Wenn Wissen geht, muss Struktur bleibenAdvertorial
Die Rahmenbedingungen im Mittelstand haben sich spürbar verändert. Wirtschaftliche Unsicherheit, Fachkräftemangel und demografischer Wandel wirken gleichzeitig. Um Abläufe stabil zu halten und Wissen zu sichern, braucht es im DMS klare Strukturen.
Unsicherheit entsteht im operativen Alltag
Inhalt dieses Artikels
Mittelständische Unternehmen arbeiten heute unter Bedingungen, die schwer planbar sind. Preise, Lieferketten und Kundenanforderungen verschieben sich kurzfristig, während Kosten- und Margendruck steigen. Parallel wachsen Dokumentations- und Nachweispflichten, die direkt an Fachprozesse gekoppelt sind. Wenn Informationen verteilt sind, Entscheidungen auf Rückfragen beruhen und Dokumente in mehreren Ablagen liegen, wird Steuerung im Alltag zum Risiko.
Entscheidend ist dabei weniger die Menge der Tools als die Verbindlichkeit der Information. Wer welche Version freigegeben hat, wo die letzte Entscheidung dokumentiert ist und welche Unterlagen in einer Prüfung zählen, muss ohne Nacharbeit klar sein. Ein DMS, das nur speichert, löst das nicht. Strukturierte Akten, eindeutige Zuständigkeiten und nachvollziehbare Workflows schaffen planbare Abläufe.
Demografischer Wandel verschärft Wissenslücken
Der Fachkräftemangel ist eine strukturelle Entwicklung. In vielen Unternehmen scheiden erfahrene Mitarbeiter altersbedingt aus, während Ersatz schwer zu finden ist. Mit ihnen geht vor allem Kontext: Entscheidungslogiken, Prozesswissen, Ausnahmen und Abhängigkeiten. Dieses Wissen steckt häufig in E-Mails, Netzlaufwerken oder persönlichen Ordnern und bleibt damit schwer auffindbar.
Wenn Personal wechselt, werden Prozesse fragil. Rückfragen nehmen zu, Durchlaufzeiten steigen und Fehler passieren dort, wo Informationen fehlen oder falsch interpretiert werden. An dieser Stelle zeigt sich, ob Organisationen handlungsfähig bleiben. Wissen muss so strukturiert vorliegen, dass es im operativen Alltag verlässlich verfügbar ist und weitergegeben werden kann.
DMS im Mittelstand: Integration und Teamplayer
Der Mittelstand ist kein einheitliches Segment. In der Regel sprechen wir von Unternehmen mit rund 50 bis 500 Mitarbeitern und gewachsenen Prozessen in Einkauf, Finanzen, Personal, Vertrieb oder Service. Genau dort muss ein DMS ansetzen: Inhalte werden Vorgängen zugeordnet, Zuständigkeiten abgebildet und Dokumente im Kontext bereitgestellt. Wichtig sind dabei Integrationen in ERP, CRM und E-Mail-Archivierung, damit Informationen konsistent bleiben und DMS nicht als weiteres System neben der bestehenden Anwendungslandschaft betrieben wird.
In der Praxis kommen dabei etablierte ECM- und DMS-Plattformen wie von OpenText, d.velop oder Ceyoniq zum Einsatz, die sich in bestehende Anwendungslandschaften integrieren lassen.
GoBD, DSGVO und Records Management
Rechtliche Vorgaben wie GoBD und DSGVO definieren, wie Dokumente aufbewahrt, auffindbar gemacht, gelöscht und in Prüfungen nachgewiesen werden müssen. Dazu gehören Versionierung, Protokollierung relevanter Bearbeitungsschritte und ein Berechtigungskonzept, das nicht von Gewohnheiten einzelner Mitarbeiter abhängt. Ohne klare Regeln entstehen Risiken, die oft erst im Audit oder im Streitfall sichtbar werden.
Use Case 1: Wissenssicherung und personenunabhängige Prozesse
Ein zentraler Anwendungsfall für DMS im Mittelstand ist die systematische Sicherung von Wissen. Prozess- und Entscheidungswissen steckt in Vorgängen, Dokumenten und Korrespondenz. Wird es nicht strukturiert erfasst, entstehen Abhängigkeiten von einzelnen Mitarbeitern, besonders wenn erfahrene Kräfte ausscheiden oder kurzfristig ersetzt werden müssen. Die Folge sind Rückfragen, eine erhöhte Fehleranfälligkeit und zusätzlicher manueller Aufwand.
Ein DMS macht Wissen nachvollziehbar, indem Dokumente eindeutig Prozessen, Vorgängen und Verantwortlichkeiten zugeordnet werden. Bearbeitungsschritte, Entscheidungen und Hintergründe bleiben dokumentiert. Neue oder weniger erfahrene Mitarbeiter können Abläufe nachvollziehen und fortführen. Prozesse werden reproduzierbar, Qualität steigt und der Betrieb bleibt auch in Engpässen stabil.
