05.08.2013 (eh)
4 von 5, (3 Bewertungen)

KGS und fme realisieren SAP-Archiv-Kopplung bei BMW

  • Inhalt dieses Artikels
  • Dokumentenanzeige mit SAP-Dokumentenviewer
  • In zwei Wochen 100 Millionen Dokumente migriert
»ContentServer4Storage« nutzt vorhandene Storage-Infrastruktur (Bild: KGS Software)
»ContentServer4Storage« nutzt vorhandene Storage-Infrastruktur (Bild: KGS Software)
Im Zuge der Neugestaltung seiner Finanzprozesse und -systeme hat der Automobilhersteller BMW die Archivierung der Finanzbelege komplett neu organisiert. Lagen diese früher verteilt auf verschiedensten Archiven, sind sie nun zentral über SAP recherchierbar. Möglich macht dies der »ContentServer4Storage« von KGS Software. Das zentrale speicherbasierte System archiviert Belege und Dokumente rechtskonform und ermöglicht einen schnellen und einfachen Zugriff.

Implementiert wurde es von dem Braunschweiger Spezialisten für Informations-Management-Systeme fme, der schon seit längerem Projektpartner von BMW im Bereich Dokumentenmanagement ist. Das SAP-Team der fme hat auch eine Web-Oberfläche in SAP-Web-Dynpro-Technologie entwickelt, um Freigabeprozesse im Finanzwesen zu vereinfachen.

Dokumentenanzeige mit SAP-Dokumentenviewer

Gleichzeitig mit dem Umstieg auf ein SAP-basiertes Bestellwesen stellte BMW sein Archivkonzept für die kreditorischen und debitorischen Belege um, von verteilten Archiven auf die zentrale KGS-Lösung. Diese basiert direkt auf dem hierarchischen Speichermanagement (HSM) von BMW – für das Archivieren anderer SAP-Module, zum Beispiel für Dokumente, die im Rahmen des Beschaffungsprozesses benötigt werden, nutzt der Konzern den »SAP Content Server«.

Die nahtlose Integration der Lösung in SAP macht laut fme aufwändige Rollouts von Client-Komponenten überflüssig. Für die Dokumentenanzeige kommt der SAP-Dokumentenviewer zum Einsatz. Anwender sollen Finanzdokumente dadurch viel einfacher verwalten können, weil sie ihre gewohnte Anwendungsumgebung nicht verlassen müssen.

In zwei Wochen 100 Millionen Dokumente migriert

Mitte April 2012 ging das System in den Produktivbetrieb, nachdem zuvor innerhalb von nur zwei Wochen die Dokumente im Altarchiv – immerhin 100 Millionen – auf die neue Lösung migriert worden seien. Hierfür kam die KGS-Migrationslösung »Migration4ArchiveLink« zum Einsatz. Sie verfügt über eine Proxyserver-Funktion, mit der BMW eine aufwändige Migration vermeiden konnte: Die bestehenden Dokumente in den alten Finanzarchiven sowie die Schnittstellen zu Drittsystemen wie das Output-Management-System wurden einfach in ihrer Struktur übernommen und an das KGS-Archiv angebunden.

Zur geschäftskritischen Anwendung wird die KGS-Lösung insbesondere, wenn es um das Caching geht. Die Finanzbelege im SAP-Backend sind einfach zu sichern, was aber tun bei Auszeiten wegen Wiederherstellung oder Überprüfung des Speichersystems? BMW hat deshalb damit begonnen, die Inhalte im SAP-Backend mittels Caching durch den KGS-Proxy-Server zu sichern.

Vor kritischen SAP-Finanzarchiven, wie beispielsweise im Zoll-Umfeld, werden derzeit deshalb Cache-Speicher mit dem KGS-Proxy-Server aufgebaut. Dieser entscheidet jeweils aktuell: Ist das Speichersystem nicht im Zugriff, generiert er die Belege aus dem Cache und umgekehrt. Gleichzeitig schreibt er zu jeder Zeit die Daten aus dem Cache in den Speicher. Anders als der KGS-Server ist der SAP-Content-Server dazu nicht in der Lage, da sein Cache-Server nur lesenden Charakter hat.

.