FC-Port (fibre channel port)
Der Fibre Channel Port oder kurz FC-Port ist eine logische Geräteschnittstelle für das FibreChannel-Protokoll. Jeder Port hat eine 64-Bit-Adresse Die Ports dienen zunächst nicht dem Datenaustausch, sondern verschiedenen Aufgaben bei der richtigen Vernetzung: Je nach erhaltener Information bauen die »Nodes« (Knotenpunkte oder eine Summe von Ports) untereinander Verbindungen unterschiedlicher Art auf. Die Summe verbundener Ports in einem FibreChannel-System nennt man auch [@Fabric]. Über die Ports kommen also zuerst Steuerinformationen (wie Login per [@FLOGI] und damit die Port-Initialisierung einer bestimmten Funktion) und dann erst die Daten-Sequenz und der [@FC-Datenrahmen] mit den zu übertragenden Informationen.
FC-SB, Fibre Channel single byte
FC-SB beschreibt ein Kommunikations-Interface zwischen einem Sendekanal und einer beliebigen Ein/Ausgabe-Einheit mit nur einzelnen Byte als Kommando (Single-Byte Command Code Set oder [@SBCCS]). Bytes für Informationsformate und Signalprotokolle erlauben einen effektiven Datenfluss für Geräte mit hoher Bandbreite, hoher Geschwindigkeit und über weite Entfernungen. Details sind im entsprechenden ANSI-Standard nachzulesen.
FC-Schichtenmodell (fibre channel reference model)
Das FibreChannel-Protokoll ist in fünf Schichten aufgebaut, die noch viel feiner gestrickt sind als das OSI-Schichten-Modell; sie tauchen alle im Netzwerk-Layer des OSI-Modells auf. Das hierarchische Modell beginnt mit der untersten, physikalischen Schicht FC-0. In ihr sind Übertragungsmedien, deren Parameter, Anschlüsse und Daten-[@Durchsatz] spezifiziert (von 133 MBit/s bis zu 1.0625 GBit/s). Darüber in Layer FC-1 werden Signale codiert und dekodiert, zumeist in [@8B/10B]-Codierung. Schicht 2 übernimmt die [@Flusskontrolle] der Daten mit Hilfe des [@Credit-Verfahren]s, das die Datenversendung zwischen Datenpuffern ([@BB_Buffer]) und Geräten steuert. Auf der dritten Ebene FC-3 wird die Übertragung an die Art des Versandes angepasst: Als »Multicast«-Sendung gehen […]
FC-SP, fibre channel security protocol
Das Fibre-Channel Security protocol ist ein standardisiertes System zur Authentifizierung bei Verbindungen zwischen Switches untereinander oder zwischen Servern und Switches. Ursprünglch von Cisco entwickelt, um den unauthorisierten Zugang zu SANs zu unterbinden und dies als Sicherheitsvorteil seines SAN-OS zu vermarkten, ist FC-SP inzwischen offen und in Händen des [sg@http://www.t11.org/t11/stat.nsf/7db1e1431d9d045f852566dc004cc14d/43b527df16f4b28d85256b9a00653843?OpenDocument@Komittees T11 in der INCITs-Gruppe] des IEEE. Der Vorschlag von 2002 zu diesem Standard [sg@ftp://ftp.t11.org/t11/admin/project_proposals/02-036v2.pdf@steht als PDF bereit].
FC-SW, fibre channel switched
Im Standard FC-SW ist beschrieben, wie die Ports in einer Switching-[@Fabric] miteinander verbunden sind, um so eine bestimmte [@FC-Topologie] zu bilden. In [@Arbitrated Loop]s müssen sich die Ports anders verbinden als in einem sternförmigen Verbindungsnetz. Welcher Port sich auf welche Art mit einem anderen verbinden kann, ist in FC-SW geregelt.
FC-Switch (fibre channel switch)
Der Switch ist die zentrale Komponente in einem Fibre-Channel-Speichernetz – er ist dafür da, die Datenweiterleitung zu steuern und durchzuführen. So gibt es zentrale Switches mit hoher Portdichte, auch Direktoren genannt – sie sind mit Failover-Systemen ausgestattet und Hotswap-fähig. »Einfache« Switches bauen vor allem Port-to-Port-Verbindungen in einer [@Fabric] auf, um Daten schnell weiterzuleiten.
FC-Topologie (fibre channel topology)
Die Topologie eines Fibre-Channel-Netzes beschreibt, in welcher Form das Netz organisiert ist. So gibt es sternförmige Netze, Ringe (([@Arbitrated Loop]s) oder einfache direkte Punkt-zu-Punkt-Verbindungen. In einem Netz von Verbindungen ([@Fabric]) können auch außergewöhnliche Mischformen der Netzverbindungs-Topologien stattfinden: Für das [@Fibre-Channel-Protokoll] besteht, einfach gesagt, alles aus Punkt-zu-Punkt-Verbindungen. Diese können zu Geräten oder zu weiteren Switches verlaufen
FC-Übertragungsmedium (Fibre Channel media)
Medien zur Übertragung in Fibre-Channel-Netzen gibt es viele, und die müssen nicht immer nur Glasfaser sein: Ein FC-Netz überträgt auch in Kupferkabeln. Viele unterschiedliche Fasertypen bei den Glasfasern, verschiedene Arten von Kupferkabeln in unterschiedlichen Kabelnormen und Abschirmungen sowie eine Reihe von unterschiedlichen Verbindungtsstecker-Normen schaffen eine Vielfalt, mit der noch nicht jeder Administrator klarkommt. Die unterschiedlichen Übertragungsmedien lassen sich jedoch durch [@GLM]s, [@GBIC]s oder [@HSSDC-Stecker] verbinden.
FC-VI, Fibre Channel virtual interface
Das Fibre-Channel virtual interface ist ein Standardisierunsvorschlag für die Virtualisierung von Speichernetzen, der seit 1998 dem Standardisierungsgremium NCITS des ANSI vorliegt ([sg@ftp://ftp.t11.org/t11/pub/fc/vi/fcviar3.pdf@hier als PDF]). Die zunehmende Virtualisierung und Verteilung von Storage-Aufgaben auf viele [@Cluster] in verteilten Netzen bringt einen verstärkten Management-Overhead mit sich, der die Vorgaben des FibreChannel-Standards konterkarieren könnte. Um trotzdem mit möglichst wenig [@Latenz]zeiten Daten zu übertragen, schlägt die Arbeitsgruppe für FC-VI eine Architektur vor, die Rechner und Netzwerk-Hardware in verteilten und virtualisierten Systemen quasi mit einer Art Highspeed-Betriebssystem verbindet.
FC, fibre channel (Fibre-Channel)
Fibre-Channel ist eine High-Speed-Übertragungstechnik, die fast allen Storage Area Networks zugrunde liegt; sie kombiniert kanal- und netzwerktypische Infrastruktur in einer einzigen I/O-Schnittstelle. Die Übertragungsraten, die das System mit allen gängigen Netzwerkprotokollen erreicht (wie [@SCSI] und [@iSCSI] oder [@FDDI], IP sowie ATM), liegen zwischen 133 MBit/s und 10 GBit/s. Derzeit üblich sind 4 GBit/s.
Im Fibre Channel hat jedes Gerät seine eigene Adresse (World Wide Node Name, WWNN) und jeder Verbindungsport einen WWPN (World Wide Port Name), um weltweit eindeutig erkennbar zu sein. An Servern wird die Fibre-Channel-Kommunikationsfähigkeit durch Host-Bus-Adapter ([@HBA]s) hergestellt.
