15.06.2015 (eh)
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Ceyoniq und Uni Bielefeld: Augmented-Reality in DMS-Prozesse?

  • Inhalt dieses Artikels
  • Marktreife konkreter Anwendungsszenarien mit Datenbrillen in greifbarer Nähe
  • Ceyoniq untersützt Augmented-Reality-Forschungsarbeit rund um DMS-Prozesse
  • AR bald so selbstverständlich wie Smartphone und Tablet

Augmented-Reality-Datenbrille beispielsweise für virtuelle Datensheets oder standortübergreifende Meetings (Bild: Sputnik GmbH / Maik Porsch)Augmented-Reality-Datenbrille beispielsweise für virtuelle Datensheets oder standortübergreifende Meetings (Bild: Sputnik GmbH / Maik Porsch)Lässt sich Augmented-Reality (AR) in Dokumentenmanagement-Prozesse (DMS) integrieren? Technische Spielerei, temporärer Hype, oder doch die nächste IT-Revolution? Die Augmented-Reality und ihr tatsächlicher Nutzwert im privaten wie geschäftlichen Umfeld werden kontrovers diskutiert. Der ECM-Spezialist Ceyoniq Technology macht nun Nägel mit Köpfen. Zusammen mit der Universität Bielefeld wird an diesem Thema geforscht, und es wurden jetzt erste Anwendungsszenarien für AR-Technologie in DMS-Prozessen entwickelt.

Ceyoniq ist grundsätzlich von einer erfolgreichen Zukunft der »erweiterten Realität« insbesondere in Business-Anwendungen überzeugt: Gemeinsam mit einer Forschungsgruppe um Dr. Thies Pfeiffer am Exzellenzcluster für Kognitive Interaktionstechnologie (CITEC) der Universität Bielefeld hat der Spezialist für Enterprise-Content-Management (ECM) und Anbieter des Informationsmanagementsystems »nscale« entsprechende Forschungsarbeiten aufgenommen.

Marktreife konkreter Anwendungsszenarien mit Datenbrillen in greifbarer Nähe

»Die Forschungsarbeit rund um Datenbrillen und AR-Software macht immer größere Fortschritte«, sagt Andreas Ahmann, Leiter Forschung und Entwicklung bei Ceyoniq. »Das gilt auch für die Praxistauglichkeit der daraus resultierenden Anwendungsszenarien.« Die aktuelle Präsentation neuer Hardware in Gestalt der Datenbrille »Hololens« von Microsoft habe abermals gezeigt, dass die Marktreife konkreter Anwendungsszenarien in greifbare Nähe gerückt ist.

Nicht nur Ahmann ist vom bevorstehenden Durchbruch der Technologie im privaten wie im geschäftlichen Umfeld überzeugt: Im Rahmen einer Kooperation mit der Forschungsgruppe um Dr. Pfeiffer erarbeitet Ceyoniq mit wissenschaftlicher Unterstützung Wege des Technologietransfers für AR-Anwendungen, insbesondere im ECM-Kontext. Das übergeordnete Ziel der Zusammenarbeit: Die Optimierung des Informationsmanagements im Unternehmen durch die Verknüpfung physischer und virtueller Elemente. In den Simulationen des CITEC können Nutzer bereits heute mithilfe einer Virtual-Reality-Brille an einem physischen Arbeitsplatz Dokumente virtuell verwalten.

Ceyoniq untersützt Augmented-Reality-Forschungsarbeit rund um DMS-Prozesse

Ceyoniq unterstützt die Forschungsarbeit des Exzellenzclusters durch die Bereitstellung von Hardware und die Förderung studentischer Abschlussarbeiten. Ein weiterer Mehrwert der Kooperation liegt laut Dr. Pfeiffer jedoch auf einer anderen Ebene: »Der Technologietransfer aus der Theorie in die unternehmerische Praxis kann nur anhand realistischer Problemstellungen gelingen. So erhalten wir durch die Zusammenarbeit mit Ceyoniq wertvolle Hilfestellungen und fachlichen Input im Hinblick auf konkrete Anwendungsszenarien in der Business-IT.«

Ob es um die Einblendung von Zusatzinformationen zu physischen Elementen mithilfe virtueller Datensheets geht oder um standortübergreifende Meetings, die auf die gemeinsame Arbeit an virtuellen Projekten zugeschnitten sind – viele Einsatzszenarien im Geschäftsumfeld sind laut Ceyoniq nicht nur denkbar, auch die Umsetzung in die Praxis wird Meinung von Ahmann nicht mehr lange auf sich warten lassen.

AR bald so selbstverständlich wie Smartphone und Tablet

Der rasante Entwicklungsfortschritt auf der Hardware-Seite werde bald dazu führen, dass der Technologietransfer ins Unternehmen auch unter Kostengesichtspunkten lohnt. Die Folgen laut Ahmann: »In absehbarer Zeit werden AR-Technologien in der Arbeitswelt so selbstverständlich sein wie heute Smartphone und Tablet.«

Die wissenschaftliche Arbeit des Exzellenzclusters CITEC wird durch die Exzellenzinitiative von Bund und Ländern unterstützt. Wesentlicher Forschungsgegenstand der Einrichtung sind interaktive Werkzeuge, die für den Menschen intuitiv und leicht bedienbar sind. Für virtuelle Anwendungsfälle steht im CITEC-Forschungsgebäude eine sogenannte Cave (Cave Automatic Virtual Environment) zur Verfügung.

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