04.12.2018 (as)
4.5 von 5, (2 Bewertungen)

Amazon Web Services mit Neuheiten auf »AWS re:Invent 2018«

  • Inhalt dieses Artikels
  • AWS-Dienste für Cloud-Speicher
  • AWS-Dienste für den Datenzugriff

Letzte Woche in Las Vegas: AWS reInvent 2018 (Bild: AWS/Harmony)Letzte Woche in Las Vegas: AWS reInvent 2018 (Bild: AWS/Harmony)Die vergangene Woche veranstaltete Konferenz »AWS re:Invent 2018« in Las Vegas nutzte Amazon Web Services (AWS) zur Vorstellung einiger neuer Entwicklungen. Zu den Neuheiten, die ab sofort beziehungsweise ab Januar 2019 verfügbar sind, zählen Datenbankfunktionen sowie Speicherdienste und –funktionen.

Mit der »Amazon Aurora Global Database« können Kunden eine Datenbank in einer bestimmten Region aktualisieren und danach die Daten in anderen AWS-Regionen automatisch und schnell replizieren lassen. Dadurch ergeben sich laut AWS eine höhere Verfügbarkeit, die Fähigkeit für eine Wiederherstellung im Notfall (Disaster Recovery) sowie niedrigere Latenzzeiten.

»Amazon DynamoDB On-Demand«  bietet eine Kapazitäts-Option für den vollständig verwalteten »Amazon DynamoDB Key-Value«-Datenbankservice. Damit können Kunden in kürzester Zeit auf Tausende von Anfragen pro Sekunde skalieren, ohne Kapazitäten planen zu müssen. Kunden sollen so Zeit und Kosten sparen, da sie beispielsweise lediglich für tatsächlich genutzte Schreib- und Leseanfragen bezahlen.

Mit »Amazon DynamoDB Transactions« können Entwickler laut AWS Transaktionen mit vollen Garantien für Atomarität, Konsistenz, Isolation und Dauerhaftigkeit (ACID) über mehrere Datensätze hinweg nutzen. Dadurch entfalle die Notwendigkeit, komplexe Transaktionslogik für die Konflikt- und Fehlerbehandlung in der Applikation schreiben zu müssen. Zudem müssen auch keine Kompromisse bei Skalierbarkeit oder Performance in Kauf genommen werden.

AWS-Dienste für Cloud-Speicher

»Amazon S3 Intelligent-Tiering« ist eine Amazon S3 Speicherklasse, die automatisch die Speicherkosten für Daten mit unbekannten oder wechselnden Zugriffsmustern optimiert, indem es diese in die kostengünstigste Speicherstufe verschiebt.

Mit 0,00099 US-Dollar pro GB und Monat, was einem US-Dollar pro TB und Monat entspricht, bietet die Speicherklasse »Amazon S3 Glacier Deep Archive« ein neues kostengünstiges Angebot.

Bei »Amazon S3 Batch Operations« handelt es sich um eine Funktion zur Verwaltung und Automatisierung von Massen-Operationen auf Daten, die in Amazon S3 gespeichert sind. Damit können Kunden Änderungen, Kopier-Operationen oder komplexere Vorgänge über AWS Lambda-Funktionen auf Milliarden von Objekten vornehmen.

»Amazon FSx for Windows File Server« bietet einen vollständig Windows-kompatiblen Dateispeicher, der vollständig mit Active Directory, Active Directory Domains, Windows Access Controls und Windows Explorer integriert ist. Dabei wird die Windows-Server-Software automatisch aktualisiert, Hardware-Fehler automatisch erkannt und behoben und es werden regelmäßig Backups von den Daten erstellt. Dies hilft besonders Kunden, die ihre Anwendungen per »Lift and Shift«“ zu AWS migrieren wollen.

AWS-Dienste für den Datenzugriff

»Amazon FSx for Lustre« ist ein vollständig verwaltetes Dateisystem, optimiert für rechenintensive Workloads, wie etwa High Performance Computing, Machine Learning und die Mediendatenverarbeitung. Mit diesem Service können Kunden ein Lustre-Dateisystem betreiben, das sehr große Datenmengen mit einem Durchsatz von mehreren GB pro Sekunde, Millionen von IOPS und Latenzen von weniger als einer Millisekunde verarbeiten kann.

Bei »Amazon EFS Infrequent Access« handelt es sich um eine neue Speicherklasse für Amazon EFS, konzipiert für Dateien, auf die seltener zugegriffen wird. Damit können Kunden laut AWS ihre Speicherkosten gegenüber der EFS Standard-Speicherklasse um bis zu 85 Prozent senken. Dazu müssen sie das »EFS IA Lifecycle Management« aktivieren, wonach jede Datei, auf die 30 Tage lang nicht zugegriffen wurde, automatisch in die EFS IA Klasse überführt wird.

Der Datenübertragungsdienst »Amazon DataSync«nutzt Netzwerkbeschleunigungen, um es Kunden zu erleichtern, den Datentransfer zwischen dem On-Premises-Speicher und Amazon S3 oder Amazon EFS zu automatisieren. Dabei automatisiert Amazon Datasync Aufgaben wie das Starten von EC2-Instanzen, die Verwaltung von Verschlüsselung oder das Management von Scripts und kann damit Daten laut AWS schneller als mit gängigen Open Source Tools transferieren.

»AWS Transfer for SFTP« ist ein vollständig verwalteter Service, der es Kunden ermöglicht, Dateien mit Hilfe des Secure File Transfer Protocol (SFTP) direkt in und aus Amazon S3 zu übertragen.