23.08.2011 (eh) Drucken
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Project Consult: De-Mail und E-Postbrief zu proprietär

Dr. Ulrich Kampffmeyer
Auch wenn es derzeit einen Hype rund um den kommenden elektronischen Briefverkehr wie De-Mail oder E-Postbrief gibt – Dr. Ulrich Kampffmeyer glaubt nicht, dass sich die neue elektronischen Briefformen breitflächig durchsetzen. »De-Mail und der E-Postbrief sind deutsche, proprietäre Sonderwege«, meint der Geschäftsführer von Project Consult Unternehmensberatung in einem ECMguide.de-Interview rund um das Thema »Postbearbeitung«. »Das Registrierungsverfahren ist aufwändig und musste für De-Mail erst per Gerichtsbeschluss gegenüber der Post durchgesetzt werden.«

Zar habe der E-Postbrief seiner Meinung nach »funktional eine Reihe von Vorteilen gegenüber De-Mail«, aber er sei nicht durch das De-Mail-Gesetz abgedeckt. »Und natürlich muss man beachten, dass es sich um geschlossene Anwendungen handelt, die entweder unabhängig von der eigenen IT genutzt werden, oder aber aufwändig in die eigene Unternehmens-Softwarelandschaft integriert werden müssen«, erläutert Dr. Kampffmeyer. »Zwar wird in beides – De-Mail und E-Postbrief – zurzeit massiv Werbung investiert, einen großen Markt hat dieser typisch deutsche Sonderweg allerdings nicht. Offenbar hat man sich auch viel vom Rechnungsversand erhofft, jedoch hat der Gesetzgeber seit 1.7.2011 die Übermittlung von elektronischen Rechnungen vereinfacht.«

Es gibt noch andere Wege – die Kommunikation über Portale

Der ECM-Spezialist verweist zwar darauf, dass die Dienste De-Mail, E-Postbrief und Reg-Mail auf eine sichere, nachvollziehbare Kommunikation setzen. Aber: »Es gibt noch andere Wege – die Kommunikation über Portale, bei denen nichts mehr versendet wird, sondern nach Login über den Zugriff auf die Datenbank des Portals Nachrichten erstellt und abgerufen werden können«, argumentiert Dr. Kampffmeyer. »Dies sieht aus wie E-Mail, funktioniert aber gänzlich anders. Gute Beispiele sind soziale Netzwerke, die sich dieses Prinzip zu Nutze machen.«

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