22.12.2017 (as)
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ECM-Ausblick 2018: Jochen Adler, Opentext

  • Inhalt dieses Artikels
  • Mobile Endgeräte, Wearables und Augmented Reality
  • Strategischer Ansatz und Anbieterlandschaft

Content ist König, aber Kontext ist Gott: Unternehmensinformationen kommen aus zunehmend heterogenen Quellen und müssen verknüpft und gezielt dorthin ausgespielt werden, wo sie für den einzelnen Anwender im Rahmen seiner Tätigkeit und Rolle relevant sind. Das ist der wesentliche Trend – und die entscheidende Herausforderung – für Enterprise Content Management in 2018.

von Jochen Adler, Manager Solution Consulting Deutschland, OpenText Software GmbH

Jochen Adler von Opentext meint Content ist König, aber Kontext ist Gott (Bild: Opentext)Jochen Adler von Opentext meint: Content ist König, aber Kontext ist Gott (Bild: Opentext)Wer im Unternehmenskontext heute von »Dokumenten« spricht, meint längst nicht mehr PDFs, TIFFs und Eingangskorrespondenz: »Content« kommt heute aus SAP- und CRM-Systemen, aus »Office365« und »SharePoint«, aus offen zugänglichen Quellen oder direkt von den Sensoren vernetzter Maschinen. Im Jahr 2018 zeigt sich die Stärke eines Informationsmanagement-Ansatzes gerade darin, wie er strukturierte Informationen gezielt mit bislang unstrukturierten Quellen verknüpft – und zwar von der ersten digitalen Erfassung bis zur analytischen Auswertung, von der GPS-Koordinate zur Dokumentation von Liegenschaften bis zum Monitoring relativer Luftfeuchtigkeit bei der Berechnung der Ausfallwahrscheinlichkeit industrieller Anlagen. Dabei spielt es keine Rolle, wo die Informationen gespeichert sind, Enterprise Information Management macht vor Abteilungs- und Bereichsgrenzen nicht halt. Nur so können Datensilos aufgebrochen und der Weg zur digitalen Transformation geebnet werden.

Mobile Endgeräte, Wearables und Augmented Reality

Die Präsentation von »Dokumenten« konsequent an den Bedürfnissen gewerblicher Anwender auszurichten, wird dabei zur EIM-Königsdisziplin. Deshalb geht der Trend stark zu mobilen Endgeräten, Wearables und Augmented Reality: Mobile Endgeräte verraten die Standorte ihrer Benutzer und ermöglichen es, irrelevante Umgebungsinformation auszublenden. Tablet und Augmented-Reality-Brille zeigen Servicetechnikern direkt vor Ort Explosionszeichnung und Ersatzteillisten, um eine vorliegende Störung zu beheben. Vibrationsfähige Wearables wie die Apple Watch signalisieren kritische Zustände oder erfassen im Workflow Rückmeldungen. Alles spielt zusammen.

Strategischer Ansatz und Anbieterlandschaft

In der vernetzten Informationsökonomie wird ECM zum umfassenden »Informationsmanagement« – und damit zum strategischen Ansatz. Entscheider mit Weitblick lassen sich immer seltener mit Produkt-Features und Funktionen überzeugen; sie verlangen stattdessen überzeugende strategische Gesamtkonzepte, Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen und komplexe Cloud- bzw. Hybrid-Architekturen. Diese Entwicklung begünstigt diejenigen ECM-Anbieter, die eine breite Plattform bieten und über bewährte Integrationen mit operativen, bestandsführenden Systemen verfügen – SAP, Office365 und Sharepoint, »SuccessFactors« oder auch »SalesForce«. Auch das ist 2018: Insellösungen scheitern an den Herausforderungen unserer Zeit.

Wie mit diesem Artikel bringen wir auch in den nächsten Tagen Ausblicke von ECM-Experten unterschiedlicher Anbieter auf 2018. Was wird die ECM-Szene bewegen, welche Trends und Highlights werden eine Rolle spielen? Schauen Sie bei uns vorbei, hier finden Sie die passende Lektüre für den Jahreswechsel!