26.08.2019 (pma)
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Cocq scannt Bußgeldbescheide für drei Landkreise in NRW

  • Inhalt dieses Artikels
  • Ausbau der E-Government-Aktivitäten
  • Rechnungseingang für Maschinenbauer beschleunigt
  • Cocq seit Juli wieder eigenständig

Klaus Jahnhofen Cocq-Datendienst GmbHKlaus Jahnhofen, Geschäftsführer der Cocq Datendienst GmbH, übernimmt mit seinem Unternehmen für drei Kreise in NRW die Verarbeitung der Papierdokumente aus dem Fachbereich Ordnungswidrigkeiten (Bild: Cocq Datendienst).

Cocq Datendienst übernimmt für den Kreis Soest, den Märkischen Kreis und den Hochsauerlandkreis die Digitalisierung der Papierdokumente aus dem Fachbereich Ordnungswidrigkeiten. Alle drei Kreise sind Kunden der Südwestfalen-IT (SIT). Die ist Anfang 2018 aus einem Zusammenschluss der Unternehmen Citkomm in Hemer und KDZ Westfalen-Süd in Siegen hervorgegangen. Bereits seit 2015 war Cocq Digitalisierungspartner der Citkomm. Das aktuelle Projekt sieht der Dienstleister als Ausgangspunkt für eine umfangreichere Zusammenarbeit mit der Südwestfalen-IT und verstärkte Aktivitäten im Bereich der öffentlichen Verwaltung.

Für die Bearbeitung von Unterlagen im Bereich Ordnungswidrigkeiten nutzen der Kreis Soest und der Märkische Kreis schon länger die Fachanwendung SC-OWI. Der Hochsauerlandkreis setzt sie seit 1. April 2019 ein. Die Entscheidung wurde auch durch die beständig gute Qualität der Arbeit von Cocq mit den beiden anderen Kreisen beeinflusst. So wird das vereinbarte Service-Level-Agreement von 24 Stunden durchgehend eingehalten und liegt der Anteil der Dokumente, die nicht automatisch importiert werden können, dauerhaft unter zwei Prozent.

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Ausbau der E-Government-Aktivitäten

Pro Kreis und Monat müssen insgesamt jeweils mehrere tausend Dokumente erfasst werden. Ein Großteil sind Rückläufer von Bürgerinnen und Bürgern, denen eine Ordnungswidrigkeit zur Last gelegt wird. Aber auch Schriftstücke der Kreisverwaltung, Unfallakten der Polizei und weitere, umfangreiche Dokumente gehören dazu.

Durch die Zusammenarbeit mit Cocq wollen die Verwaltungen ihre E-Government-Aktivitäten und die Einführung der kommunalen E-Akte voranbringen. Denn bei der Fachanwendung SC-OWI fallen zahlreiche Papierbelege an. Die werden nun an eine eigene Postadresse in Hamburg geschickt, von Cocq entgegengenommen und an Scan-Hochleistungsstrecken digitalisiert und indiziert. Die gewonnenen Dateien übermittelt der Dienstleister über eine gesicherte FTP-Verbindung im Stundentakt an einen Server bei der SIT. Die Kreisverwaltungen übertragen die Dateien dann von dort in ihre Fachanwendungen.

Rechnungseingang für Maschinenbauer beschleunigt

Erst kürzlich hatte Cocq die Rechnungseingangsverarbeitung für die Firma Hauni Maschinenbau mit Sitz in Hamburg übernommen. Das jährlich zu verarbeitende Volumen liegt dort bei etwa 180.000 Rechnungen und umfasst auch Belege mehrerer Tochterunternehmen.

Auch die Leistungen für Hauni unterliegen einem 24-Stunden-Service-Level-Agreement. Außerdem sagt Cocq eine 99,9-prozentige Qualität auf Feldebene zu. Dank der von Cocq gelieferten Daten können die Rechnungen automatisch zur Zahlung weitergeleitet werden. Damit konnte Hauni den Aufwand bei der Bearbeitung von Rechnungen deutlich reduzieren. Die wurden zwar auch bisher schon gescannt, aber die Erkennungsrate lag deutlich niedriger und die einzelnen Positionen mussten noch manuell zugewiesen werden.

Cocq seit Juli wieder eigenständig

Cocq Datendienst agiert seit Juli 2019 wieder als selbstständiges Unternehmen, nachdem es 2010 der ANS-Gruppe beigetreten war. Die wurde jetzt von der AirITSystems GmbH übernommen. Im Zuge des Verkaufs hat Klaus Jahnhofen, der bisherige Geschäftsführer, die Gesellschafteranteile zurückerworben.

»Für unsere Kunden und Partner ändert sich durch die neuen Eigentümerverhältnisse nichts«, sagte Jahnhofen im Juli. »Unser Mitarbeiter-Team bleibt erhalten und wir fokussieren uns weiterhin auf unser Angebotsspektrum Scandienstleistung, Dokumentenmanagement, Datenextraktion und das Hosting im eigenen Online-Archiv.«