25.11.2020 (as)
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KMU-Förderprogramm »Digital Jetzt« geht ab Dezember weiter

  • Inhalt dieses Artikels
  • Rahmenbedingungen des Programms
  • Digitalisierung von Akten als Förderungsbeispiel

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier will Digitalisierung im Mittelstand fördern (Bild: BMWi)Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier will Digitalisierung im Mittelstand fördern (Bild: BMWi)Die Fördermittel des seit September laufenden Programms »Digital Jetzt – Investitionsförderung für KMU« waren für dieses Jahr schnell ausgeschöpft und die Anmeldung dafür gestoppt. Ab 1. Dezember soll mit einem geänderten Verfahren wieder eine Registrierung möglich sein. Über das Programm unterstützt das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) Investitionen in digitale Technologien und in die Qualifizierung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu Digitalthemen.

Bereits bestehende Registrierungen behalten ihre Gültigkeit. Die monatlich verfügbaren Kontingente werden ab Januar 2021 auf Basis eines Zufallsverfahrens verlost. Die ausgelosten Registrierungen können einen Antrag vorbereiten und einreichen. Weitere Informationen zum Losverfahren sollen in Kürze auf dem Portal erfolgen.

Rahmenbedingungen des Programms

Das Förderprogramm läuft bis Ende 2023. Insgesamt stehen für das Programm 203 Millionen Euro zur Verfügung - davon gab es bereits 40 Millionen Euro in diesem Jahr. Die Förderquote der Investitionskosten ist nach Unternehmensgröße gestaffelt. Bei KMU bis 50 Mitarbeiter beträgt die Förderquote bis zu 50 Prozent, bei KMU bis 250 Mitarbeiter bis zu 45 Prozent und bei KMU bis 499 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bis zu 40 Prozent. Diese Förderquoten sollen die Herausforderungen der Corona-Krise abfedern; ab 1. Juli.2021 verringern sich die Förderquoten um jeweils 10 Prozentpunkte.

Martin Echt, Betriebsleiter von Cocq Datendienst, begrüßt die Fortführung des Förderprogramms (Bild: Cocq Datendienst)Martin Echt, Betriebsleiter von Cocq Datendienst, begrüßt die Fortführung des Förderprogramms (Bild: Cocq Datendienst)»Zweifelsohne hat Corona das Digitalisierungsthema bei Unternehmen nach oben katapultiert«, sagt Martin Echt, Betriebsleiter beim Scan- und Digitalisierungs-Dienstleister Cocq Datendienst. »So haben beispielsweise bei einer aktuellen Umfrage des Digitalverbandes Bitkom mehr als acht von zehn Unternehmen (84 Prozent) angegeben, dass durch die Corona-Pandemie für sie die Digitalisierung an Bedeutung gewonnen habe. Allerdings musste fast jedes dritte Unternehmen Investitionen in die Digitalisierung zurückfahren.«

Digitalisierung von Akten als Förderungsbeispiel

Deshalb begrüßt Echt die Initiative des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie, mit dem Unternehmen auch bei den von Cocq angebotenen Diensten sparen können: Wenn ein Unternehmen beispielsweise 1.000 Ordner digitalisieren möchte und dafür einen Investitionsbedarf von 20.000 Euro hat, bedeutet dies, dass es bis zu 10.000 Euro Förderung aus dem Digital-Jetzt-Programm erhalten kann.

Darüber hinaus weist Echt auf die Vorteile einer solchen Maßnahme hin. So bedeute die Digitalisierung von 1.000 Ordnern eine Ersparnis von 80 Metern Regalfläche und damit zusätzlicher Raum beispielsweise für weitere Arbeitsplätze oder mehr Platz zur Einhaltung des Abstands. Hinzu kommt der Effizienzgewinn, denn Mitarbeiter können direkt auf die Inhalte der digitalisierten Akten zugreifen und müssen nicht zeitaufwendig darin suchen. Damit steigert sich unter anderem die Auskunftsbereitschaft bei Nachfragen. Außerdem können mit digitalen Akten Prozesse agiler aufgesetzt werden.