24.11.2009 (eh) Drucken
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E-Spirit startet endgültig CMS-Suite »FirstSpirit 4.2«

E-Spirit »FirstSpirit 4.2«
E-Spirit »FirstSpirit 4.2«
Auf dem Markt der Highend-Content-Management-Systeme tut sich wieder was. Das Dortmunder Softwarehaus e-Spirit launcht ihre neue CMS-Version »FirstSpirit 4.2«. Das Release trumpft auf mit neuen Funktionalitäten für die Vereinfachung und Automatisierung von Redaktionsprozessen und Inhalteverwaltung auf. »Wir gehen davon aus, dass wir damit für eine deutliche Effizienzsteigerung von CMS im Unternehmenseinsatz sorgen«, erklärt Jörn Bodemann, CEO von E-Spirit im Gespräch mit ECMguide.de.

Mit der neuen Version hat sich das Unternehmen neuen Herausforderungen gestellt. »Wir stellten beispielsweise fest, dass Unternehmens-Webseiten wesentlich umfangreicher wurden – so haben wir jetzt die ersten Kunden mit über einer Millionen Sites darauf«, erläutert Bodemann zur Vorgabe an die Entwicklungsabteilung. »Außerdem wurde Compliance und Versionierung immer wichtiger.« In das 4.2er Release seien deshalb »viele Kundenwünsche und Kundenanfragen sowie Ideen von Partnern« eingegangen.

Für Gelegenheitsredakteure und Power-User
Vor allem habe man festgestellt, dass es in Großunternehmen sowohl viele Gelegenheitsredakteure gibt – die nur hin und wieder eine Seite draufstellen bzw. bearbeiten –, als auch viele Power-User. Diesem Umstand stellte man sich mit zwei Clients: einem browserbasierten Web-Client für das schnelle Ändern von Inhalten durch die Gelegenheitsredakteure, und einem aufwändigern Java-Client für die professionelleren Anwender. Einfachheit ist deshalb ein durchgängiges Credo bei der neuen Version. Die Schulung für den Web-Client nimmt nach Angaben von Bodemann »keine halbe Stunde« in Anspruch, und auch die für die Power-User erfolge typischerweise »in einem Tag«.

Jörn Bodemann
Der Java-Client bietet mit seinem integrierten »Live-View« Redakteuren erstmals eine direkte WYSIWYG-Ansicht der Seite, in der sie arbeiten. Da die Ansicht beim Speichern in Echtzeit aktualisiert wird, lässt sich unmittelbar in der Vorschau überprüfen, wie Änderungen auf der veröffentlichten Webseite aussehen werden. Zusätzlich wird der bearbeitete Bereich sowohl in der Content-Pflegemaske als auch in der Live-View durch eine farbige Umrahmung markiert – dadurch erkennt der Redakteur sofort, welchen Absatz er gerade bearbeitet. Mit einem Klick in die Vorschau wird die Pflegemaske des gewünschten Absatzes automatisch angezeigt. Bodemann geht davon aus, dass das »die Datenpflege und Navigation auch in komplexen Projekten deutlich erleichtert«.

Der Web-Client verfügt als weiteres Highlight über ein »Re-Design«, mit dem Redakteure Änderungen schnell und einfach direkt in der Seitenvorschau vornehmen können. Editierbare Absätze werden farblich hervorgehoben und können mit einem Klick im Bearbeitungsmodus verändert, verschoben oder gelöscht werden. Kenntnisse über die technischen Vorgänge im CMS sind dabei eigentlich nicht nötig. Der Web-Client ist ohne zusätzliche Softwareinstallationen direkt im Browser nutzbar.

Neu sind auch zusätzliche »Drag & Drop«-Funktionen mit deren Hilfe zum Beispiel Medien aus der Thumbnail-Ansicht eines Arbeitsbereichs per Drag & Drop in eine Bild-Eingabekomponente eines anderen Arbeitsbereichs übernommen werden können. Darüber hinaus ermöglicht die neue Multi-Tabbing-Funktion, mehrere Elemente nebeneinander zu bearbeiten und zwischen den verschiedenen geöffneten Reitern hin und her zu wechseln. So können sich Redakteure einen personalisierten Arbeitsbereich aufbauen, den Firstspirit 4.2 beim Schließen des Clients speichert und beim nächsten Start wieder herstellt.

Wer sich Firstspirit 4.2 genauer anschauen will: Auf dem »ECM World Summit«, der diese Woche am 25. und 26. November in Frankfurt/Main tagt (ECMguide.de berichtete). Gibt es eine erste öffentliche Präsentation. Und am 11. Dezember wird die neue Version des CMS außerdem im Rahmen eines After-Work-Release-Forums in München vorgestellt.

E-Spirit konkurriert auf dem Enterprise-CMS-Markt vor allem mit Day Software, Coremedia und SDL Tridion. Ausgeschieden sind Interwoven (übernommen durch Autonomy) und Vignette (akquiriert durch Open Text. Diese CMS-Suiten gehen anscheinend in größeren Lösungen auf, die früheren Marken werden von den neuen Eigentümern kaum noch gepflegt.

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