23.04.2018 (as)
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ELO entwickelt Datendomäne für Open Integration Hub

  • Inhalt dieses Artikels
  • Konnektor für Dokumentenaustausch und ECM-Systemintegration
  • Ziel: rechtssicherer Datenaustausch in der Cloud

OIH-Modell (Bild: Cloud-EcoSystem e.V./ECMguide.de)OIH-Modell (Bild: Cloud-EcoSystem e.V./ECMguide.de)Der Hersteller für Lösungen im Bereich Enterprise Content Management (ECM) ELO Digital Office hat sich beim Projekt »Open Integration Hub (OIH)« für die Entwicklung eines Standard-Konnektors zum applikationsübergreifenden Dokumentenaustausch beworben. In Phase zwei erhielt ELO nun den Zuschlag für die Datendomäne »Dokumentenmanagement«. OIH ist ein Projekt der deutschen Cloud-Wirtschaft, das mit Unterstützung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie und unter der Führung des Cloud Ecosystem e. V. eine Integrationsplattform entwickelt. Diese soll kleinen und mittleren Unternehmen als Open-Source-Software bereitgestellt werden. Es werden maximal 50 Prozent der Entwicklungskosten und maximal 25.000 Euro in Phase zwei beziehungsweise 10.000 Euro in Phase drei gefördert.

Konnektor für Dokumentenaustausch und ECM-Systemintegration

ELO Digital Office hat den Zuschlag für die Ausarbeitung einer Datendomäne einschließlich Konnektor erhalten. Über diesen Standard-Konnektor sollen zukünftig Dokumente aus verschiedenen Software-Anwendungen ausgetauscht werden. Entwickelt wird eine Schnittstelle zur Integration von Dokument-Ablagestrukturen. Die Basis-Ausführung verarbeitet ein überschaubares Aufkommen an Metadaten, wie es beispielsweise bei Online-Diensten wie »DropBox« oder »OneDrive« vorkommt. In der Standard-Ausführung hingegen geht es um die Integration metadaten-getriebener Verwaltungssysteme, wie zum Beispiel um die Integration von ECM- oder EIM-Systemen.

Das OIH-Projekt unterstützt kleine und mittlere Unternehmen auf dem Weg in die Digitalisierung. Ein großes Problem dieser Zielgruppe ist die mangelnde Datenintegration von Software-Anwendungen: Die Mehrheit der Unternehmen hat eine Vielzahl von IT-Systemen im Einsatz, die jedoch nur für bestimmte Aufgabenstellungen angewendet werden. Im Ergebnis führt dies zu Insellösungen, die untereinander nur wenig interagieren. Schnittstellen, die diese IT-Inseln verbinden können, werden nur selten genutzt, obwohl in verschiedenen Systemen dieselben Daten verwendet werden – wie beispielsweise Kundendaten, Mitarbeiterdaten oder Informationen zu Rechnungen. Die Folge sind aufwendige, manuelle und damit fehleranfällige Abgleichprozesse.

Ziel: rechtssicherer Datenaustausch in der Cloud

Die OIH-Integrationsplattform soll als Open-Source-Software öffentlich bereitgestellt werden und einen anwendungsübergreifenden und rechtssicheren Datenaustausch verschiedener Cloud-Anwendungen ermöglichen, der die manuelle Datenpflege hinfällig macht. Sie verfügt neben dem ELO Konnektor für Dokumentenaustausch über einen Konnektor für Kollaboration sowie langfristig über zehn weitere Konnektoren für den Anschluss verschiedener Software-Anwendungen. Ziel des Projekts ist unter anderem der Einsatz in der Deutschen Telekom Business Cloud.

Nils Mosbach, ELO Digital Office, will OIH aktiv mitgestalten (Bild: ELO Digital Office)Nils Mosbach, ELO Digital Office (Bild: ELO Digital Office)»Die treibende Mitarbeit beim Open Integration Hub ist uns sehr wichtig«, erklärt Nils Mosbach, Leiter der ELO Business Solutions. »Wir wollen nicht nur unsere ECM-Software über die Integrationsplattform einbinden, sondern diese selbst aktiv mitgestalten. ELO steht für digitale Geschäftsprozesslösungen – wir sehen hier eine hervorragende Chance, KMUs auf dem Weg in die Digitalisierung zu unterstützen.«