Use Case 2: Vertragsmanagement als wirtschaftlicher Stabilitätsfaktor
Verträge bündeln wirtschaftlich relevantes Wissen über Konditionen, Verpflichtungen, Laufzeiten und Risiken. Ein strukturiertes Vertragsmanagement bildet den Dokumentenlebenszyklus ab, von Erstellung und Freigabe über Versionierung bis Records Management. Änderungen bleiben nachvollziehbar, Fristen kontrollierbar und relevante Nebenabreden gehen nicht in Postfächern verloren. Das reduziert Reibung, gerade wenn Ansprechpartner wechseln.
In unsicheren Märkten zählt zudem die Änderungsfähigkeit. Indexanpassungen, Preisgleitklauseln oder neue Rahmenbedingungen lassen sich nur sauber umsetzen, wenn Vertragsstände eindeutig sind und Freigaben dokumentiert bleiben. Ein DMS stellt Nachweise, Anlagen und Kommunikationsverläufe im Kontext bereit und erhöht so die Steuerungsfähigkeit.
Use Case 3: Sales-Prozesse und Time-to-Market
Im Vertrieb entscheidet Time-to-Market über Wettbewerbsfähigkeit. Wenn Angebotsunterlagen, Vertragsstände und kundenbezogene Informationen strukturiert verfügbar sind, verkürzen sich Abstimmungsschleifen und Freigaben. Relevante Dokumente stehen im Kontext bereit, Änderungen sind nachvollziehbar dokumentiert. Angebote lassen sich schneller erstellen, abstimmen und platzieren, auch wenn Verantwortlichkeiten im Team wechseln.
Weitere Anwendungsfelder im DMS-Kontext
Auch in der Verarbeitung eingehender Dokumente, insbesondere von E-Rechnungen, sorgt strukturiertes Dokumentenmanagement für Entlastung. Inhalte werden klassifiziert, Daten regelbasiert weiterverarbeitet und revisionssicher archiviert. So lassen sich gesetzliche Anforderungen erfüllen, ohne zusätzlichen manuellen Aufwand in den Fachbereichen zu erzeugen.
Ebenso lassen sich Prüfungs- und Behördenanforderungen zuverlässig abbilden, da Dokumente vollständig, versioniert und nachvollziehbar bereitstehen.
KI als Ergänzung strukturierter Prozesse
Künstliche Intelligenz kann Dokumentenprozesse unterstützen, etwa bei Klassifikation, Extraktion oder Recherche in Akten. Produktiv wird das nur mit einem stabilen Content-Fundament: klare Metadaten, saubere Aktenstrukturen und definierte Workflows. Ohne diese Basis entstehen unzuverlässige Ergebnisse, die nachbearbeitet werden müssen und Akzeptanz kosten.
Für die KI-gestützte Klassifikation und Extraktion strukturierter Daten werden in solchen Szenarien spezialisierte Komponenten eingesetzt, die bestehende DMS- und ECM-Strukturen gezielt ergänzen, etwa im Bereich Intelligent Document Processing wie bei Parashift.
»Wichtig sind klare Regeln für Qualität und Verantwortung. Ergebnisse müssen nachvollziehbar bleiben, kritische Entscheidungen gehören in den Fachbereich. Bewährt hat sich ein schrittweiser Ausbau – zuerst stabile Dokumentenprozesse, dann KI dort, wo Volumen und Nutzen nachweisbar sind«, erläutert Simon Kainz, Sales Director, ECM Principal Consultant, CONVOTIS.
Umsetzung im Mittelstand
Erfolgreiche DMS-Projekte starten mit Prozessprioritäten statt Feature-Listen. Wo entstehen Wissenslücken, welche Vorgänge verursachen die meiste Reibung, welche Nachweise müssen schnell geliefert werden. Daraus ergeben sich Aktenmodelle, Rollen, Freigabewege, Schnittstellen und ein Lifecycle-Konzept. Mit klarer Governance für Metadaten, Berechtigungen und Records bleibt Struktur im Alltag erhalten, und der Nutzen wächst kontrolliert. Entscheidend ist dabei weniger die einzelne Funktion als das Zusammenspiel von Struktur, Prozessen und Integration in bestehende Anwendungen, damit Struktur erhalten bleibt, auch wenn Wissen geht.
Über CONVOTIS

Als technologie- und anbieterunabhängiger Partner unterstützt CONVOTIS mittelständische Unternehmen bei der Einführung und Integration von DMS-, ECM- und Automatisierungslösungen – mit Fokus auf bestehende Prozesse, regulatorische Anforderungen und den operativen Alltag, unter Einsatz marktetablierter Plattformen und spezialisierter Technologiebausteine.
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