29.07.2013 (eh) Drucken
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Brother Printerumfrage13: Deutschland druckt mobiler

  • Inhalt dieses Artikels
  • Smartphone- und Tablet-Nutzer würden gerne drucken – aber es geht nicht
  • Veränderung beim Druckverhalten: Erstmals mehr Anwender, die weniger drucken
  • Trend: Unternehmen setzen verstärkt auf DMS-Systeme und elektronische Workflows
  • Im Trend: Scanner und elektronische Archivierungssysteme

Smartphones und Tablets führen zu einer Mobilisierung der Arbeitswelt, und das hat Auswirkungen auf das berühmte »papierlose Büro«. Damit einhergehend steigt das Bedürfnis, von mobilen Geräten zu drucken. Jedoch klappt dies noch nicht so gut, wie sich das die meisten Anwender wünschen, zeigt die »Printerumfrage13« von Dokulife Consulting & Research und dem Druckerhersteller Brother.

Ein Drittel druckt bereits mobil, jeder zweite würde gerne (Quelle: Dokulife/Brother)
Ein Drittel druckt bereits mobil, jeder zweite würde gerne (Quelle: Dokulife/Brother)
Rund 63 Prozent der Printerumfrage-Teilnehmer setzen bereits ein Smartphone für berufliche Zwecke ein. Auch sogenannte Tablets fassen mit 29 Prozent bereits im beruflichen Umfeld Fuß, so die Ergebnisse der Printerumfrage13. Somit tragen die Geräte zur weiteren »Mobilisierung des Arbeitsplatzes« bei. Interessant ist, dass es im beruflichen Umfeld häufig nicht darum geht, entweder ein Smartphone oder ein Tablet einzusetzen – sondern um ein sowohl als auch.

Dies zeigt sich sowohl an der Anzahl der installierten Basis als auch am unterschiedlichen Nutzungsverhalten. Tablets werden eher als Notebook-Ersatz verwendet als Smartphones. Während das E-Mail-Schreiben, die Terminverwaltung und das Surfen im Internet auf beiden Gerätetypen ähnlich beliebt sind, gibt es bei der Nutzung von allgemeinen Apps und Unternehmensanwendungen größere Unterschiede. So geben 78 Prozent der Tablet-, aber nur 67 Prozent der Smartphone-Nutzer an, allgemeine Apps auszuführen. Bei speziellen Unternehmensanwendungen sind dies 44 Prozent, bzw. 28 Prozent der jeweiligen Gerätenutzer.

Smartphone- und Tablet-Nutzer würden gerne drucken – aber es geht nicht

Jeder Zweite würde gerne, kann aber nicht mobil drucken (Quelle: Dokulife/Brother)
Jeder Zweite würde gerne, kann aber nicht mobil drucken (Quelle: Dokulife/Brother)
Eine wichtige Erkenntnis: Trotz der Smartphones und Tablets besteht nach wie vor das Bedürfnis beim Anwender, Informationen auf Papier zu bringen. So sagten 33 Prozent der Befragten, dass sie bereits von ihrem mobilen Gerät drucken. Aber beeindruckender ist: Fast jeder Zweite (49 Prozent) der befragten Personen würde zwar gerne drucken, kann dies aber aus technischen Gründen nicht.

»Viele Drucker im Land sind einfach zu alt. Vor allem fehlt es vielen Geräten in Privathaushalten und Unternehmen an WLAN-Verbindungen«, erklärt Paul Schalk, Leiter Produktmanagement bei Brother. »Außerdem glauben viele Anwender nur, dass sie nicht drucken könnten weil der Drucker älter als das Smartphone ist. Aber unsere ‚iPrint&Scan’-Lösung unterstützt auch die meisten Geräte, die schon lange nicht mehr produziert werden, solange sie über WLAN verfügen.«

Veränderung beim Druckverhalten: Erstmals mehr Anwender, die weniger drucken

Spannend: Trotz des Wunsches, Informationen auch vom mobilen Endgerät drucken zu können, scheint die Digitalisierung Wirkung zu zeigen. Zum ersten Mal in der fünfjährigen Geschichte der Printerumfrage deutet sich eine Veränderung beim Druckverhalten an: zwar sagen immer noch 23 Prozent der Teilnehmer, dass sie mehr drucken als vor zwei Jahren, aber 27 Prozent sagen, dass es bei ihnen im gleichen Zeitraum weniger geworden sei. Gut die Hälfte der Teilnehmer druckt weder mehr noch weniger. Damit übersteigt der Anteil derjenigen, die weniger drucken, erstmals den Anteil derjenigen, die mehr drucken.

Trend: Unternehmen setzen verstärkt auf DMS-Systeme und elektronische Workflows

Deutliche Zunahme beim Einsatz von DMS-Systemen in Unternehmen (Quelle: Dokulife/Brother)
Deutliche Zunahme beim Einsatz von DMS-Systemen in Unternehmen (Quelle: Dokulife/Brother)
Ob eine bessere Verknüpfung von Drucker und mobilem Gerät diesen Trend wieder umgekehrt, oder ob sich das Druckverhalten dauerhaft ändert, wird sich zumindest im privaten und freiberuflichen Umfeld in den nächsten Jahren zeigen. In mittleren und großen Unternehmen zeigen die Zahlen der Printerumfrage noch einen weiteren Trend an, der für diesen Effekt verantwortlich ist. Unternehmen setzen verstärkt auf Dokumenten-Management-Systeme (DMS) und elektronische Workflows.

Noch im letzten Jahr berichteten 28 Prozent der Teilnehmer, dass an ihren Arbeitsplätzen elektronische Archivierungssysteme eingesetzt werden. In diesem Jahr sind es bereits 41 Prozent! Untermauert wird dieser Trend durch die IT-Fachhändler in der Printerumfrage. So beschäftigen sich neben den 44 Prozent, die bereits Scanner verkaufen, weitere 31 Prozent mit diesem Thema.

Im Trend: Scanner und elektronische Archivierungssysteme

»Zwar konnten wir 2012 abermals mehr Drucker verkaufen als im Jahr zuvor, aber auch die Nachfrage nach unseren neuen Dokumentenscannern der ADS-Serie war für unser erstes Jahr bereits sehr erfreulich«, bestätigt Matthias Kohlstrung, Leiter Vertrieb und Marketing bei Brother, die Entwicklung. »Wir sind zum richtigen Zeitpunkt in den Scanner-Markt eingestiegen.«

Die von Dokulife und Brother initiierte Printerumfrage wurde in diesem Jahr bereits zum fünften Mal durchgeführt. An Europas größter Studie zum Thema Drucken haben dieses Mal über 8.400 Personen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz teilgenommen.

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