12.07.2010 (eh) Drucken
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Insolvente Böwe Systec reizt fünf Investoren

Immerhin fünf Finanzinvestoren interessieren sich für den insolventen Kuvertiermaschinenhersteller Böwe Systec AG. Sie hätten konkrete Angebote für die Fortführungsgesellschaft abgegeben, teilte der vorläufige Insolvenzverwalter Werner Schneider Ende vergangener Woche in Augsburg mit. »Damit befinden wir uns weiterhin im Rahmen unseres Plans, bis zum 31. Juli 2010 die Übernahme dieser Aktivitäten abzuschließen«, erklärt Schneider. »Die Zahl der Angebote zeigt das hohe Interesse an den Produkten und Leistungen von Böwe Systec und ist gleichzeitig ein klarer Vertrauensbeweis, dass Böwe Systec wieder der Anschluss an erfolgreiche Zeiten zugetraut wird.«

Der Augsburger Postbearbeitungsspezialist, immerhin einer der weltweit größten Hersteller von Postprüf- und Sortieranlagen, hatte im Mai Insolvenz angemeldet, das operative Geschäft wurde aber fortgesetzt (ECMguide.de berichtete). Die jetzigen Angebote sähen vor, dass die bestehenden Produktionsanlagen am Firmensitz in Augsburg bleiben und damit auch »eine nennenswerte Zahl von Arbeitsplätzen gesichert« werden könne.

Von der Insolvenz betroffen sind rund 600 Beschäftigte. Weltweit hat die Böwe-Gruppe derzeit noch 3.300 Beschäftigte. Bei dem jetzigen Verkaufsprozess geht es um die Böwe Systec GmbH, die das Unternehmen zur Geschäftsfortführung Ende Juni gründete. Wie es heißt, wurden in diese GmbH alle deutschen, die weiteren europäischen und japanischen Aktivitäten sowie das Unternehmen Lasermax Roll Systems eingebracht. Das hießt, in der börsennotierten Aktiengesellschaft verbleiben kaum noch Werte – für die Aktionäre sieht es somit zappenduster aus.

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