26.12.2013 (eh)
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Deutsche Post liebäugelt jetzt doch mit De-Mail

Infografik: Was ist De-Mail? (Bild: Bundesministerium des Innern)
Infografik: Was ist De-Mail? (Bild: Bundesministerium des Innern)
Eigentlich wollte die Deutsche Post von De-Mail nichts wissen, und favorisierte stattdessen ihren E-Postbrief. Im Frühjahr hatte man sich offiziell davon verabschiedet, und leitete stattdessen eine Entwicklungsoffensive beim E-Postbrief ein. Und im Sommer gab es noch eine Beschwerde bei der Europäischen Kommission und einen »Brandbrief« von Post-Vorstand Jürgen Gerdes an die Ministerpräsidenten der Länder. Doch es half alles nichts – die De-Mail nimmt anscheinend langsam Fahrt auf.

Wie die »Frankfurter Allgemeine Zeitung« (FAZ) kürzlich indes schrieb, weicht die Haltung der Deutschen Post allerdings auf. »Wir befinden uns in sehr vielversprechenden Gesprächen über die De-Mail-Zertifizierung«, sagte ein Deutsche-Post-Sprecher gegenüber der FAZ.

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Nur sehr langsame De-Mail-Akzeptanz bei Privatkunden

Bislang gibt es nur zwei zertifizierte De-Mail-Anbieter: Francotyp-Postalia und die Deutsche Telekom. Auf das Angebot der Telekom setzt technisch der Internet-Anbieter 1&1 auf, der es über seine Marken GMX und web.de vermarktet.

Wie es aussieht, springen auf das De-Mail-Angebot vor allem Unternehmen und Behörden auf. Privatkunden nutzen es dagegen kaum. »Wir sehen überall Zuwächse, aber die Entwicklung der Privatkunden bleibt bisher hinter den Erwartungen zurück«, sagte ein Telekom-Sprecher gegenüber der FAZ. Über die 1&1-Dienste sollen sich gut 420.000 Kunden angemeldet haben. Aber nur 170.000 von ihnen hätten sich anschließend auch die Mühe gemacht, sich unter Vorlage ihres Personalausweises zu identifizieren, so dass ihr Konto tatsächlich freigeschaltet werden konnte.

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