19.03.2014 (as)
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 CeBIT:  Zufriedener Rückblick aus ECM-Sicht

  • Inhalt dieses Artikels
  • VOI-Geschäftsführer spricht Verbesserungsvorschläge an
  • Unterstützung für kleinere Firmen gefordert

Halle 3 ist das ECM-Wohnzimmer auf der CeBIT (Bild: ECMguide.de)Mit dem Verlauf der CeBIT 2014 waren die Aussteller der ECM-Branche überwiegend zufrieden. Impressionen der ECM-Szene auf der CeBIT sind in unserer ECM-Galerie zu finden.

Nach einem schwachen ersten Messemontag, den die Business-Besucher wohl noch als Bürotag nutzten, nahmen die Besucherströme zu und hielten bis Freitag an. Insgesamt kamen mehr als 210.000 Besucher zur diesjährigen CeBIT. Die Deutsche Messe zeigt sich rückblickend zufrieden und erklärt ihr neues Konzept mit Fokus auf Fachbesucher und sichtbarem Business-Profil für gelungen: »Unsere eindeutige Positionierung zeigt bei der Besucherstruktur deutliche Wirkung: 92 Prozent der Besucher sind IT-Professionals. Jeder dritte kommt aus dem Top-Management seines Unternehmens. Mehr als ein Viertel der CeBIT-Gäste reist aus dem Ausland nach Hannover«, berichtet Oliver Freese, Vorstand der Deutschen Messe.

VOI-Geschäftsführer spricht Verbesserungsvorschläge an

Für die Vertreter der ECM-Branche hat sich durch das neue Konzept nicht viel geändert. »Die Business-to-Business-Ausrichtung war bei uns sowieso immer da. Wir spüren keine Veränderungen im Vergleich zu den Vorjahren«, meint Karl-Heinz Mosbach, Geschäftsführer des ECM-Herstellers ELO. Zufrieden ist auch der Geschäftsführer des VOI-Verbands Peter Schmerler, der dies ebenfalls von seinen Mitgliedern berichten kann: »Insgesamt sind wir mit dem Messekonzept zufrieden. Die Qualität der Besucher ist gut, auch wenn es weniger Besucher sind. Teilweise kritisiert wurde die Erhöhung der Eintrittspreise, wodurch junge Besucher abgeschreckt werden. Bei Nachwuchsproblemen in der IT-Branche trägt dies nicht gerade zur Lösung des Problems bei«. Zugute halten muss man dem Messeveranstalter jedoch, dass er für Schüler höherer Jahrgangsstufen und Studentengruppen aus dem In- und Ausland spezielle Führungen angeboten hat. Diese steuerten gezielt Aussteller an, die ein abgestimmtes Programm vorbereitet hatten.

Unterstützung für kleinere Firmen gefordert

VOI-Geschäftsführer Schmerler weist auch auf die Schwierigkeiten hin, die besonders kleinere Firmen als CeBIT-Aussteller haben: »Die gesamten Aufwandskosten sind sehr hoch und kleinere Firmen können diese oft nur schwer aufbringen. Häufig leisten kleine Unternehmen im Vorfeld der Messe auch zu wenig. Ihnen fehlt aber einfach die Power dazu. Daher sollte der Veranstalter hier etwas mehr Unterstützung bieten. Die Bereitschaft dafür, wurde uns erfreulicherweise schon signalisiert.« Vielleicht wird dann im nächsten Jahr die IT-Investitionssumme von 25 Milliarden Euro, die die CeBIT in diesem Jahr angeschoben haben will, wieder überboten.