom Papier ein unterschiedliches Engagement auf, wie eine Vergleichsstudie der d.velop-Gruppe unter mehr als 1.000 Unternehmen in zehn Wirtschaftssektoren ermittelt hat. Fakt ist aber nichtsdestoweniger: Die Unternehmen setzen verstärkt auf Dokumentenmanagement-Systeme (DMS) als Plattform zur Digitalisierung.

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Papierdokumente stören immer mehr Food-Unternehmen bei ihrer Ausrichtung auf die digitale Zukunft

Diese Fachbereiche wollen am stärksten ins Dokumentenmanagement investieren (Bild/Quelle: Dvelop)Diese Fachbereiche wollen am stärksten ins Dokumentenmanagement investieren (Bild/Quelle: Dvelop)Bei der Gegenüberstellung der Fachbereiche geben vor allem die Logistikbereiche am meisten Gas bei der Digitalisierung ihrer Prozesse. Sie steht bei über der Hälfte der Unternehmen auf der Agenda, die hierfür verstärkt in das elektronische Dokumentenmanagement investieren wollen.

Selbst die Einkaufsabteilungen legen zu: 41 Prozent von ihnen wollen zur Abkehr vom Papier ebenfalls mehr Geld für DMS-Plattformen ausgeben. Diese Softwarelösungen wandeln Akten, Rechnungen und andere Dokumente aus Papier in digitale Formate um, so dass sie anschließend an jedem beliebigen Endgerät angezeigt, geteilt und bearbeitet werden können.

Papier erzeugt in Vertriebs- und Marketingabteilungen zu viele Medienbrüche

Aber noch hinderlicher scheint das Papier für die Vertriebs- und Marketingabteilungen geworden zu sein, weil es in den Prozessen erzeugt und eine durchgängige Automatisierung der Abläufe verhindert. 45 Prozent planen, diesem Nachteil durch den Auf- oder Ausbau einer DMS-Landschaft gezielt zu begegnen. Eine tendenziell ähnliche, aber etwas schwächere Entwicklung ist in den Bereichen für die Finanzen und das Controlling festzustellen. Dort haben immerhin zwei von fünf der Food-Unternehmen Investitionsplanungen für Dokumentenmanagement-Systeme auf der Agenda.

»Die digitale Transformation nimmt nun auf recht breiter Front Gestalt an«, urteilt Mario Dönnebrink, Vorstand von Dvelop. »Zunehmend wird erkannt, dass zum Kern des Wandels vor allem eine Digitalisierung der Dokumente und Geschäftsprozesse gehört, weil nur über digitale Content-Services produktivere und integrierte Verhältnisse geschaffen werden können. Dokumenten- bzw. Enterprise-Content-Management-Systeme (ECM) sind mit ihren Möglichkeiten des kollaborativen Arbeitens und ihrer Cloud-Verfügbarkeit dafür die entscheidenden Plattformen.«

Forschung und Entwicklung (F&E) noch in klassischen Organisationsverhältnissen verhaftet

Lediglich im Bereich Forschung und Entwicklung (F&E) der Unternehmen sieht es anders aus. Diese Fachbereiche sind offenbar noch den klassischen Organisationsverhältnissen verhaftet und planen nur in jedem vierten Fall eine digitale Offensive.

Eine gleich große Zurückhaltung findet sich in den Personalabteilungen zwar nicht, ihre Digitalisierungsambitionen fallen aber gegenüber den meisten anderen Organisationsbereichen geringer aus. 36 Prozent von ihnen haben in ihren strategischen Planungen stehen, zur Vermeidung von Papierdokumenten in der Personalverwaltung stärker auf digitale Lösungen zu setzen.

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