18.11.2016 (eh)
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Lünendonk-Studie: Data-Analytics krempelt die Beratungswelt um

Die Digitale Transformation krempelt auch die Beratungswelt um. Mit Data-Analytics, also analytischer Software, geht die Branche ins digitale Beraterzeitalter, sagt die neueste Studie aus dem Hause des Kommunikationsunternehmens Lünendonk. Auf geht’s zum »Consulting 4.0«.

In welcher Projektphase steckt noch das größte Potenzial für Effizienzverbesserung? Richtige Datenanalyse lässt Zusammenhänge erkennen (Grafik/Quelle: Lünendonk)In welcher Projektphase steckt noch das größte Potenzial für Effizienzverbesserung? Richtige Datenanalyse lässt Zusammenhänge erkennen (Grafik/Quelle: Lünendonk)Egal ob im Vertrieb, dem Marketing, der Fertigung oder in sozialen Netzwerken – heute werden überall Daten gesammelt und das Datenvolumen steigt weiter rapide an. Nun heißt es, die Daten sinnvoll zu analysieren und einzusetzen, um in Geschäftsprozessen einen entsprechenden Mehrwert zu generieren. Zwar ist die Auswertung von gesammelten Daten für Beratungsunternehmen nichts Neues. Doch wie gehen Berater mit den immer größeren und vielfältigeren Datenmengen um? Und sind neue analytische Tools essentiell für den Beratungserfolg?

Lünendonk geht mit seiner aktuellen Studie »Consulting 4.0 – Mit Analytics ins digitale Beraterzeitalter« diesen Fragen auf den Grund und hat Führungskräfte aus mittelständischen und großen Managementberatungen befragt. Die Studie wurde zusammen mit Tableau konzipiert, und wird als interaktives Dashboard kostenlos veröffentlicht. Die Interessenten können so direkt in die Daten klicken und sich die einzelnen Perspektiven unterschiedlicher Befragungsgruppen anschauen.

Noch kommen zu viele altbackene Tools wie »Excel« zum Einsatz

2016er Lünendonk-Studie »Consulting 4.0 – Mit Analytics ins digitale Beraterzeitalter« (Bild: Lünendonk)2016er Lünendonk-Studie »Consulting 4.0 – Mit Analytics ins digitale Beraterzeitalter« (Bild: Lünendonk)Knapp drei Viertel der 103 befragten Managementberater gaben an, analytische Software zu nutzen. Häufig handelt es sich dabei noch um klassische Tools wie Excel oder Standardwerkzeuge von Microsoft oder SAP sowie Eigenentwicklungen.

Agile und interaktive Software-Tools, die in der Regel eine tiefere Analyse zulassen, kommen bei noch nicht einmal der Hälfte der befragten Berater zum Einsatz. Hier besteht noch ein großer Nachholbedarf, denn 77 Prozent der Consultants sind voll oder zu einem hohen Teil der Ansicht, mit Hilfe von analytischer Software und Algorithmen Zusammenhänge besser zu erkennen und dadurch Beratungsprojekte besser umzusetzen.

Echte BI-Tools böten ein enormes Effizienzpotenzial

Neben den inhaltlichen Mehrwerten böte indes Business-Intelligence-Software auch ein enormes Effizienzpotenzial. Laut der Lünendonk-Studie sind 93 Prozent der Befragten der Meinung, mindestens doppelt so schnell in die Analyse- und Umsetzungsphase zu kommen. Durch ein solch hohes Einsparungspotenzial können die Berater ihre Projekte deutlich schneller vorantreiben sowie den Unternehmenserfolg positiv beeinflussen.

Das größte Effizienzpotenzial sehen die Befragen in der Analyse sowie dem Erkennen von Zusammenhängen. Aber auch in der Phase »Datensammlung, Research und Informationsgewinnung« vermuten die Befragten eine deutliche Potenzialsteigerung. Dies bestätige erneut, wie sinnvoll der Einsatz von agiler Analysesoftware sein kann.

»Die Vernetzung der Daten führt unweigerlich dazu, dass Berater mit einer Vielzahl an Daten aus den unterschiedlichsten Datenquellen in ihren Kundenprojekten umzugehen haben. Deshalb müssen Analysetools zukünftig in der Lage sein, datenbankübergreifende Integration und Auswertungen leicht zu ermöglichen und die Daten zudem verständlich darzustellen«, erklärt Mario Zillmann, Partner bei Lünendonk und Studienautor.

Die unterschiedlichen Datenquellen würden laut der Studie tatsächlich ein Problem für die Managementberatungen darstellen. Managementberater empfänden deren Konsolidierung zumeist als aufwändig und zeitraubend.

Social-Media-Daten für die Unternehmensanalyse begehrt

Andererseits wollen die Beratungsunternehmen das Potenzial von noch mehr differenzierten Datenquellen nutzen. So zeigt die Studie, dass Social-Media-Daten von rund einem Drittel bereits genutzt werden. Ein weiteres Drittel möchte die Daten ebenfalls aktiv zur Analyse nutzen, tut dies aber noch nicht.

Ähnlich verläuft es mit Sensor-, RFID- und Maschinendaten. Sie bergen ein enormes Datenwissen, werden aber noch nicht sehr häufig ausgewertet. Die Consultants würden die Daten allerdings gerne nutzen. Hemmnisse sind hier wiederum die aufwändige Datenkonsolidierung sowie der fehlende Einsatz passender Analyse-Software.

Der Großteil der befragten Managementberater ist jedoch der Ansicht, dass durch den Einsatz von Analytics-Tools Beratungsprojekte nachhaltig verändert werden und Wettbewerbsvorteile mit sich bringen.

Hintergrund zur aktuellen Lünendonk-Studie

Für die Lünendonk-Studie »Consulting 4.0 – Mit Analytics ins digitale Beraterzeitalter« wurden im Zeitrahmen von Juni bis August 2016 103 Unternehmensberater aus dem Mittelstand sowie Großunternehmen befragt. Dadurch erhalten Anbieter- und Anwenderunternehmen wichtige Informationen für ihre jeweiligen Planungen. Die Studie entstand in fachlicher Zusammenarbeit mit Tableau, einem führenden Anbieter für analytische Software. Die Auswertung und Gestaltung der Studie ist im Tableau-Design entstanden und bietet dem Leser ein interaktives, intuitives Dashboard mit für ihn relevanten Informationen.

Die Lünendonk-Studien gehören als Teil des Leistungsportfolios der Lünendonk GmbH zum »Strategic Data Research« (SDR). In Verbindung mit den Leistungen in den Portfolio-Elementen »Strategic Roadmap Requirements« (SRR) und »Strategic Transformation Services« (STS) ist Lünendonk in der Lage, Beratungskunden von der Entwicklung der strategischen Fragen über die Gewinnung und Analyse der erforderlichen Informationen bis hin zur Aktivierung der Ergebnisse im operativen Tagesgeschäft zu unterstützen.

Mit dem Konzept »Kompetenz3« bietet Lünendonk unabhängige Marktforschung, Marktanalyse und Marktberatung aus einer Hand. Der Geschäftsbereich Marktanalysen betreut die seit 1983 als Marktbarometer geltenden »Lünendonk-Listen und –Studien« sowie das gesamte Marktbeobachtungsprogramm.

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