07.08.2017 (as) Drucken
(4.5 von 5, 2 Bewertungen)

Jobrouter stellt sich mehr zur Digitalisierung in Unternehmen

  • Inhalt dieses Artikels
  • Projektbeispiele im Maschinenbau und in der Baubranche
  • Rechnungsprüfung ist selten trivial
  • Gesamtansatz für mehr Agilität

Fritz-Jochen Weber, Vorstandsvorsitzender von Jobrouter, sieht Dokumenten- und Datenmanagement als Basis für die Unternehmensdigitalisierung (Bild: Jobrouter)Mit dem Ziel, Prozesse nicht nur auf Ebene der Kopfdaten, sondern ganzheitlich elektronisch abzubilden, ist aus einem IT-Systemhaus der erfolgreiche Workflow-Spezialist JobRouter entstanden. Das Mannheimer Unternehmen beschäftigt international 70 Mitarbeiter, verfügt über Niederlassungen in Großbritannien, Marokko, der Türkei und Polen und hat rund 800 Kunden weltweit. Doch inzwischen sieht Fritz-Jochen Weber, Vorstandsvorsitzender von Jobrouter sein Unternehmen nicht mehr nur als reinen Workflow-Anbieter, sondern als Lösungsanbieter für die Unternehmensdigitalisierung: »In den letzten Jahren haben wir wichtige Technologien wie Dokumentenmanagement und Erfassungslösungen für Belege und Dokumente hinzugefügt.« Neben einer starken Prozessautomatisierung im Kern der Lösung verfügt die Plattform heute auch über agiles Dokumentenmanagement, integrierbare Low-Code Module, leistungsfähige SOAP & REST-APIs und Schnittstellen zu weiteren Systemen wie ERP, CRM oder Datenbanken. »Obwohl Jobrouter als Workflowsystem eine stark datengetriebene und datengestützte Lösung darstellt, kann es dokumentengetrieben Projekte genauso gut und sogar besser darstellen«, so Weber gegenüber ECMguide.de. Letztlich seien Dokumente schließlich auch nur Daten in einer bestimmten Form.

Projektbeispiele im Maschinenbau und in der Baubranche

Als Beispiel führt Weber ein Projekt im Maschinenbau an, bei dem es darum ging, zur Vermeidung von Plagiatsfällen nicht die komplette Ersatzteilliste an Servicefirmen zu schicken, sondern nur die jeweils relevanten Seiten. »Hier ist es uns in wenigen Tagen gelungen, eine Lösung mit entsprechender Demo dem Kunden zu präsentieren, während reine DMS-Anbieter monatelang ergebnislos daran arbeiteten«, berichtet Weber.

Rechnungsprüfung ist selten trivial

Starke Vorteile sieht der Firmenlenker auch in der Rechnungsprüfung, da hier einfache Lösungen und Prozessabbildungen in den allermeisten Fällen nicht ausreichen. Ganz extrem sei es beispielsweise in der Bauindustrie, wo in den Rechnungen viel korrigiert, so gut wie jede zweite Position gestrichen und Maße geändert werden. »Dies kann man mit einem normalen DMS gar nicht machen.« Hierfür hat  das Unternehmen die Lösung »JobMind Bau«, die die Positionsebene einer digitalen Rechnung ausliest. Sie ermöglicht es, direkt am Bildschirm Notizen und Änderungen auf Positionsebene vorzunehmen. Die durchgeführte Änderung beispielsweise bei der Stückzahl oder Einzelbeträgen korrigiert automatisch die Rechnungssumme gemäß Paragraph 13 UStG für die Baubranche. Im Einsatz ist Jobmind Bau beispielsweise bei Schleswiger Asphaltsplitt-Werke. Hier freut sich Andreas Tusch, Projektcontroller der Arkil Holding, zu der die Asphaltsplitt-Werke gehören »dass Jobmind Bau automatisch Korrekturrechnungen für den Lieferanten erstellt, verschickt und dadurch Gutschriften überflüssig macht.« Dank der automatischen Berechnung durch Jobrouter verbuche das Unternehmen bereits 80 Prozent der Rechnungen vollautomatisch über das ERP-System. Die Buchhaltung muss dabei nichts mehr ändern.

Gesamtansatz für mehr Agilität

Insgesamt verfolgt Jobrouter den Ansatz, Unternehmen Agilität und Skalierbarkeit zu ermöglichen, während sie zeitgleich mehr Transparenz über ihre Prozesse erhalten und diese an wandelnde Anforderungen anpassen können. Dabei gehen die Lösungen von Daten als Basis aus und verarbeiten diese je nach Unternehmensanforderung.