26.09.2013 (eh)
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Spigraph und Kofax vertiefen ihre Partnerschaft

  • Inhalt dieses Artikels
  • Spigraph soll First- und Second-Level-Support für ausgewählte Kofax-Produkte machen
  • Spigraph will für die Markenbekanntheit in Deutschland etwas tun
Thomas Senger, Senior Vice President EMEA Software & Solutions, Kofax
Thomas Senger, Senior Vice President EMEA Software & Solutions, Kofax
Seit Beginn dieses Jahres vertreibt der Kölner Value-Added-Distributor (VAD) Spigraph die Image-Technologie-Softwareprodukte von Kofax im Rahmen einer lockeren Partnerschaft. Man hat sich wechselseitig sozusagen beschnuppert. Die Annäherung war erfolgreich, denn auf der »DMS Expo 2013« wird die Zusammenarbeit nun in eine wesentlich erweiterte Vertriebspartnerschaft gegossen.

Vor allem wollte man die DMS Expo in Stuttgart dazu nutzen, um die Vertriebspartnerschaft überhaupt erst offiziell anzukündigen. Und waren es bisher nur ausgewählte Kofax-Produkte wie »Virtual ReScan«, »Kofax Express« und »Kofax Capture«, die Spigraph vertrieb, so wird der VAD künftig auch die neue Erfassungs-Software zur Prozessautomatisierung »Kofax Transformation Modul« im Sortiment führen.

Spigraph soll First- und Second-Level-Support für ausgewählte Kofax-Produkte machen

Zwar wird Kofax hierzulande bereits über den Distributor Dicom International vertrieben. Trotzdem glaubt Thomas Senger, Senior Vice President EMEA Software & Solutions bei Kofax, dass neben Dicom noch Platz für einen VAD wie Spigraph auf europäischer Ebene ist. Denn Spigraph sei teilweise in EMEA-Ländern stärker, in denen Dicom kaum oder gar nicht vertreten ist. Und zum anderen sei Spigraph wesentlich mehr Software-fokussierter. »Wir wollten jemand, der auch First- oder sogar Second-Level-Support für ausgewählte Produkte von uns machen kann«, erklärt Senger gegenüber ECMguide.de.

Darüber hinaus sehe man mit Spigraph bessere Chancen, langsam aber sicher ins Enterprise-Segment vorzudringen. Und schließlich bringt Spigraph ein Pfund mit, das selten ein VAD vorweisen kann: Mit dem Kauf des Kölner Unternehmen Alos im Sommer 2011 hat man ein Systemhaus mit an Board, das bekannt dafür ist, auch größere und komplexere Projekte erfolgreich abzuwickeln. So etwas reizt natürlich einen Hersteller wie Kofax, hier mit dabei zu sein.

Spigraph will für die Markenbekanntheit in Deutschland etwas tun

Spigraph hat hierzulande nur ein kleines Handicap: man ist kaum bekannt. »Für unsere Markenbekanntheit müssen wir in Deutschland noch etwas tun«, räumt Christophe Rémy, International Marketing Director von Spigraph, freimütig ein. Aber mit der Tochter Alos könne man auch auf eine starke Reseller-Basis blicken, auf die sich aufbauen ließe.

Als die Vertriebspartnerschaft mit Spigraph Anfang September auf dem ECM-/DMS-Markt bekannter wurde, »zeigte sich für beide Parteien schnell, dass hier mehr möglich ist als der reine Vertrieb«, freut sich Senger. »Wir möchten unser Geschäft in Europa ausbauen und mit Spigraph an unserer Seite haben wir einen kompetenten Partner, der uns dabei unterstützt.« Neben Kofak vertreibt Spigraph noch Scanner-Produkte von Canon, Fujitsu (PFU), HP, Kodak, Panasonic sowie Capture-Software von Abbyy. Kofax positiioniert sich neuerdings als Anbieter von Smart-Process-Anwendungen (SPA) für die geschäftsentscheidende »First Mile« von Kundeninteraktionen.

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