18.12.2017 (as)
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Kaspersky-Studie zu Sicherheitsvorfällen bei Cloud-Lösungen

  • Inhalt dieses Artikels
  • Viele Unternehmen haben bei Cloud-Anwendungen keine Sicherheitsstrategie
  • 24 Prozent von cloudbasierten Sicherheitsvorfällen betroffen
  • Sicherheitsvorfälle betreffen meis kritische Daten
  • Sichtbarkeit herstellen
  • Anomalien erkennen
  • Sicherheitsmaßnahmen ergreifen

Obwohl 75 Prozent der Unternehmen künftig weitere Anwendungen in die Cloud verschieben wollen, geben 35 Prozent zu, dass sie nicht sicher sagen können, ob und welche Firmendaten im eigenen Netzwerk oder bei einem Cloud-Anbieter gespeichert sind. Diese Ergebnisse gehen aus einer aktuellen Studie des IT-Sicherheitsunternehmens Kaspersky LAB hervor. Da auch immer mehr Enterprise-Content-Management- (ECM-) Anwendungen in die Cloud wandern, sollten Unternehmen die Sicherheitsproblematik erkennen und ihr wie in lokalen Netzen entgegen wirken.

Viele Unternehmen haben bei Cloud-Anwendungen keine Sicherheitsstrategie

Problematisch ist auch, dass die Frage, wer aus IT-Sicherheitsperspektive für die Daten in der Cloud verantwortlich ist, oft nicht eindeutig geklärt ist. Viele Unternehmen scheinen für Cloud-Anwendungen keine Sicherheitsrichtlinien oder -standards implementiert zu haben. Laut der Kaspersky-Studie geben 70 Prozent der befragten Unternehmen, die Services von SaaS-(Software-as-a-Service) und Cloud-Anbietern nutzen, zu, keine klaren Vorgaben zu haben, wie Sicherheitsvorfälle gehandhabt werden sollen.

24 Prozent von cloudbasierten Sicherheitsvorfällen betroffen

Bei fast der Hälfte der Cloud-Sicherheitsvorfälle kam es zum Datenverlust oder anderen Schäden (Bild: Kaspersky LAB)Bei fast der Hälfte der Cloud-Sicherheitsvorfälle kam es zum Datenverlust oder anderen Schäden (Bild: Kaspersky LAB)Ein Viertel bestätigt außerdem, die Compliance-Richtlinien ihres Dienstleisters nicht überprüft zu haben; sie verlassen sich darauf, dass sich der Drittanbieter im Falle des Falles kümmert. Dennoch fühlen sich 42 Prozent der befragten Unternehmen nicht angemessen vor Vorfällen geschützt, die ihren Cloud-Service-Anbieter betreffen. Dieses Gefühl deckt sich auch mit der Realität: Immerhin ein Viertel (24 Prozent) der Unternehmen war in den vergangenen zwölf Monaten von einem Sicherheitsvorfall mit Auswirkungen auf die eigene IT-Infrastruktur betroffen, der auf eine gehostete Drittanwendung zurückzuführen war.

Sicherheitsvorfälle betreffen meis kritische Daten

Ein Sicherheitsvorfall, der Cloud-Strukturen betrifft, kostet große Unternehmen durchschnittlich 1,2 Millionen US-Dollar, bei kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMUs) sind es mit 100.000 US-Dollar deutlich weniger. Betroffen sind dabei meist kritische Daten wie hochsensible Kundeninformationen (49 Prozent bei KMUs und 40 Prozent bei großen Unternehmen), Mitarbeiterinformationen (25 Prozent und 36 Prozent) sowie E-Mails und interne Kommunikation (31 Prozent und 35 Prozent).

Kaspersky Lab empfiehlt Unternehmen zum Schutz von in der Cloud gespeicherten Daten folgende Maßnahmen:

Sichtbarkeit herstellen

Einsicht in die Cloud-Infrastrukturen und deren Cybersicherheitsebenen ermöglicht es zu wissen, wo sich die Daten befinden und ob deren derzeitiger Schutzstatus die eigenen Sicherheitsstandards im Unternehmen erfüllen.

Anomalien erkennen

Durch eine Kombination von Techniken, einschließlich maschinellem Lernen und Verhaltensanalyse, werden Unregelmäßigkeiten erkannt, die auf eine Kompromittierung hinweisen können. Die Fähigkeit, unbekannte Bedrohungen zu erkennen und zu bekämpfen, ist für die Sicherheit einer Cloud-Infrastruktur von grundlegender Bedeutung.

Sicherheitsmaßnahmen ergreifen

Für Cloud-Infrastrukturen – egal ob Hybrid-, Public- oder gehostete Cloud – sollten eigene Datenschutzmaßnahmen bestehen, ebenso wie für Daten, die sich direkt im Unternehmen befinden. Für Cloud-Strukturen gibt es spezielle Sicherheitslösungen wie Kaspersky Cloud Security.