10.08.2020 (as)
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»LibreOffice 7.0« versteht X-Formate von Microsoft nun besser

  • Inhalt dieses Artikels
  • Libreoffice und Microsoft Office verstehen sich nun besser
  • Hintergrund des Libreoffice-Projekts

Startseite von LibreOffice 7.0 (Bild: The Document Foundation)Startseite von LibreOffice 7.0 (Bild: The Document Foundation)Ab sofort ist die neue Hauptversion 7.0 der Open-Source-Software »LibreOffice« verfügbar, die wesentliche Neuerungen in den Bereichen Sicherheit und Kompatibilität liefert. So bietet die Lösung nun digitale Signaturen für Dokumente und OpenPGP-basierte Verschlüsselung von XML-Dokumenten. Darin enthalten sind Verbesserungen in Bereichen wie Änderungsverfolgung und zusätzliche Details bei der Beschreibung von Elementen auf den ersten Seiten, Text, Zahlen und Diagrammen.

Mit der Unterstützung von AMD wurde die Open Source 2D-Grafikbibliothek »Skia-Grafik-Engine« implementiert. Sie bietet gemeinsame APIs, die auf einer Vielzahl von Hardware- und Software-Plattformen funktionieren und zum Zeichnen von Text, Formen und Bildern verwendet werden können. Außerdem unterstützt »LibreOffice7.0« die Computergrafik Programmierschnittstelle »Vulkan«, die den plattformübergreifenden Zugriff auf aktuelle Grafikprozessoren ermöglicht.

Libreoffice und Microsoft Office verstehen sich nun besser

Die neue Hauptversion bietet auch eine verbesserte Kompatibilität zu den von Microsoft entwickelten Dateiformaten DOCX, XLSX und PPTX. So speichert DOCX nun im 2013/2016/2019-Modus statt im Kompatibilitätsmodus 2007, um die Interoperabilität mit unterschiedlichen MS Office-Versionen zu verbessern, die auf dem gleichen Microsoft-Ansatz basieren. Möglich sind jetzt auch der Export in XLSX-Dateien mit Arbeitsblattnamen, die länger als 31 Zeichen sind, und der Export von Kontrollkästchen in XLSX. Die Meldung »Fehler bei ungültigem Inhalt«“ beim Öffnen von exportierten XLSX-Dateien mit Formen wurde behoben. Verbesserungen beim PPTX-Import-/Exportfilter gibt es ebenfalls.

Hintergrund des Libreoffice-Projekts

Die neuen Funktionen von Libreoffice 7.0 wurden von einer großen Community von Beitragenden entwickelt: 74 Prozent der Beiträge stammen von Entwicklern in Unternehmen, die sich im Beirat der Stiftung engagieren, wie beispielsweise Collabora, Red Hat und CIB, sowie von anderen Organisationen und 26 Prozent stammen von einzelnen Freiwilligen.

Darüber hinaus gibt es eine weltweite Community von Freiwilligen, die sich um weitere zentrale Aktivitäten wie Qualitätssicherung, Lokalisierung, die Benutzeroberfläche und Usability, das Bearbeiten von Hilfe und Dokumentation sowie die Unterstützung von freier Software und offenen Dokumentformaten kümmert.

Produkte, die auf der Libreoffice-Technologie basieren, sind für alle wichtigen Desktop-Betriebssysteme (Windows, macOS, Linux und ChromeOS), für die Cloud und für mobile Plattformen erhältlich. Sie werden von The Document Foundation und von Unternehmen des LibreOffice-Ökosystems, die zur Softwareentwicklung beitragen, herausgegeben.