22.08.2017 (as)
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Nach dem Scan: Barrierearme PDFs mit »PDF Compressor« erzeugen

  • Inhalt dieses Artikels
  • Gescannte Dokumente lassen sich nicht automatisch barrierefrei gestalten
  • Die PDF/UA-Nutzung empfiehlt sich auch bei Multi-Channel-Strategien
  • Luratech ist nun Foxit Software

Thomas Zellmann von FoxitThomas Zellmann von Foxit sieht im PDF Compressor eine gute Unterstützung, um Dokumente nach dem Scan barrierefrei darzustellen (Bild: Foxit Europe)Mit der neuen Version des »PDF Compressor« von Foxit Europe können Anwender gescannte Dokumente im Rahmen der Texterkennung mit Strukturinformation als PDF oder PDF/A erzeugen. Wichtig ist dies bei barrierefreie Dokumenten und Webseiten, deren Inhalte Menschen mit Behinderungen ebenso gut erfassen können wie Nicht-Behinderte.

In barrierefreien Dokumenten müssen daher neben dem Fließtext Textstrukturen und Bilder zusätzlich in Textfeldern oder Tags beschrieben sein. Entsprechende Vorgaben, die einen uneingeschränkten Zugriff auf Inhalte in PDF-Dateien ermöglichen, enthält der ISO-Standard PDF/UA (Universal Accessibility). Das Erstellen solcher barrierefreier Dokumente ist bei digital erzeugten Dateien beispielsweise bei MS-Office-Dateien mit diversen Vorlagen und dem Accessibility-Checker von Microsoft vergleichsweise einfach. Sie lassen sich weitestgehend automatisiert nach PDF/UA konvertieren.

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Gescannte Dokumente lassen sich nicht automatisch barrierefrei gestalten

Anders sieht es bei gescannten Dokumenten aus, denen sämtliche Aufbauinformationen oder Tags fehlen. Hier setzt der PDF Compressor an, indem er gescannte Dokumente in hochkomprimierte PDF/A-Dateien konvertiert. Soweit automatisch möglich, erfasst er mit der neuen Funktionalität im Rahmen der Volltexterkennung die Strukturen und setzt entsprechende Tags. So entstehen PDF/A-Dateien, die technisch gut vorbereitet sind, um vollständig dem PDF/UA-Format zu entsprechen und damit barrierefrei sind. Anwender sparen sich auf diese Weise zahlreiche manuelle und kostenintensive Schritte, um Dokumente im Hinblick auf ihre Struktur zu erkennen und zu kennzeichnen.

Die PDF/UA-Nutzung empfiehlt sich auch bei Multi-Channel-Strategien

»PDF/UA sorgt dafür, dass Menschen, die auf spezielle Hilfsmittel – wie beispielsweise Screenreader, Spezialmaus oder Sprachausgabe – angewiesen sind, Dokumente inhaltlich erfassen und interaktiv nutzen können«, so Thomas Zellmann, Sales, Foxit Europe. »Außerdem sind PDF/UA-Dateien auf mobilen Endgeräten einfacher lesbar. Mit unserem PDF Compressor unterstützen wir öffentliche Verwaltungen und Unternehmen auf ihrem Weg, gescannte Dokumente barrierefrei zur Verfügung zu stellen.« Da Dokumente im PDF/UA-Format auch auf mobilen Geräten einfacher lesbar sind, ist die Verwendung von PDF/UA-Dateien nicht zuletzt im Rahmen einer Multi-Channel-Strategie empfehlenswert.

Luratech ist nun Foxit Software

Auf dem deutschen Markt ist Foxit Software durch die Übernahme des deutschen PDF-Unternehmens LuraTech im Oktober 2015 aktiv geworden, in deren Folge sich Luratech in Foxit Europe GmbH umbenannte. Neben PDF Compressor zählt die Alternativsoftware zu »Adobe Reader« namens  »Foxit Reader« zum Foxit-Portfolio.