09.11.2017 (as) Drucken
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OnBase Summit von Hyland gibt über Zukunft von Saperion Auskunft

  • Inhalt dieses Artikels
  • Software-Pläne von Lexmark gingen nicht auf
  • Saperion bringt Hyland im DACH-Raum einige Vorteile

Hyland-CEO Bill Priemer begrüßte in Berlin mehr als 300 Kunden, Partner und Mitarbetier (Bild: A.Stadler)Hyland-CEO Bill Priemer begrüßte in Berlin mehr als 300 Kunden, Partner und Mitarbetier (Bild: A.Stadler)Mehr als 300 Teilnehmer aus 30 Ländern verzeichnet die bis heute stattfindende Partner- und Anwenderkonferenz OnBase Summit von Hyland in Berlin. Interessant ist die Veranstaltung vor allem, weil Hyland erstmals genauere Pläne zur Zukunft von der aus der Lexmark-Enterprise-Sofware-Sparte stammenden Saperion gemacht hat.

2013 kaufte Lexmark den deutschen ECM-Hersteller Saperion für mehr als 50 Millionen Euro. Im vorangegangenen Geschäftsjahr 2011/2012 machte Saperion von Berlin aus einen Umsatz von über 20 Millionen Euro und mehr als vier Millionen Euro Gewinn. Grund für die Übernahme waren der Vertriebskanal und namhafte Kunden wie Siemens, Daimler, Henkel und Lufthansa.

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Software-Pläne von Lexmark gingen nicht auf

Abgesehen von Saperion kaufte Lexmark in den vergangenen Jahren zwölf Softwareunternehmen, um neben dem stagnierenden Druckergeschäft neue Umsatzpotenziale zu erschließen. Ziel war, ganzheitliche Digitalisierungs-Lösungen für Geschäftsprozesse anzubieten, die Dokumente und unstrukturierte Informationen vom Eintritt ins Unternehmen/Input bis zum Austritt/Output führen. Jedoch ging dieser Plan nicht auf, da keine tiefere Integration der zugekauften Produkte und Lösungen erfolgte. Geschäftliche Erfolge blieben aus und die Erwartungen der Aktionäre konnten nicht erfüllt werden.

So übernahm Ende letzten Jahres ein chinesisches Investorenkonsortium bestehend aus Apex Technology und PAG Asia Capital den Lexmark-Konzern. Da nur die Hardware von Interesse war, wurde die Software-Sparte an den Finanzinvestor Thoma Bravo veräußert, zu dessen Portfolio Hyland zählt. Bis auf Kofax und Readsoft finden sich nun unter dem Hyland-Dach alle ehemaligen Lexmark-Enterprise-Sofware-Unternehmen und eben auch Saperion.

Saperion bringt Hyland im DACH-Raum einige Vorteile

Gerade für den deutschsprachigen Raum ist die ehemalige Saperion-Sparte für Hyland wertvoll, da das Unternehmen seine Mitarbeiterzahl damit auf einen Schlag auf 57 Mitarbeiter sozusagen verachtfachen kann. Fast noch wertvoller ist eine hinzugewonnene Kundenbasis von rund 1.000 Kunden, die auf einer Saperion-Plattform arbeiten.

Wie es strategisch weitergehen soll, konnte Hyland bislang quasi nicht darlegen, da die Firmen aufgrund steuerrechtlicher Themen erst seit Anfang Oktober offiziell miteinander verbunden sind. Die Anwenderkonferenz Onbase Summit bot nun die erste richtige Gelegenheit, Genaueres zu berichtigen. Demnach soll die Saperion-Plattform längerfristig weiter unterstützt werden. Eine technische Weiterentwicklung wird es aber nicht mehr allzu lange geben. Wie die weiteren Pläne aussehen, ist in den nächsten Tagen auf ECMguide.de zu lesen.