12.12.2012 (eh)

Konica Minolta übernimmt Mehrheit bei Raber+Märcker

Die drei Phasen von Optimized-Print-Services (Bild: Konica Minolta)
Die drei Phasen von Optimized-Print-Services (Bild: Konica Minolta)
Die Konica Minolta Business Solutions Deutschland übernimmt eine Mehrheitsbeteiligung in Höhe von 80 Prozent an dem Stuttgarter Software- und Systemhaus Raber+Märcker. Die Altgesellschafter werden weiterhin die restlichen 20 Prozent der Anteile halten.

Die Raber+Märcker-Gruppe verfügt über Expertise im Business-Process-Consulting (BPC) und der Systemintegration, wodurch die verschiedensten Kundenanforderungen (vertikale Solutions) bedient werden können. Mit dieser strategischen Investition verfolgt Konica Minolta daher das Ziel, hochwertige Business-Applications- und IT-Infrastruktur-Lösungen zusammen mit Optimized-Print-Services (OPS) anzubieten. Zusammen mit der Raber+Märcker-Gruppe deckt Konica Minolta eigenen Angaben zufolge somit die Anforderungen im Bereich IT- und Printing-Solutions für SMB/SME-Kunden als auch für Großkunden ab.

Raber+Märcker soll von den bisherigen Führungskräften Uwe Brand und Hansjörg Schäfer als unabhängige Einheit weitergeführt werden. Neben den 80 Prozent der Raber+Märcker-Gruppe erwirbt Konica Minolta 100 Prozent Raber+Märker-Tochter R+M Graphik, die sich auf Produkte und Dienstleistungen für das grafische Gewerbe spezialisiert hat.

Viele Übernahmen im Output-Management-Segment

Die jetzige Akquisition bedarf noch der finalen Zustimmung durch das Bundeskartellamt. Konica Minolta erwartet den Abschluss des Geschäfts im Januar 2013.

Mit diesem Deal setzt sich die Reihe von Übernahmen von Systemhäusern durch Hersteller vor allem aus dem Output-Management-Segment fort. Neben Konica Minolta fielen schon Konkurrenten wie Canon, Ricoh, Kyocera, Sharp oder auch Lexmark mit teilweise großen Übernahmen auf. Kyocera übernahm beispielsweise AKI, Ricoh vereinnahmte das Systemhaus ADA, und Lexmark akquiriert gleich ganze ECM-Softwarehäuser wie Perceptive Software oder Brainware. Canon sicherte sich kürzlich die Mehrheiten bei der belgischen I.R.I.S. Group.

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