04.04.2018 (as)
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Bitkom: Digitalisierung beschert ECM-Anbietern gute Geschäfte

  • Inhalt dieses Artikels
  • Mehr Aufträge und steigende Umsätze
  • Fachkräftemangel bereitet Sorgen

Zweimal im Jahr veröffentlicht der Bitkom den ECM-Barometer (Bild: Bitkom)Zweimal im Jahr veröffentlicht der Bitkom den ECM-Barometer (Bild: Bitkom)Laut dem IT-Branchenverband Bitkom profitieren die Anbieter von Enterprise-Content-Management-Systemen (ECM-Systemen) in Deutschland vom steigenden Interesse an Lösungen für digitale Geschäftsprozesse. Im Digitalisierungsprozess bilden ECM-Systeme zentrale Plattformen, um dokumentenbasierte Geschäftsprozesse digital abzuwickeln und Informationen aus verschiedenen Business-Anwendungen miteinander zu koppeln.

Mehr Aufträge und steigende Umsätze

In einer Umfrage unter ECM-Anbietern gaben im Vergleich zu 80 Prozent im zweiten Halbjahr 2017 nun 81 Prozent der Unternehmen an, für die erste Jahreshälfte mehr Aufträge und steigende Umsätze zu erwarten. 17 Prozent rechnen mit stabilen Einnahmen und drei Prozent der Unternehmen gehen von einem Umsatzrückgang aus. Im zweiten Halbjahr 2017 lagen diese Zahlen bei 14 beziehungsweise sechs Prozent.

Mit 69 Prozent plant die Mehrheit der ECM-Unternehmen 2018 auch mit steigenden Mitarbeiterzahlen. Diese Ergebnisse zeigt das 13. ECM-Barometer des Digitalverbands Bitkom. Der ECM-Index steigt leicht um 3 Punkte auf 78 und befindet sich damit wieder auf dem Niveau des Vorjahreszeitraums. »Die Geschäftsentwicklung im zweiten Halbjahr 2017 war weiterhin positiv. Export- und Binnennachfrage werden die positiven Entwicklungen weiter vorantreiben, sodass die Branche positiv voraus schauen kann«, sagt Nils Britze, Referent Digitale Geschäftsprozesse beim Bitkom.

Zwei von drei Unternehmen (67 Prozent) hatten in der zweiten Jahreshälfte einen steigenden Auftragseingang und generierten mehr Umsatz. Eine stabile Auftragslage beziehungsweise gleichbleibende Umsätze meldete ein Drittel der befragten Unternehmen (31 beziehungsweise 33 Prozent). Drei Prozent hatten mit einer sinkenden Auftragslage zu tun.

Fachkräftemangel bereitet Sorgen

Die grundsätzlich optimistischen Geschäftsprognosen der ECM-Branche trübt vor allem die Fachkräftesituation. 44 Prozent der befragten ITK-Unternehmen mit ECM-Geschäft  sehen diesen Einflussfaktor als behindernd an. Mehr als ein Drittel empfinden die Fachkräftesituation sogar als sehr behindernd. Nach einer Bitkom-Studie gibt es branchenübergreifend derzeit 55.000 unbesetzte Stellen für IT-Fachkräfte. »In Deutschland wird es immer schwieriger, die dringend benötigten IT-Spezialisten zu finden. Die ECM-Branche braucht Experten wie Software-Entwickler, Spezialisten für IT-Sicherheit und IT-Berater, um die eigenen Geschäfte erfolgreich zu gestalten«, sagt Britze.

Über die Lage der Branche und die aktuellen ECM-Trends wird auch auf der zweiten Digital Office Conference des Bitkom am 19. September in Düsseldorf diskutiert. Ein Fokus liegt dabei auf Effizienz- und Innovationspotenzialen durch die Digitalisierung von Geschäftsprozessen.



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