26.11.2013 (eh)
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Yahoo-CIO sauer: zu wenig Mitarbeiter nutzen Yahoo-Mail

Yahoo Mail auf verschiedenen Clients (Bild: Yahoo)
Yahoo Mail auf verschiedenen Clients (Bild: Yahoo)
Das Yahoo-Management ist sauer – auf die eigenen Mitarbeiter. Denn anscheinend benutzen nur 25 Prozent aller Yahoo-Mitarbeiter den hauseigenen E-Mail-Dienst. Stattdessen wird offensichtlich viel zu viel Microsoft Outlook verwendet, geht aus einem internen Memo hervor, das der Blog AllThingsD veröffentlicht hat. Darin wird auch kräftig auf Outlook rumgehackt. Das Memo wird in dem Blog aufgrund des Inhalts bereits süffisant als »Best Memo ever!« bezeichnet.

Bereits Anfang des Jahres gab es anscheinend ein Memo an die Yahoo-Mitarbeiter, doch endlich auf den eigenen E-Mail-Dienst umzusteigen. Aber anscheinend ist das Gros immer noch mit Outlook verhaftet. Das jetzige Memo, das offensichtlich von Jeff Bonforte, SVP Communications Products und Randy Roumillat, CIO von Yahoo stammte, richtet sich also an die 75 Prozent, die noch nicht umstiegen.

Kurioserweise wollte Yahoo mit einem Relaunch ihres E-Mail-Services im Oktober eigentlich alles besser machen. Die neue Version kam aber bei den Anwendern nicht gut an. Es gibt eine Petition auf Change.org mit mittlerweile rund 40.000 Unterstützern, die die frühere Version wieder haben wollen.

Outlook – ein E-Mail-Dinosaurier aus der Vor-Internet-Zeit

Interessant sind aber allemal die Hinweise in dem Memo, warum Outlook nichts tauge. Es sei nämlich »ein Anachronismus der längst verstorbenen 90er PC-Ära«, also aus der Vor-Internet-Zeit, und stamme von Yuppie-Dinosaurier-Eltern. Outlook sei geboren worden in einer Zeit, in der NT-Server die Rechenzentrumslandschaft mit dem Selbstvertrauen eines T-Rex terrorisierten. Outlook werde oft mit »produktiv« und »gut gestaltet« verwechselt.

Über Probleme bei Yahoo-Mail sei man sich indes bewusst. So wird darauf hingewiesen, dass Android- und iOS-Apps in der Corporate-Mail noch nicht unterstützt würden. Aber dies werde sich ändern. Wann? Zeitangabe fehlt.

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