12.03.2020 (pma)
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Opentext kauft Fax-over-IP-Spezialisten XMedius

  • Inhalt dieses Artikels
  • Spezialist für Fax-over-IP (FoIP)
  • Präsenz und Mitbewerber von XMedius
  • Pläne von Opentext mit XMedius
Mit XM-Connect bietet das nun von Opentext übernommene XMedius Interoperabilität für Unternehmen, in deren UC-Umgebungen Unified-Communications-Lösungen mehrere Anbieter genutzt werden. (Bild: XMedius)Mit XM-Connect bietet das nun von Opentext übernommene XMedius Interoperabilität für Unternehmen, in deren UC-Umgebungen Unified-Communications-Lösungen mehrere Anbieter genutzt werden. (Bild: XMedius)

OpenText hat das ebenfalls in Kanada beheimatete Unternehmen XMedius übernommen. Es bezahlt für den Spezialisten für Fax-over-IP rund 75 Millionen Dollar in bar. Damit ist der Kauf von XMedius für Opentext eine der kleineren Übernahmen. Im vergangen Jahr erwarben die Kanadier für einen ähnlichen Preis wie jetzt XMedius mit Catalyst Repository Systems einen Spezialisten für Cloud-basierte E-Discovery-Software für Offenlegung und Compliance. Mit dem Kauf von Carbonite für rund 1,49 Milliarden Dollar ergänzte Opentext im November 2019 dagegen seine Angebote in den Bereichen Data Loss Prevention, Digital Forensics und Endpunkterkennung um die Carbonite-Lösungen in den Bereichen Backup, Datensicherung und Endpunktsicherheit.

Spezialist für Fax-over-IP (FoIP)

XMedius stellte 2002 den ersten Fax-over-IP-Server (FoIP) vor und ist bis heute weltweit ein wichtiger Anbieter bei reinem Software-FoIP und cloudbasierten Fax-Lösungen. Oft kommen die in umfangreicheren Szenarien zum Einsatz, zum Beispiel ist das Unternehmen Technologiepartner von Xerox. Allerdings hat sich das Portfolio in den vergangenen Jahren weiterentwickelt und verbreitert. Das Unternehmen bietet inzwischen zusätzlich mit »CX-E« eine Palette an Unified-Communication-Bausteinen an, darunter Voicemail, Unified Messaging, Mobilitätslösungen, Personal Assistant, Automated Attendant, IVR, Call Center, Fax und Benachrichtigungen.

Präsenz und Mitbewerber von XMedius

Das Unternehmen XMedius hat eine deutschsprachige Website und auch Kunden in Deutschland, zum Beispiel die Universität Kassel. Es ist mit eigenen Niederlassungen neben dem Heimatland Kanada aber bisher nur in den USA, Australien und Frankreich vertreten. Eigenen Angaben zufolge kann es dennoch auf mehr als 20 Millionen Benutzer und 50.000 installierte Systeme weltweit verweisen.

Es ist unter anderem im Gesundheitswesen, bei Behörden, Bildungseinrichtungen, im Finanzen- und Rechtswesen sowie im Gastgewerbe gut vertreten. Mitbewerber von XMedius in Deutschland in vielen Bereichen sind etwa 3CX und Ferrari Electronic. Nach Abschluss der Übernahme durch Opentext dürften die XMedius-Produkte allerdings über den weitaus größeren Anbieter auch hierzulande intensiver vermarktet werden.

Pläne von Opentext mit XMedius

»Mit über 50.000 Installationen weltweit stärkt die Übernahme von XMedius Opentexts Position im Bereich sicherer Informationsaustausch, Unified Communications und bei digitalen Fax-Lösungen«, erklärt Mark J. Barrenechea, CEO und CTO von Opentext. Er heißt alle Kunden, Partner und Mitarbeiter bei Opentext willkommen und sieht in der Übernahme auch ein Bekenntnis zum Standort Montreal, an dem nicht nur XMedius ansässig ist, sondern Opentext bereits seit längerem Entwicklerteams in den Bereichen Analytics und Künstliche Intelligenz unterhält. Gemeinsam werde man künftig Cloud- und Hybrid-Lösungen sowohl im Enterprise-Bereich als auch für kleine und mittelgroße Unternehmen anbieten.


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