23.09.2011 (as)
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PDF Association hat sich in Deutschland gegründet

  • Inhalt dieses Artikels
  • PDF-Standards brauchen mehr Sichtbarkeit auf dem Markt
  • Neue Competence Center für neue PDF-Standards
PDF Association: besteht derzeit aus vier Competence Centern
PDF Association: besteht derzeit aus vier Competence Centern
Vor fast genau fünf Jahren gründete sich das PDF/A Competence Center. Es ging darum, den kurz zuvor ins Leben gerufenen Archivierungsstandard PDF/A mit Leben zu erfüllen und weiterzuentwickeln. Mission erfüllt, könnte man nun sagen. PDF/A hat sich etabliert. Derzeit wird PDF/A-2 eingeführt, PDF/A-3 ist in der Diskussion und könnte Ende 2013 verabschiedet werden.

Doch es hat sich nicht nur der PDF/A-Standard weiterentwickelt. Neue Derivate für andere Applikationen kamen hinzu. Und so entschloss sich das Management des PDF/A Competence Center, einen Verband als Dachmarke zu gründen: die PDF Association. Das PDF/A Competence Center gibt es natürlich weiterhin, es ist ab sofort ein Teil der PDF Association.

PDF-Standards brauchen mehr Sichtbarkeit auf dem Markt

Seinen ersten öffentlichen Auftritt hatte der Verband auf der »DMS Expo«, die diese Woche in Stuttgart tagte. Vorstandsvorsitzender der PDF Association ist Olaf Drümmer, sein Stellvertreter Duff Johnson. »Der Fokus auf PDF/A war zuletzt zu wenig«, resümiert Drümmer im Gespräch mit ECMguide.de. »Mit den neuen PDF-Standards brauchen wir mehr Sichtbarkeit auf dem Markt. Außerdem müssen wir internationaler werden. PDF/A ist in Deutschland und teilweise in Europa sehr gut angekommen, jetzt müssen wir mehr in den USA tun.«

Ziel der PDF Association ist, PDF-Anwendungen für digitale Dokumente zu fördern, die auf offenen Standards basieren. Dem neuen Verband gehören laut Drümmer zahlreiche weltweit führende Unternehmen und Experten an, die ihre Informationen und Erfahrungen rund um die neuen PDF-Standards austauschen. Adobe ist beispielsweise »Partner Member«. Neben PDF/A haben sich zuletzt PDF/VT, PDF/UA und PDF/X etabliert.

Neue Competence Center für neue PDF-Standards

Die neuen Standards werden in dem neuen Verband in entsprechenden Competence Centern begleitet und vorangetrieben. Außerdem wird sich ein eigenes Competence Center nur mit dem »normalen« PDF-Format befassen. Dann gibt zunächst weitere Competence Center für PDF/UA (Universal Accessibility, also Barrierefreiheit) und PDF/VT (V steht für Variablen Datendruck und T für Transaktionsdruck), die unter dem Dach der PDF Association vereint sind.

PDF/VT beispielsweise wurde im Juli 2010 als Standard veröffentlicht. »Hier sind derzeit viele Projekte unterwegs«, freut sich Drümmer. »Rund ein Dutzend Firmen arbeiten daran.« Nächstes Jahr findet die weltweit bekannte Druckfachmesse »Drupa« (3. bis 16. Mai 2012) wieder statt; sie tagt nur alle vier Jahre. Drümmer erwartet deshalb, dass 2012 ein »PDF/VT Drupa-Jahr« werden könnte.

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