11.10.2013 (eh)
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IDC: Deutscher Enterprise-Social-Markt wächst kräftig

  • Inhalt dieses Artikels
  • Viele Social-Media-Kanäle für die Innen- und Außen-Kommunikation
  • Zum Testen: Bitrix24 ist für bis zu zwölf Anwender kostenlos
  • Senior-Management muss hinter Social-Media stehen
Ein Social-Intranet vereinigt die gewohnten Arbeitstools für Aufgaben- und Dokumentenmanagement mit den Services der sozialen Netzwerke (Bild: Bitrix24)
Ein Social-Intranet vereinigt die gewohnten Arbeitstools für Aufgaben- und Dokumentenmanagement mit den Services der sozialen Netzwerke (Bild: Bitrix24)
Enterprise-Social ist international auf dem Vormarsch, und verändert die interne und externe Kommunikation von Organisationen. Dass Social-Media-Anwendungen nun auch in deutschen Unternehmen zunehmend genutzt werden, bestätigt das IT-Marktforschungs- und Beratungsunternehmen IDC in der neuen Studie »Enterprise Social Software in Deutschland 2013«. Mit jährlichen Wachstumsraten von durchschnittlich 44,2 Prozent wird sich der Markt der Enterprise-Social-Lösungen demnach bis zum Jahr 2017 vervierfachen.

Laut IDC-Prognose entspricht dies dann einem Marktvolumen von 134,6 Millionen Euro. Hier geht es den Unternehmen nicht nur um die Optimierung der internen Kommunikation, der Organisation von Projektteams oder dem effektiven Nutzen interner Ressourcen. Entscheidend ist der ganzheitliche Ansatz, der mittels Enterprise-Social-Networks und Social-CRM Systemen einen durchgängigen Zugriff auf Daten, Apps und Services ermöglicht und interne sowie externe Stakeholder zusammenführt – also auch Geschäftspartner, Lieferanten und Kunden in das Erreichen von Unternehmenszielen einbindet.

Viele Social-Media-Kanäle für die Innen- und Außen-Kommunikation

Enterprise-Social umfasst eine Vielfalt von Informationskanälen: Dem Mitarbeiter stehen typischerweise E-Mail, Kollaboration-Tools, soziale Unternehmensnetzwerke (meist als Enterprise-Social-Networks oder Social-Intranet bezeichnet), Instant-Messaging, Audio-, Video- und Webkonferenzen sowie Desktop- und File-Sharing zur Verfügung. Vor allem integrierte soziale Plattformen und Enterprise-Social-Networks stellen nach Meinung der Analysten zukünftig das »Communication & Collaboration Backbone« eines Unternehmens dar.

Enterprise-Social-Networks boomen deshalb. Yammer beispielsweise ist ein Highflyer in den USA, und wurde von Micorosoft letztes Jahr für 1,2 Milliarden US-Dollar übernommen. Hierzulande tut sich der Dienst allerdings noch schwer. Hiesige Kundenreferenzen wie der Technikkonzern ABB oder das Energieunternehmen TGE Gas Engineering sind rühmliche Ausnahmen.

Zum Testen: Bitrix24 ist für bis zu zwölf Anwender kostenlos

Auch der CRM-Spezialist Salesforce.com setzt mit »Salesforce Chatter« auf ein soziales Mitarbeiternetzwerk für Unternehmen. Gedacht ist es eher für Großunternehmen. Besser für kleinere und mittelgroße Unternehmen (KMU) ist »Bitrix24« vom Softwarehaus Bitrix zugeschnitten. Hier gibt es eine kostenlose Version für bis zu zwölf Nutzer zum problemlosen Ausprobieren. Wer Gefallen daran findet, und auch mehr Speicherplatz benötigt, kann schließlich auf die Bezahlversionen »Standard«, »Professional« und »Enterprise« aufsteigen. Bitrix24 hat ein CRM überdies bereits eingebaut

Weitere Social-Intranet-Angebote gibt es unter anderem noch von IBM mit »IBM connections«, status.net, jive, socialcast, Live Ray, Just Software oder Teambox. Der IT-Dienstleister Atos setzt auf die Lösung BlueKiwi, und will damit gleich alle internen E-Mails abschaffen. Das Anfang 2011 gestartete »zero email«-Projekt nimmt Atos so wichtig, dass man sich den Tool-Lieferanten gleich einverleibte.

Senior-Management muss hinter Social-Media stehen

Die größte Hürde für den Einsatz von sozialen Medien liegt freilich in der Schwierigkeit, den Einfluss von Social-Media-Aktivitäten auf die Geschäftsziele zu messen. Viele von IDC Befragte führen demzufolge auch die Rechtfertigung für Social-Media-Ausgaben und die fehlende Unterstützung des Senior-Managements als wesentliche Herausforderungen an.

»Dies deckt sich mit der IDC-Ansicht, dass viele Unternehmen den Nutzen insbesondere auch von Enterprise-Social-Networks noch nicht greifen beziehungsweise beziffern können«, sagt Mark Schulte, Consultant bei IDC in Frankfurt. »Hier sind die Anbieter gefragt, mögliche Produktivitätsverbesserungen der Mitarbeiter besser aufzuzeigen. Aber auch Anwenderunternehmen sollten sich die Frage stellen, ob letztendlich nicht auch weiche Faktoren wie eine erhöhte Mitarbeiterzufriedenheit die Einführung von sozialen Netzwerken in Unternehmen rechtfertigen.«

. Kommentare (1)
20.09.2014 - flip

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