28.04.2006 (eh) Drucken

HP holt zum ILM-Rundumschlag aus

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StorageWorks-RISS-System (Bild: HPI
Bei Ankündigungen rund um Information-Lifecycle-Management (ILM) war es in der letzten Zeit etwas ruhig im Hause HP. Dafür holt der Konzern jetzt zum Rundumschlag aus: Gleich vier neue Lösungen nebst einigen Updates sollen Konkurrenten wie EMC, IBM oder Sun Microsystems Data Management Group (DMG) klarmachen, dass HP auf diesem Markt weiter mitmischen will.


Neu angekündigt wurden folgende Lösungen:
► »HP StorageWorks Continuous Information Capture« (CIC): Diese Datensicherungslösung zeichnet Modifikationen von Daten aus Datenbanken oder Anwendungen kontinuierlich auf und speichert Veränderungen, ohne dass dabei die Leistung von Datenbank oder Applikation beeinträchtigt werden soll. So sei die Wiederherstellung des Zustandes vor einer Änderung, für jeden beliebigen Zeitpunkt möglich (Rollback). Im Vergleich zu herkömmlichen Datensicherungslösungen sei mit CIC die Rollback-Zeit rund viermal schneller.
► »HP StorageWorks 200 Virtualization System«: Mit dieser In-Band-Lösung (Appliance) für Speichernetze (SAN) lassen sich Arrays verschiedener Hersteller virtualisieren. Dies vereinfache nicht nur die Datenmigration zwischen den verschiedenen Arrays, sondern auch das Management, die Datenreplikation sowie die Bereitstellung von Ressourcen in heterogenen Speicherumgebungen. Ein weiterer Vorteil: Ein Ausfall oder ein Fehler bei einer Komponente führt nicht zu einem Ausfall der kompletten Datensicherung, das heißt es gibt keinen »single point of failure«.
► »HP StorageWorks Reference Information Manager for Files« (RIM): Damit wird das »HP StorageWorks Reference Information Storage System« (RISS), HPs Storage-Grid-basierte Archivierungslösung, auf Dateien in Windows-basierten Desktops und File-Servern erweitert. Die Lösung nutzt Block-Single-Instancing. Das bedeutet, Veränderungen auf Blockebene werden kontinuierlich erfasst und ein Backup wird nur von diesen Veränderungen und nicht vom kompletten Datenbestand durchgeführt (inkrementelle Sicherung).
► »HP StorageWorks Application Recovery Manager«: Mithilfe dieser Software, die sich in alle gängigen Datensicherungs-Umgebungen integrieren lässt, sollen sich Microsoft-Exchange- und SQL-Datenbanken nach einem Ausfall oder bei Datenkorruption sofort wieder herstellen lassen. Zudem bietet HP ein Service-Paket nicht nur für die Installation, sondern auch für das Design und die Implementierung.
► Das »HP StorageWorks Reference Information Storage System« (RISS) gibt es jetzt in der Version 1.5, bei der die Speicherkosten pro TByte durch verbesserte Kompressionsalgorithmen und höhere Plattenkapazitäten der »Smart Cells« um bis zu 75 Prozent niedriger liegen sollen. Smart-Cells bestehen aus Prozessor-, Speicher- und Netzwerkmodulen mit eigener Suchmaschine, Datenbank und Management-Komponenten. Im Vergleich zur Vorgängerversion (speicherguide.de berichtete) mit einer maximalen Speicherkapazität von 850 GByte lassen sich mit RISS 1.5 1,4 TByte speichern.
► »HP StorageWorks Reference Information Manager for Databases«: Diese Lösung migriert selten genutzte Daten in eine Archiv-Datenbank. Neue Funktionen sollen dafür sorgen, dass Tabellen in einer operativen Datenbank automatisch in ein offenes XML-Format konvertiert und in die Archiv-Datenbank transferiert werden.
► »HP OpenView Storage Data Protector 6.0«: Die neue Version dieser hoch skalierbaren Datensicherungs-Software für automatisiertes Backup und Recovery für Speicherplatten und Bandspeicher soll die Backup-Zeit und die für das Backup benötigten Ressourcen durch den Einsatz von so genannten Pointern deutlich reduzieren.

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