15.11.2015 (eh)
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Bitkom bringt Argumentationsleitfaden für einen ERP-Einsatz

  • Inhalt dieses Artikels
  • Bitkom: Zehn Argumente für einen Unternehmenseinsatz von ERP-Software
  • Etwas Historie: Wie aus aus MRP schließlich ERP wurde

Historie: Wie aus MRP im Laufe der Zeit ERP wurde (Bild: Bitkom)Historie: Wie aus MRP im Laufe der Zeit ERP wurde (Bild: Bitkom)Ein ERP-System ist sehr sehr vielen Unternehmen zu finden. SAP ist weltweit der größte Anbieter einer ERP-Lösung (Enterprise Resource Planning). Auch Microsoft schickt sich an, hier mitzureden. Und dann gibt es noch interessante eher lokale Anbieter wie beispielsweise Comarch oder Psipenta. Auch ECM-Anbieter (Enterprise Content Management) nehmen sich dem Thema an, und integrieren Schnittstellen zu ERP-Lösungen. Beispiele sind hier Optimal Systems oder ELO Digital Office.

Aber letztendlich sind ERP-Systeme noch nicht in allen Unternehmen zu finden. Brauchen Sie also als geneigter Administrator, Rechenzentrumsleiter oder angehender CIO noch Argumentationshilfen? Der Digitalverband Bitkom hat jetzt die neue Publikation »Enterprise Resource Planning: Bausteine einer betriebswirtschaftlichen Komplettlösung« herausgebracht. Hier wird ERP mit seinen Anwendungsbereichen erklärt, und der konkrete Mehrwert von ERP-Software für den unternehmerischen Einsatz beschrieben. kostenlos verfügbar

Denn ERP gilt mittlerweile als das zentrale Softwaresystem, mit dem Unternehmen ihre betrieblichen Ressourcen verwalten und deren Einsatz steuern können. Zudem hilft ERP, Geschäftsprozesse im laufenden Betrieb effizienter zu machen.

Bitkom: Zehn Argumente für einen Unternehmenseinsatz von ERP-Software

► 1. ERP bildet die kompletten Strukturen und Abläufe des Unternehmens ab: Anstatt nur die einzelnen Geschäftsbereiche in den Blick zu nehmen, betrachtet ERP sämtliche Prozesse und betriebswirtschaftlichen Abläufe und bildet sie in ihrer Gesamtheit ab.
► 2. ERP funktioniert für jede Rolle und in jedem Kontext: Gleichzeitig operieren moderne ERP-Systeme rollen- und kontextbasiert. Als Glied in der Wertschöpfungskette wird jeder Mitarbeiter unabhängig von seinem Geschäftsbereich digital abgebildet und seinen Aufgaben gemäß unterstützt.
► 3. ERP dient als wichtige interne Informationsquelle: Als zentrales Informationssystem hält ERP alle relevanten Daten für beliebige Auswertungen und Berichte zur Unterstützung von Managemententscheidungen oder das Controlling des Unternehmens bereit.
► 4. ERP ist als zentrales System allen zugänglich: Sämtliche Daten sind an einem Ort abgelegt und können von jedem eingesehen werden, der am Geschäftsprozess beteiligt ist. Egal ob Buchhalter, Manager, Logistiker oder Mitarbeiter im Vertrieb – als zentrale Quelle versorgt das System jeden mit den nötigen Informationen.
► 5. ERP vereinfacht das Komplexe: Die eng verflochtenen, ineinandergreifenden Abläufe im Unternehmen bricht ERP auf einheitliche und simple Strukturen herunter, so dass die Daten für wichtige Entscheidungen, Prognosen oder Reaktionen im Handumdrehen bereit stehen.
► 6. ERP kann für jede Branche angepasst werden: Die Hersteller von ERP-Systemen bieten ihren Kunden maßgeschneiderte Lösungen, die auf jedes Unternehmen aus jeder Branche speziell angepasst werden. Anhand genauer Analysen entwickeln sie eine ERP-Software, die den Besonderheiten des Unternehmens Rechnung trägt.
► 7. ERP berücksichtigt lokale Gesetze und Gegebenheiten: Wer heute global agieren möchte, kommt trotzdem nicht an lokalen Gesetzen vorbei. ERP kann flexibel an diese lokalen oder regionalen Besonderheiten angepasst werden, so dass sie dem Geschäftsprozess nicht mehr hindernd im Weg stehen.
► 8. ERP verbessert die gemeinsame Zusammenarbeit verschiedener Unternehmen: Von der Materialbeschaffung über die Produktion bis hin zur Distribution interagieren häufig viele unterschiedliche Unternehmen. Als verbindendes System koppelt ERP die einzelnen Bereiche aneinander, so dass in jedem Schritt jedes andere Glied der Produktionskette berücksichtigt wird.
► 9. Ohne ERP entsteht ein Wettbewerbsnachteil: Die verschiedenen Vorteile von ERP-Systemen stärken die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen maßgeblich. Im Umkehrschluss kann das dazu führen, dass Unternehmen ohne moderne ERP-Software im nationalen sowie internationalen Wettbewerb schwächer aufgestellt sind als die Konkurrenz.
► 10. ERP hat Zukunft: Die Industrie wird immer digitaler: Alleine im ITK-Bereich setzen mittlerweile 31 Prozent der Unternehmen Industrie 4.0-Lösungen ein. In Zukunft werden auch ERP-Anbieter noch stärker von der wachsenden Digitalisierung profitieren.

»Enterprise-Resource-Planning ist das zentrale Nervensystem eines Unternehmens. Es plant, steuert und optimiert wichtige betriebliche Prozesse«, sagt Bitkom-Experte Frank Termer. »ERP-Systeme verbessern den Einsatz von Zeit oder Material und führen damit zu erheblichen Einsparungen, so dass sich die Anschaffung eigentlich immer auszahlt.«

Etwas Historie: Wie aus aus MRP schließlich ERP wurde

Wussten Sie, dass sich heutige ERP-Lösung aus früheren MRP-Entwicklungen herauskristallisierten? MRP stand in den 1960er Jahren für »Material Requirements Planning«. Im Gegensatz zum Order-Point-Konzept basiert MRP auf deterministischen Bedarfen, sodass die Stücklisten und der sich daraus ableitende Bruttosekundärbedarf als Einflussgrößen in die Bedarfsplanung eingehen.

Der Begriff des »Manufacturing Resource Planning« (MRP II) kam 1984 auf. Die wichtigste Erweiterung war seinerzeit damit das Planen gegen begrenzte Kapazitäten. In den frühen 1990er Jahren begann die Entwicklung der ERP-Systeme, die den MRP-II-Ansatz um rechnungswesenorientierte Module, komplexe Module zur operativen Produktionsplanung und -steuerung und um die Bereiche der Instandhaltung, Auftragsverwaltung und Personalwirtschaft erweiterten.

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