Perforce ist bekannt als Softwarehaus für Entwicklertools, wobei ein starker Fokus bereits bislang auf Versions-Management lag. Das Know-how in diesem Segment ist also beachtlich. Und da Entwickler-Teams – ähnlich wie Web-Teams – ähnliche Zusammenarbeitsprobleme haben, lag es nahe, das Know-how nun auf WCM-Systeme zu übertragen.
Interessanterweise kam Perforce durch Kunden auf die Idee eines WCM-Systems mit integriertem Versionsmanagement. »Wir stellten fest, dass rund 60 Prozent unserer Kunden, die unsere Versionsmanagement-Tools nutzten, es zusammen mit Web-Content-Management-Systemen verwendeten«, erläutert Mark Warren, European Marketing Director von Perforce Software, im Gespräch mit ECMguide.de. »Was lag also näher, als beides in einem Paket eng zu verknüpfen.« Warren ist sich sicher, dass das bekannte Enterprise-Versionsmanagement von Perforce im Verbund mit einem intuitiven WYSIWYG-Editor Web-Teams einen wahren Leistungsschub in Sachen Zusammenarbeit, Produktivität und Präzision verspricht.
Vor allem hätten Web-Teams mit zeitraubenden Staging- und Deployment-Prozessen, Widersprüchen und Fehlern, die sich bei der Verwaltung wiederkehrender Inhalte in Entwicklungs-, Staging- und Live-Umgebungen immer wieder einschleichen, ständig zu kämpfen. »Webseiten mit Content zu füllen, dass kann jedes WCM-System«, witzelt Warren. Aber um die Verwaltung all der Änderungen, die Websites laufend erfordern (Funktionen, Inhalte, neue Projekte und Teams, Berechtigungen, Benutzerkonfiguration etc.), hat sich anscheinend keiner der Konkurrenten gekümmert.
Das alles will Perforce jetzt mit der neuen Chronicle-Version wesentlich erleichtern. Zahlreiche zeitraubende Arbeitsschritte bei der Verschiebung der Inhalte zwischen der Entwicklungs-, Staging- und Live-Umgebung werden automatisiert. »Parallele Updates lassen sich perfekt aufeinander abstimmen«, betont Warren. Die Fähigkeit zur vergleichenden Bereitstellung von Webseiten und Inhalten reduziere die Fehlerquote nun erheblich.
Außerdem erlaube das ins WCM-System integrierte Versionsmanagement eine erhöhte Compliance und umfassendere Kontrolle. Denn mit den Workflows von Chronicle gebe es nun transparente Freigabeverfahren und Rollback auf frühere Versionen. Die Regelkonformität lasse sich laut Perforce nun »mühelos dokumentieren«.
Chronicle soll ab sofort erhältlich sein. Der Preis pro Server und Jahr beläuft sich auf 10.000 US-Dollar. Zum problemlosen Ausprobieren gibt es eine kostenlose Cloud-basierte 14-Tage-Testversion. Und da Perforce seine Wurzeln in der Open-Source-Gemeinde hat, wird Chronicle zudem in einer Community-Edition angeboten, die für bis zu 20 Anwender und 1.000 Dateien kostenlos ist.