16.08.2016 (as)
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Quocirca-Analyse 2016 zu Managed Print Services

  • Inhalt dieses Artikels
  • Zweite MPS-Phase mit BPM- und Workflow-Lösungen startet durch
  • Konica Minolta steigt in das Leader-Segment auf

Laut einem aktuellen Bericht des Marktforschungsunternehmens Quocirca sollten sich Anbieter von Managed Print Services (MPS) mehr Mühe geben, ihre Strategie zur digitalen Transformation darzulegen. In den »Leader«-Bereich hat Quocirca aktuell auch Konica Minolta aufgenommen.

Quocirca-Betrachtung verschiedener MPS-Anbieter (Bild: Quocirca)Der aktuelle Bericht von Quocirca zu Managed Print Services macht deutlich, dass Organisationen mehr Flexibilität in der Vertragsgestaltung, mehr Einblick in die Innovationsentwicklung und eine klarere Strategie für das Informationsmanagement fordern. Da digitale und mobile Prozesse die Unternehmens-IT derzeit bestimmen, wandert das reine Drucken immer mehr in den Hintergrund, obwohl immer noch viele Geschäftsfelder existieren, in denen das Drucken wichtig ist. Doch sowohl im Back-Office- als auch im Front-Office-Bereich findet ein Wandel zur Digitalisierung statt. MPS-Anbieter sind nach Ansicht von Quocirca in der Lage, die digitale Transformation zu ermöglichen. Gleichzeitig sind sie aber auch gefordert, ihre Services in Richtung digitale Workflow-Automatisierung auszubauen. Hier sollten die MPS-Anbieter ihre Strategien dem Kunden gegenüber deutlicher  darlegen. Nur 27 Prozent der Befragten sind mit der Informationsstrategie diesbezüglich sehr zufrieden. Kunden erwarten nicht nur wie in der Vergangenheit, Kosten im Druckbereich einzusparen, sondern auch breiter angelegten Geschäftsnutzen zu erhalten.

Zweite MPS-Phase mit BPM- und Workflow-Lösungen startet durch

Von den rund 200 befragten deutschen, britischen, französischen und US-amerikanischen Unternehmen mit mehr als 1000 Mitarbeitern verkündeten 70 Prozent, künftig nur noch auf einen MPS-Anbieter zu setzen und nicht mehr wie aktuell auf verschiedene. 72 Prozent der Befragten gaben an, dass ihr MPS-Vertrag mehr als ein Land abdeckt. 61 Prozent befinden sich bereits in der zweiten MPS-Phase, in der sie beginnen, Workflow- und Business-Process-Management-Lösungen zu implementieren. Wichtig ist den Anwendern zudem das Thema Sicherheit, das 81 Prozent der Befragten als wichtigen Faktor im MPS-Bereich einordnen.

Konica Minolta steigt in das Leader-Segment auf

Bei der aktuellen Quocirca-Betrachtung hat sich auf der MPS-Anbieterseite Konica Minolta vom »Strong Performer«-Bereich in den »Leader«-Bereich hinauf geschoben. Laut Quocirca verdankt Konica Minolta seinen Aufstieg den kontinuierlichen Investitionen in das MPS-Angebot und den verwandten IT-Servicefunktionen. Quocirca definiert einen »Leader« als einen Anbieter, der den MPS-Markt durch strategische Visionen und sein umfangreiches Dienstleistungsangebot prägt. Er zeichnet sich durch wesentliche Investitionen in sein Service-Angebot sowie seine Infrastruktur aus und verfügt außerdem über die Fähigkeit, das MPS-Angebot entsprechend umzusetzen. Neben Konica Minolta zählt das Marktforschungsunternehmen außerdem Canon, HP, Lexmark, Ricoh und Xerox zu den Leadern. Als Strong Performer betrachtet Quocirca die Unternehmen Kyocera, Samsung, Sharp und Toshiba.