09.08.2017 (as) Drucken
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Materna mit 17 Prozent Umsatzplus im ersten Halbjahr 2017

  • Inhalt dieses Artikels
  • Viele Projekte im öffentlichen Sektor
  • Weitere Schwerpunkte von Materna

Materna Hauptsitz in Dortmund (Bild: Materna)Das IT-Beratungsunternehmen Materna konnte seinen Umsatz im ersten Halbjahr 2017 im Vergleich zum Vorjahr um rund 17 Prozent steigern. Im gesamten Jahr 2016 erzielte  Materna einen Umsatz von 223 Millionen Euro. Für die Steigerung in der ersten Hälfte 2017 waren Beratungs- und Implementierungsprojekte für den Public Sector sowie SAP-Projekte des Tochterunternehmens cbs maßgeblich verantwortlich.

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Viele Projekte im öffentlichen Sektor

Materna berät Unternehmen und Verwaltungen bei der digitalen Transformation und liefert die hierfür benötigten IT-Lösungen. Projekte für den öffentlichen Sektor tragen mit gut einem Viertel zum Unternehmensumsatz bei. Wichtige Themen waren hier im ersten Halbjahr unter anderem die elektronische Aktenführung, Formular-Management für die digitale Kommunikation der Bürger mit den Verwaltungen und Lösungen für die Justiz, aber auch IT-Beratung, IT-Service-Management und Infrastrukturprojekte in den Rechenzentren. ECMguide.de berichtete beispielsweise vor kurzem über einen von Materna gewonnenen Behördenauftrag in NRW, bei dem es unter anderem um die Einführung elektronischer Akten geht. Der mit Materna geschlossene Rahmenvertrag bezieht sich auf einen Zeitraum von acht Jahren und bewegt sich im zweistelligen Millionenbereich.

Bei dem auf SAP-Beratung und globale SAP-Transformationsprojekte spezialisierte Tochterunternehmen cbs Corporate Business Solutions ist der Umsatz im Jahr 2016 um 10 Prozent auf über 58 Millionen Euro gewachsen. Auch im ersten Halbjahr 2017 setzte sich der Wachstumstrend fort. Wichtig sind hier die Migration zu S4/HANA sowie internationale SAP-Rollouts.

Weitere Schwerpunkte von Materna

Ein weiteres Wachstumsfeld für Materna ist die Automotive-Branche. Hier reicht das Angebot von agilen, digitalen Lösungen für das emotionale Kundenerlebnis bis zu vollautomatisierten Service-Prozessen, die bis in die Rechenzentren hinein reichen. Materna entwickelt beispielsweise individuelle Software-Applikationen für die Kundenkommunikation, implementiert klassische IT-Management-Technologien, realisiert Cloud-Projekte, führt moderne Chatbot-Lösungen auf Basis kognitiver Technologien ein und betreibt Applikationen als Managed Services.

Auf Projekte im Luftfahrtsektor zielt Materna ebenfalls ab (Bild: Materna)Neben dem Kernmarkt in Deutschland treibt Materna das internationale Geschäft speziell in der Luftfahrt-Branche voran. Automatisierungslösungen für die Passagierabfertigung von Materna sind bei Flughäfen, Flughafenbetreibern und Fluggesellschaften weltweit im Einsatz. In Nordamerika ist Materna-Software beispielsweise an Flughäfen in Quebec, Montreal und Seattle zu finden. Im Aufbau ist ein Standort in Asien, um die dortigen Länder vertrieblich besser adressieren zu können. Erste Aufträge aus Indien liegen bereits vor.

Europaweit beschäftigt Materna mit Hauptsitz in Dortmund derzeit rund 1.700 Mitarbeiter.