Fernspiegelung, asynchron
Bei einer asynchronen Fernspiegelung sichert beispielsweise ein Server seine Daten auf dem lokalen Speichersystem. Nachdem er von diesem Backup-Gerät ein entsprechendes Signal erhält, ist für den Server die Datensicherung abgeschlossen und er ist wieder produktiv. Daraufhin sendet das lokale System die Informationen an das zweite Backup-System. Dadurch sind die Inhalte allerdings nie identisch, da in der Zwischenzeit bereits weitere Änderungen am ersten Backup-Rechner erfolgen können. Da sich dieses Verfahren auch für größere Entfernungen eignet, wird es hier häufig genutzt. Als Übermittlungsstrecken dienen hier Dark Fibre oder IP-Verbindungen.
Fernspiegelung, synchron
Bei einer synchronen Fernspiegelung schreibt das Backup die Daten zunächst in ein lokales und danach in ein entfernt stehendes System. Die eigentliche Datensicherung ist erst beendet, wenn auch der zweite Schreibprozess abgeschlossen ist und das Ausfallsystem alle Daten hat. Dadurch sind die Inhalte beider Disk-Arrays immer identisch. Entfernungen von über 10 Kilometer kann diese Methode nicht abdecken, da die Latenzzeiten zu groß würden. Der Datentransfer passiert üblicherweise über Fibre Channel oder 10-Gbit/s-Ethernet. Das zu sichernde Produktivsystem wartet mit weiteren Prozessen so lange bis der Schreibvorgang auch auf der zweiten Maschine abgeschlossen ist.
Fiber
Fiber ist die amerikanische Schreibweise des englischen Fibre: Die »Faser«, genauer gesagt die Glasfaser. Cisco bietet ein Produkt mit dem Namen »Fiber Storage Shelf«, das dafür Sorge trägt, dass Datenpakete nicht durch verdrehte Glasfaserkabel im Storage-Rack langsamer laufen oder fehlerhaft übertragen werden.
Bei Software steht »Fiber« (seit Windows 98 vom Microsoft-Betriebssystem angeboten) für eine Art, bestimmte Programme oder Programmteile verzahnt ablaufen zu lassen, ohne einen blockierenden Systemaufruf vorzunehmen; für Informatiker: Es handelt sich um »User-Threads«.
Übrigens: In englischer Umgangssprache steht »Fiber« für Ballaststoffe im Essen.
Fibre Alliance
Die von EMC ins Leben gerufene Fibre Alliance hat sich auf Standards für die Entwicklung und das Management heterogener Netzwerke spezialisiert. Die Fibre Alliance kämpft bei der Standardisierung gegen die [@SNIA] (Storage Network Association).
Während die Fibre Alliance dem Gegner vorwirft, mit seinen über 100 Mitgliedern ein reiner Debattierclub zu sein, kontert die SNIA damit, dass die Fibre Alliance nur von einem Hersteller (EMC) einseitig auf Speicherung fixiert sei und das Netzwerk außenherum vergesse. Beide Organisationen wollen das Management heterogener Speichernetze standardisieren, aber eben jeder auf seine Art und Weise.
Fibre Channel
Die Fibre-Channel-Technologie (FC) sorgt für die Datenübertragung zwischen Servern und Speichergeräten im Rahmen einer SAN-Architektur. Die Übertragungsrate beträgt ein bis zwei Gbit/s. Im Gegensatz zu SCSI-Infrastrukturen, können FC-Netze auf der Grundlage von Glasfasern räumliche Distanzen von bis zu 100 Kilometern überbrücken. FC kann gängige Protokolle wie SCSI und IP übertragen. Die Transferrate liegt bei bis zu 200 MByte/s. Mit einem Dual-Loop lassen sich maximal 400 MByte/s realisieren.
