Hitachi plant Übernahme von Synvert
Mit der Übernahme von Synvert will Hitachi die KI-Kompetenzen der US-Tochter GlobalLogics ergänzen. Der deutsche von Maxburg finanzierte Dienstleister bietet vor allem Data-Analytics- und Consulting-Expertise.
Synvert als Wegbereiter von Agentic AI und Physical AI
Inhalt dieses Artikels
Die Hitachi Group will das mit Hauptsitz in Münster ansässige Beratungsunternehmen synvert als 100prozentige Tochtergesellschaft der US-Tochter GlobalLogic Inc. übernehmen. Ziel der Übernahme ist, den Rollout von »HMAX«, Hitachis Lösungssuite für operative Autonomie und Geschäftsmodell-Innovation durch Agentic AI und Physical AI, zu beschleunigen.
Synvert bietet Beratung für Data und AI mit Expertise in AI-gestütztem Business Design, Data Access & Governance, Integration und Operations. Aktuell betreuen mehr als 550 Beraterinnen und Berater Unternehmen dabei, Datenwert zu erschließen und intelligente, datengestützte Transformationen umzusetzen.
Hintergrund von Synvert
Synvert ist aus dem Zusammenschluss von saracus, DataFocus, Datadrivers, Data Insights, Clearpeaks und Crimson Macaw entstanden. So verfügt das Unternehmen über mehr als 30 Jahre Erfahrung, über 3.000 abgeschlossene Projekte und 250 Kunden weltweit, zu denen beispielsweise Adidas, Coca Cola und LVM zählen. Der Dienstleister unterhält Partnerschaften mit führenden Cloud- und Datenplattform-Anbietern wie Databricks und Snowflake sowie mit großen Public-Cloud-Anbietern (AWS, Microsoft Azure, Google Cloud).
Synvert zählt seit 2020 zu den Portfoliounternehmen des in München ansässigen Private-Equity-Unternehmens Maxburg. Nach Investitionen in Maltego, KGS, Starface und Tenado ist Synvert der fünfte erfolgreiche Exit von Maxburg im Technologiesektor. Der Abschluss der Transaktion wird vorbehaltlich behördlicher Genehmigungen in Hitachis Geschäftsjahr bis 31. März 2026 erwartet.
Erwartungen an Synvert
Synvert soll nach Abschluss der Übernahme die Kompetenzen von GlobalLogics in AI und Digital Engineering ergänzen, die End-to-End-Stärke entlang der gesamten Enterprise-Data-Value-Chain ausbauen und die Entwicklung von Agentic AI und Physical AI beschleunigen. Mit einer starken Präsenz in Deutschland, der Schweiz, Spanien, Portugal und im Mittleren Osten ist außerdem die Unterstützung der Marktexpansion von HMAX vorgesehen. Dies soll unter anderem in Zusammenarbeit mit Hitachi Rail und Hitachi Energy erfolgen.
Hitachis KI-Vision
Der Bereich »Digital Systems & Services« verantwortet Hitachis AI-Strategie unter der Plattform »Lumada 3.0« und treibt die Entwicklung von Generative AI zu Agentic AI, das mehrere Tools autonom koordiniert, um komplexe Aufgaben zu erfüllen. Als weiteren Schritt hat Hitachi Physical AI im Visier, bei dem intelligente Systeme über Robotik und IoT-fähige Geräte mit der physischen Welt interagieren und sie steuern.
Laut eigenen Angaben hat das Hitachi AI Center of Excellence (AI CoE) mehr als 1.000 Generative-AI-Anwendungsfälle entwickelt und ausgerollt, darunter geschäftskritische Lösungen.
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