30.06.2018 (as)
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Bitkom: Zwei von drei Berufstätigen sind im Urlaub erreichbar

  • Inhalt dieses Artikels
  • Jüngere Arbeitnehmer schalten berufliches Handy eher aus
  • Arbeitnehmer müssen nicht erreichbar sein

Die Erreichbarkeit im Urlaub ist keine grundsätzliche Pflicht für Arbeitnehmer (Bild: A.Stadler)Die Erreichbarkeit im Urlaub ist keine grundsätzliche Pflicht für Arbeitnehmer (Bild: A.Stadler)Mails am Flughafen, Telkos beim Sightseeing und Web-Meetings am Strand: Rund zwei Drittel (64 Prozent) der Berufstätigen sind im Sommerurlaub dienstlich erreichbar. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage im Auftrag des Digitalverbands Bitkom. Im Vergleich zum Vorjahr (71 Prozent) bleibt die Erreichbarkeit im Urlaub damit auf hohem Niveau, ist aber leicht zurückgegangen. »Digitale Technologien ermöglichen ein flexibles, selbstbestimmtes Arbeiten und können Berufstätigen mehr Freiheit geben. Gerade im Urlaub sollte man sich aber erholen, durchatmen und deshalb möglichst gut funktionierende Vertretungslösungen suchen«, sagt Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder.

Jüngere Arbeitnehmer schalten berufliches Handy eher aus

Sechs von zehn Berufstätigen (61 Prozent) lesen während der freien Zeit Kurznachrichten über »iMessage« oder »WhatsApp«. 57 Prozent bleiben telefonisch für Chef, Kollegen oder Kunden erreichbar. Und jeder Vierte (27 Prozent) liest geschäftliche E-Mails. Vor allem jüngere Arbeitnehmer schalten im Urlaub ganz vom Job ab: Knapp vier von zehn Berufstätigen (39 Prozent) zwischen 14 und 29 Jahren klinken sich während ihres Sommerurlaubs beruflich komplett aus. Bei den 30- bis 49-Jährigen sind es 30 Prozent, bei den über 50-Jährigen 34 Prozent.

Arbeitnehmer müssen nicht erreichbar sein

Im Regelfall müssen Arbeitnehmer außerhalb der Arbeitszeit, zum Beispiel im Urlaub und an Feiertagen, nicht erreichbar sein. Das Arbeitszeitgesetz gilt allerdings nicht für leitende Angestellte. In jenen Ausnahmefällen, in denen eine Erreichbarkeit doch notwendig ist, sollte eine klare und einvernehmliche Regelung zum Beispiel im Sinne eines Bereitschaftsdienstes getroffen werden.



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