16.02.2014 (eh)
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IDC: NSA-Affäre beeinflusst sogar das Print-Management

  • Inhalt dieses Artikels
  • NSA-Affäre zeigt Wirkung: Sicherheit hat höchste Priorität
  • Produktivität soll mit Document-Management gesteigert werden
NSA-Affäre beeinflußt in Unternehmen Einstellung zu Dokumentensicherheit (Quelle/Grafik: IDC)
NSA-Affäre beeinflußt in Unternehmen Einstellung zu Dokumentensicherheit (Quelle/Grafik: IDC)
So gehen die Deutschen mit ihren Dokumenten um. Alle zwei Jahre untersuchen die Marktforscher von IDC die Trends im Print- und Document-Management in Deutschland. Kurzfazit vorab: Es tut sich was, aber die Vorankommensschritte sind zäh und mühsam. Ein einem Punkt tat sich allerdings überraschenderweise etwas mehr: Die NSA-Datenspionage-Affäre hat offenbar bei vier von fünf der befragten deutschen Unternehmen das Sicherheitsbewusstsein verändert – beim Print-Management wird nun auf Dokumenten-Sicherheit Wert gelegt.

NSA-Affäre zeigt Wirkung: Sicherheit hat höchste Priorität

Während vor zwei Jahren bei einer IDC-Befragung zum gleichen Thema die IT-Sicherheit »nur« auf Platz zwei der Anforderungen an die IT stand, zeigt der NSA-Skandal offensichtlich auch hierzulande Wirkung: Die Gewährleistung der Sicherheit hat vor allem für die IT-Entscheider selbst (69 Prozent) nun die mit Abstand höchste Priorität! Aber auch für die Geschäftsbereiche (47 Prozent) ist sie von entscheidender Wichtigkeit. »Man muss wirklich staunen, wie schnell sich die NSA-Sache auch in diesem Marktsegment auswirkte«, erklärt Matthias Kraus, Analyst und zuständiger Projektleiter für die Studie bei IDC gegenüber ECMguide.de.

Auf Platz zwei rangiert für die befragten IT-Entscheider die Senkung der IT-Kosten (47 Prozent), während die Fachbereiche vor allem die bessere Unterstützung der Geschäftsprozesse (45 Prozent und die schnellere Erfüllung neuer Anforderungen (40 Prozent) umgesetzt sehen wollen.

Produktivität soll mit Document-Management gesteigert werden

Maßnahmen zur Erhöhung der Dokumentensicherheit (Quelle/Grafik: IDC)
Maßnahmen zur Erhöhung der Dokumentensicherheit (Quelle/Grafik: IDC)
Generell soll dokumentenintensive Geschäftsprozesse mittels Document-Management verbessert werden. In erster Linie erwarten die Befragungsteilnehmer dadurch schnellere Abläufe (41 Prozent), und die Produktivität der User soll gesteigert werden. In die gleiche Richtung zielt die Anforderung, dass Dokumente und Informationen schneller gefunden (39 Prozent) werden können.

Im Hinblick auf den stetigen Anstieg von verfügbaren, aber größtenteils unstrukturierten Daten, ist dies eines der wichtigsten Ziele. Weitere ausgegebene Etappenziele beziehen sich – ebenfalls wenig überraschend – auf optimierte Zuverlässigkeit und weitere Kosteneinsparungen, vornehmlich im Hinblick auf die Reduzierung von Papierausdrucken.

Am auffälligsten war in der aktuellen Befragung der verstärkte Fokus auf die Dokumentensicherheit. Die Verunsicherung durch die NSA ist aktuell groß, was aus Sicht von IDC auch gut nachvollziehbar ist. Denn der Schutz von geschäftskritischen Inhalten muss einfach sichergestellt werden. Mobiles Drucken sorgt zudem für neue Risikoszenarien, die es zu minimieren gilt.

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