08.05.2013 (eh)
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Adobe stellt endgültig auf Cloud-Abomodell um

  • Inhalt dieses Artikels
  • Online-Community Behance ist Teil der Adobe Creative Cloud
  • Nicht von schlechten Eltern: 86,09 Euro monatlich pro Team-Arbeitsplatz für Adobe Creative Cloud
Neue Adobe-Hardware »Project Mighty« und »Napoleon Ruler« (Bild: Adobe)
Neue Adobe-Hardware »Project Mighty« und »Napoleon Ruler« (Bild: Adobe)
Das Softwarehaus Adobe wagt die endgültige Umstellung seines Geschäfts hin zu einem Cloud-basierten Lösungsangebot. Die Kreativ-Pakete wie »Photoshop« (Bildbearbeitung) oder »Indesign« (Layout von Publikationen) sollen künftig nur noch im Abo-Modell statt als Verkaufsversion erhältlich sein. Unter der Marke »Creative Cloud« (CC) gab es Aboversionen bereits seit mehr als einem Jahr. Aber nun will man sich von den Box-Versionen endgültig verabschieden. Adobe gibt sich zuversichtlich, man rechnet bis 2015 mit vier Millionen Abo-Kunden.

Es gibt aber eine kleine Ausnahme: Die derzeitige Suite »Creative Suite 6« soll weiterhin als Box-Version verkauft werden – aber eine neue Version sei nicht geplant.

Online-Community Behance ist Teil der Adobe Creative Cloud

Freilich bietet die neue Creative-Cloud-Version, wie im Cloud-Computing üblich, eine Vielzahl neuartiger Features und CC-Desktop-Applikationen, die den Arbeitsprozess und die Möglichkeiten für Zusammenarbeit und Publishing über verschiedene Geräte hinweg vereinfachen sollen: Dateien lassen sich in der Creative Cloud unter Mac OS, Windows, iOS und Android speichern oder via Cloud synchronisieren und teilen. »Behance«, die Online-Community für Kreative, ist jetzt mit der Creative Cloud integriert. Anwender können ihre Arbeiten präsentieren, Feedback zu Projekten einholen und sich weltweite Aufmerksamkeit verschaffen.

Neben neuen Möglichkeiten für die Zusammenarbeit und das Publishing sowie die Kreativ Community von Behance beinhaltet das Update der Creative Cloud die nächste Generation der Adobe Desktop-Anwendungen – darunter »Photoshop CC«, »InDesign CC«, »Illustrator CC«, »Dreamweaver CC« und »Premiere Pro CC«. Die aktualisierten Desktop-Applikationen von Adobe – auch bekannt als Creative Suite (CS) – sind ab sofort mit dem Zusatz CC gekennzeichnet. Damit soll deutlich werden, dass sie ein integraler Bestandteil der Creative Cloud sind und vollständig aktualisiert wurden, um neue und vernetzte Wege der Gestaltung zu ermöglichen.

Nicht von schlechten Eltern: 86,09 Euro monatlich pro Team-Arbeitsplatz für Adobe Creative Cloud

Die Kosten einer Jahresmitgliedschaft für die Adobe Creative Cloud für Einzelpersonen betragen 61,49 Euro monatlich. Für Teams liegen die Kosten bei 86,09 Euro monatlich pro Arbeitsplatz. Ein spezielles Angebot in der Höhe von 36,89 Euro gibt es für Kunden von CS3 oder späteren Versionen. Mitgliedschaften für Schüler, Studierende und Lehrende sind ebenfalls für 19,99 Euro erhältlich. Kunden von CS3 oder späteren Versionen erhalten das erste Jahr die Creative Cloud für Teams zum Preis von 49,19 Euro monatlich pro Arbeitsplatz.

Adobe erfindet sich aber nicht nur in der Cloud neu – es gibt nun auch die ersten eigenen Geräte des Software-Spezialisten. Zum einen ist es ein vernetzter Stift für die Eingabe auf Touchscreens mit dem Namen »Project Mighty«. Zum anderen gibt es ein digitales Lineal mit der leicht ironischen Bezeichnung »Napoleon Ruler«.

Übrigens: Im Rahmen der Megaankündigung wird auch das Grafik-Programm »Fireworks« ganz eingestellt. Die PDF-Software Acrobat soll dagegen weiterhin auch separat zum Kaufen außerhalb der Creative Cloud erhältlich sein.

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