02.11.2018 (as)
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Umfrage der Bundesdruckerei zur E-Mail-Verschlüsselung

  • Inhalt dieses Artikels
  • Über 40 Prozent der Unternehmen übermitteln E-Mails verschlüsselt
  • Weitere Verschlüsselungsprojekte sind geplant

Wichtig ist nun, konkrete Projekte aufzusetzen (Bild: Bundesdruckerei)Wichtig ist nun, konkrete Projekte aufzusetzen (Bild: Bundesdruckerei)Laut einer repräsentativen Umfrage der Bundesdruckerei hat sich die verschlüsselte E-Mail-Kommunikation in der Breite noch nicht durchgesetzt. Die Umfrage, die im Rahmen der »Initiative Mittelstand verschlüsselt!« durchgeführt wurde ergab, dass das Thema jedoch weit oben auf der Agenda der IT- und Business-Entscheider steht. Demnach plant jedes zweite deutsche Unternehmen, in Lösungen für die E-Mail-Verschlüsselung zu investieren. »Das Problembewusstsein für die sichere E-Mail steigt stark an«, sagt Dr. Kim Nguyen, Geschäftsführer der Bundesdruckerei-Tochter D-TRUST. »Ob Wirtschaftsspionage oder Datendiebstahl: E-Mails sind häufig Einfallstore für  Cyberangriffe. Zudem verpflichtet die neue Datenschutz-Grundverordnung Unternehmen, den Missbrauch von Kunden- und Mitarbeiterdaten zu verhindern.« Hier präsentiert sich das Verschlüsseln von E-Mails als effektives Instrument der IT-Sicherheit und IT-Compliance

Über 40 Prozent der Unternehmen übermitteln E-Mails verschlüsselt

Aktuell haben über 40 Prozent der deutschen Unternehmen die Transportverschlüsselung von E-Mails umgesetzt. Diese schützt die E-Mail auf dem Übertragungsweg, beispielsweise zwischen dem Absender und dem Server des E-Mail-Anbieters. Auf dem Server selbst und im Postfach des Empfängers liegen die E-Mails hingegen weiterhin unverschlüsselt.

Um E-Mails auf der gesamten Strecke vom Sender zum Empfänger vor unbefugtem Zugriff zu sichern, ist zusätzlich eine Inhaltsverschlüsselung ratsam. Dabei werden die Inhalte der Nachricht im E-Mail-Programm komplett verschlüsselt, sodass nur der Empfänger sie wieder entschlüsseln kann. Dieses Verfahren wird laut Umfrage von jedem fünften Unternehmen in Deutschland (22 Prozent) genutzt. Vorreiter sind der Finanzsektor und die Industrie: So haben 36 Prozent der Banken und Versicherungen sowie knapp jedes dritte Industrie-Unternehmen (28 Prozent) bereits Lösungen für die Verschlüsselung von E-Mail-Inhalten umgesetzt. Nachholbedarf haben der Handel (8 Prozent) und die öffentliche Verwaltung (13 Prozent).

Weitere Verschlüsselungsprojekte sind geplant

Viele Unternehmen wollen in Zukunft ihre Verschlüsselungsaktivitäten intensivieren. Die Chancen für eine schnelle Umsetzung stehen gut. Denn die organisatorischen Grundlagen sind größtenteils bereits vorhanden. So gibt es gemäß Umfrage bei 7 von 10 Unternehmen bereits konkrete Regeln zur Verschlüsselung von Mails. Diese geben zum Beispiel vor, unter welchen Voraussetzungen und auf welche Weise Kunden- und Mitarbeiterdaten per Mail verschickt werden dürfen.

»Die E-Mail-Verschlüsselung kommt aus der Nische und gewinnt in der IT-Sicherheit immer mehr an Bedeutung. Unternehmen sind für das Thema sensibilisiert, doch jetzt ist es wichtig, aus den Plänen konkrete Projekte aufzusetzen«, fordert Nguyen.