FICON, Fibre Channel connection
FICON (FIbre CONnectivity) ist ein schnelleres und zuverlässigeres Kanalprotokoll für IBM-Mainframes und wird zukünftig ESCON ganz ablösen. Für FICON wird in der IBM-Literatur oft auch die Abkürzung FC (FICON Channel) benutzt. Da die Ankürzung in der offenen Systemwelt für Fibre Channel steht, führt dies manchmal zu Konfusionen. FICON ist Teil der ANSI-Standards und wird dort unter »FC-SB –2« geführt. Es ist eines von vielen sogenannten Upper Layer Protocols (ULP), die mit Fibre Channel verwendet werden können. Andere Beispiele sind HIPPI, IPI, SCSI, usw. Die unteren Protokollebenen und die physischen Schnittstellen von FICON und Fibre Channel sind nahezu identisch. Heute sind […]
FIM, frozen image method
Ein Frozen image ist so etwas wie der Schnappschuss »eingefrorener« Datenbestände zu einem bestimmten Zeitpunkt. Von der SNIA auch »point in time copy« genannt, lässt sich das Frozen Image entweder per split mirrors oder [@copy-on-write]-Snapshots generieren. Bei den Split Mirrors wird im laufenden Betrieb eine Kopie von der Quelle synchronisiert und dann »abgespaltet«. Bei copy-on-write werden die Daten an einem bestimmten Zeitpunkt in einem Zwischenspeicher gelagert und danach von dort gesichert.
Finetuning (KI)
Finetuning beziehungsweise Feinabstimmung kann man durchführen, um ein vortrainiertes KI-Modell auf ein bestimmtes Fachgebiet zu spezialisieren. Im Finetuning-Prozess werden die Gewichte und Parameter des vortrainierten Modells anhand der spezifischen Trainingsdaten angepasst. In der Regel werden nur wenige Schichten des Modells freigegeben, während die früheren Schichten, die bereits ein allgemeines Verständnis der Sprache oder der Muster gelernt haben, beibehalten werden. Dadurch wird verhindert, dass das Modell seine bereits erlernten Fähigkeiten verliert, während es sich auf die neue Aufgabe spezialisiert. Da Entwickler beim Finetuning ein KI-Modell nicht von Grund auf trainieren müssen, spart dies Zeit, Rechenressourcen und Daten. Im Gegensatz zum Prompt […]
Firesheep
Firesheep ist ein Firefox-Plug, quasi ein Sniffer, der den Datenfluss zwischen einem Wi-Fi-Router und dort angeschlossenen Internetbenutzern überwacht, analysiert und anderen zugänglich macht. Eric Butler, ein Software-Entwickler aus Seattle/USA hat Firesheep geschrieben und auf der ToorCon Hacker-Konferenz im Oktober 2010 angekündigt.
Firesheep ist programmiert, dass jeder, der eine ungesicherte Wi-Fi-Verbindung benutzt, andere Benutzer-Sessions knacken kann. Per Grundeinstellung enthält die Firesheep-Datenbank 26 populäre Web-Services beispielsweise Social-Network-Seiten wie Amazon, Facebook, Google, Twitter, The New York Times und WordPress.
Funktionieren kann Firesheep nur durch die laxen Sicherheitsvorkehrungen vieler Webseitenbetreiber bei der Authentifizierung der Nutzer. Die Erstkommunikation ist normalerweise verschlüsselt, darauf folgende aber nicht […]
Firewall
Eine Firewall bzw. eine Firewall-Software soll das Netzwerk vor ungewollten und schädlichen Zugriffen, meist von außen, aber auch vor internen, schützen. Dabei werden Ziel- und Absender Adressen von E-Mails geprüft oder auch Internetadressen. Je nach Voreinstellungen entscheidet die Firewall, welche Datenpakete durchgelassen werden. Es gibt dedizierte Firewalls für Desktops und für Netzwerke. Die Firewall erkennt grundsätzlich keine Angriffe, sondern regelt den Vorgaben entsprechend den Datenverkehr.
