09.07.2012 (eh) Drucken
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De-Mail- und E-Postbrief-Konkurrent Regify wächst flott

  • Inhalt dieses Artikels
  • »regimail« ist vollkommen cloud-basierend
  • Keiner kann mitlesen: US-Patriot-Act ausgetrickst
  • Auch die Regify-Kundenliste wächst nun
Clearing-Service des E-Mail-Dienstes »regimail« (Bild: Regify)
Clearing-Service des E-Mail-Dienstes »regimail« (Bild: Regify)
Wer rechtssichere E-Mails verschicken will, muss nicht unbedingt zu »De-Mail« oder dem »E-Postbrief« greifen. Eine Alternative ist das Unternehmen regify mit ihrem E-Mail-Dienst »regimail«. Die in Deutschland entwickelte Technologie begeisterte den Staat Luxemburg so sehr, dass die staatseigene Investitionsgesellschaft P&T Capital mit 22 Prozent bei der regify S.A. einstieg, die letztes Jahr neugegründete Regify-Muttergesellschaft mit Sitz in Luxemburg.

Mit dem finanzstarken Partner im Rücken setzt Regify nun langsam zum Höhenflug an. »Bei uns zeichnen derzeit rund zwei Provider pro Monat«, erklärt Holger Born, Vertriebsleiter DACH bei der Deutschland-Niederlassung von Regify in Hüfingen, im Hintergrundgespräch mit ECMguide.de. Aktuell blicke Regify auf rund 15 Provider in Deutschland und noch mal 15 weitere Provider weltweit.

»regimail« ist vollkommen cloud-basierend

Das Besondere an der Regify-Lösung ist, dass sie vollkommen cloud-basiert ist. Das heißt, dass Anwenderunternehmen keinerlei Server installieren müssen. Dies müssen nur die Provider in den einzelnen Ländern tun, bei denen sich Interessenten anmelden können. Dabei bleibt die vorhandene E-Mail-Adresse vollkommen gleich – ein wesentlicher Vorteil gegenüber den Lösungen De-Mail und E-Postbrief, die überdies nur den lokalen deutschen Markt ansprechen.

Wer nun eine Nachricht rechtssicher bzw. verschlüsselt verschicken will, benötigt ein Plug-in, das gängige Clients wie Outlook, Notes, Android, iPhone/iPad, Thunderbird und Blackberry um ein Icon erweitert. Damit werden nun Nachricht per Mausklick sicher übertragen. Die Empfänger erhalten eine Benachrichtigung mit einem Link, der zur verschlüsselten E-Mail führt. Für Privatanwender ist der Service kostenlos.

Keiner kann mitlesen: US-Patriot-Act ausgetrickst

»Dabei hat der Provider die E-Mail selber zu keinem Zeitpunkt gespeichert, sondern er hält nur den Schlüssel«, erläutert Born. Damit gebe es auch keinerlei Hintertürchen, damit evtl. US-Geheimdienste mitlesen könnten. »Der in Europa unbeliebte US-Patriot-Act greift bei uns nicht. Außerdem wurde die Software so ausgelegt, dass es auch technisch gar nicht möglich wäre.«

Mit Regify können somit vertrauliche Nachrichten wirklich verbindlich versendet und empfangen werden. Die E-Mails werden dabei wie ein Einschreiben behandelt. Der Sender einer regify-E-Mail erhält eine Empfangsbestätigung, sobald der Adressat die Nachricht öffnet.

Auch die Regify-Kundenliste wächst nun

Aber nicht nur die Providerliste, auch die Kundenliste wächst nun. Wie Born verriet, gesellten sich kürzlich Fuducia, Würth und Freudenberg auf die Referenzliste. Mit einem der Großen aus der Versicherungsbranche werde derzeit ein Pilotprojekt umgesetzt.

Dass sich Luxemburg bei Regify engagiert hat, kommt nicht von ungefähr. Der Staat ist schon seit längerem dabei, sich als Hightech-Standort einen Namen zu machen. Dabei werden Hightech-Startups finanziert, und dazu bewegt, ihr Hauptquartier in Luxemburg aufzuschlagen. Mit Regify hegt der Staat das Ziel, sich als Hauptstandort für die sichere E-Mail-Kommunikation zu etablieren. Etliche Unternehmen rund um (E-Mail-)Verschlüsselung siedelten sich bereits in Luxemburg an.

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