15.11.2016 (eh)
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Adobe erweitert »Document Cloud« um drei neue Features

  • Inhalt dieses Artikels
  • Zertifikate berücksichtigen auch die eIDAS-EU-Verordnung
  • Das ist die »Adobe Acrobat Document Cloud«

Jetzt ist in der »Document Cloud« der Vergleich von Änderungen an zwei Dokumenten möglich (Bild: Adobe)Jetzt ist in der »Document Cloud« der Vergleich von Änderungen an zwei Dokumenten möglich (Bild: Adobe)Nach einem letzten Update im Mai dieses Jahres hat Adobe nun drei weitere neue Funktionen für »Adobe Acrobat Document Cloud« vorgestellt. Die neuen Features sind für Adobe-Document-Cloud-Abonnenten ab sofort verfügbar.

Eine neue Dateien-Vergleichsfunktion unterstützt die Versionskontrolle, wenn mehrere Benutzer an einem Dokument arbeiten. Die Ansicht zeigt nun erstmals zwei Versionen desselben Dokuments, wobei die bearbeiteten und farbcodierten Bearbeitungen nun einfacher verglichen werden können. Dabei wird auch ein Report erstellt, der alle Änderungen und Löschungen dokumentiert. So lässt sich feststellen, wer was geändert hat.

Die Dateien-Vergleichsfunktion gab es natürlich schon, aber von den Möglichkeiten her wurde sie jetzt erweitert. Die Funktion ähnelt den Bearbeitungsmöglichkeiten von »Google Text & Tabellen«, mit der Ausnahme, dass zwei Versionen des Dokuments nebeneinander angezeigt werden. Darüber hinaus erkennt Acrobat automatisch zwei Dateien, die ähnlich aussehen und lädt sie zur Überprüfung. »Ein Anwender kann auch Bilder vergleichen«, betont Lisa Croft, Group Product Marketing Manager für Adobes Document Cloud, gegenüber ECMguide.de. Hierbei werde Phtoshop-Technologie angewandt.

Zertifikate berücksichtigen auch die eIDAS-EU-Verordnung

Microsoft-»Surface Pro«-Benutzer können nun PDF-Dokumente ganz einfach signieren (Bild: Adobe)Microsoft-»Surface Pro«-Benutzer können nun PDF-Dokumente ganz einfach signieren (Bild: Adobe)Angekündigt wurde auch ein neues Zertifikate-Tool zur Unterstützung bei der Signierung, Zertifizierung und Überprüfung von Dokumenten. Adobe hat hier laut Croft speziell auf Funktionen in Übereinstimmung mit dem elektronischen Signaturgesetz geachtet, das vor kurzem in der Europäischen Union in Kraft getreten ist. Seit dem 1. Juli müssen sich digitale Dokumente in der Europäischen Union an die eIDAS-Verordnung zur Erhöhung der grenzüberschreitenden digitalen Signatur halten.

Neu ist in der Adobe-Document-Cloud nun auch eine Integration der Microsoft-DirectInk-Technologie. Dadurch können nun »Surface Pro«-Benutzer PDF-Dokumente auf ihren Geräten mit einem Stift oder Fingerabdruck bearbeiten. Es gibt zwar eine ähnliche Lösung auch für Mac-Computer. Aber Croft betont, dass die Lösung mit Microsoft »eleganter und intuitiver« sei – DirectInk sei mit Apple »nicht direkt vergleichbar«.

Das ist die »Adobe Acrobat Document Cloud«

Mit der Vorstellung der Document-Cloud vor knapp eineinhalb Jahren hat Adobe erstmals neue Lösung für die Dokumenten-Verwaltung in der Cloud vorgestellt. Die Software dient in erster Linie als Bearbeitungs-Tool, Speicher und Verteil-Kanal für PDFs. Adobe hat sich mit der Document-Cloud das Ziel gesetzt, die Art, wie Dokumente behandelt werden, zu revolutionieren. Laut einer IDC-Studie sind 80 Prozent aller Dokumente nicht digital verfügbar – für Adobe ein großer Störfaktor, der effektives Arbeiten erschwert.

Mit Hilfe der Document-Cloud will das Unternehmen es Nutzern ermöglichen ausschließlich auf digitale Dokumente zurückzugreifen. Der Adobe-Anspruch lautet, dass die Art und Weise, wie Menschen ihre Arbeit mit Dokumenten erledigen revolutioniert werden soll. Die grundlegenden Funktionen unterscheidet sich dabei nicht von anderen Cloud-Lösungen: Dokumente werden in der Cloud gespeichert und sind dann plattformübergreifend verfügbar. Als Entwickler der PDF-Technologie ist man allerdings anderen Cloud-Lösungsanbietern, die ebenfalls stark auf PDF abheben, immer einen Schritt voraus.

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