18.03.2017 (eh) Drucken

BQ will den 3D-Druck in den Massenmarkt mit Android bringen

  • Inhalt dieses Artikels
  • Zetup-Android-Software verwaltet den 3D-Drucker
  • 3D-Drucker »Witbox Go« passt dekorativ in eine Wohnung

Soll vom Design her auch in ein Wohnzimmer passen: der 3D-Drucker »Witbox Go« (Bild: BQ)Soll vom Design her auch in ein Wohnzimmer passen: der 3D-Drucker »Witbox Go« (Bild: BQ)Das spanische Unternehmen BQ bringt mit seinem »Witbox Go« einen 3D-Drucker, der erstmals das Open-Source-Betriebssystem Android nutzt. Durch eine besonders einfache Bedienung und kompakte Maße soll er gerade auch technisch nicht allzu versierte Nutzer ansprechen. Mit einem Klick lässt sich so vom Smartphone aus drucken. Hat das Gerät das Zeug zum Volks-3D-Drucker?

So ein Gerät braucht auch Rechen-Power, und die soll eine Qualcomm-Snapdragon-CPU liefern. BW folgt bei dem 3D-Drucker dem Out-of-the-box-Konzept – heißt, ein Anwender benötige keinerlei technisches Hintergrundwissen oder Aufbau- und Kalibrierungsarbeiten. Um den Witbox Go in Betrieb zu nehmen, reiche es, ihn aus dem Karton zu nehmen, an den Strom anzuschließen, einzuschalten, die App auf dem Smartphone oder den PC zu installieren, und die WLAN-Verbindung zu aktivieren. Der Hersteller verspricht, damit die Zeit bis zum Start des ersten Druckauftrags auf unter 15 Minuten zu senken. Bei anderen günstigen Modellen erfordere dieser Prozess meist zuerst einige Einstellungs- und Konfigurationsschritte und kann durchaus mehrere Stunden in Anspruch nehmen.

Zetup-Android-Software verwaltet den 3D-Drucker

Ein Beispiel: Ist der Sensor des Druckbetts nicht richtig ausgerichtet, stoppt das Drucken automatisch. Der Extruder-Sensor pausiert nämlich den Druckauftrag, wenn das Hot-End verstopft oder blockiert ist. Der Filament-Präsenz-Sensor stoppt automatisch, wenn das Filament ausgeht. Zusätzlich sind keine Konfigurationen nötig, weil die Informationen durch NFC-Technologie direkt von der PLA-Spule auf den Drucker übertragen werden.

Der Drucker wird durch die Zetup-Software verwaltet, die BQ selbst entwickelt hat. Die Software ist für PCs und Smartphones verfügbar. Das Drucken sei damit leicht verständlich abzuwickeln: Der Nutzer muss nur das Qualitätslevel und die Ausfüllungsdichte wählen. Zudem ist der Zugang frei für das »MyMiniFactory«-Repository. Witbox Go ist zudem mit anderer Open-Source-Software kompatibel, betont BQ.

3D-Drucker »Witbox Go« passt dekorativ in eine Wohnung

Beim Design des Witbox Go hat BQ eigenen Angaben zufolge Wert darauf gelegt, dass das Gerät sich gut in die Dekoration einer Wohnung einfügt: Das Design ist minimalistisch und alle Komponenten sind komplett integriert. Die Teile sind aus Kunststoff hergestellt und sind dadurch leicht und widerstandsfähig. Für die Oberfläche wurde mit verschiedenen Texturen experimentiert: glatt, rau und gemasert. Das Ergebnis ist ein kompakter Drucker mit den Maßen 30 x 25 x 48 Zentimetern, der nur fünf kg wiegt, mit einem Druckbereich von 14 x 14 x 14 Zentimetern.

Der Witbox Go druckt dank eines Trinamic-Chips sehr leise. Dieser Chip kontrolliert die Motorbewegungen und minimiert die Geräusche. Zudem hat BQ die Oberfläche des Druckbetts so designt, dass die Teile direkt an ihr haften, sodass keine geruchsintensiven Haftmittel notwenig sind.

Mit dem Witbox Go dürfte BQ einen Marktnerv treffen, denn erst kürzlich veröffentlichte der Digitalverband Bitkom eine Studie, wonach die große Mehrheit der Bundesbürger sich einen 3D-Drucker im Wohnzimmer vorstellen könnte. Wen der Witbox Go Interessiert, muss sich allerdings noch etwas gedulden: Er wird erst im dritten Quartal 2017 voraussichtlich zu einem Preis von 599 Eeuro verfügbar sein.

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