Published On: 18. Februar 2026Von

Materna bleibt mit nachhaltiger Expansion auf Wachstumskurs

Die IT-Unternehmensgruppe Materna legt jetzt  aktuelle Umsatzzahlen für 2025 vor. Demnach konnte der Gruppenumsatz im abgelaufenen Geschäftsjahr auf 795 Millionen Euro gesteigert werden. Das entspricht einem Plus von 11,8 Prozent gegenüber 2024.

Das Materna-Headquarter in Dortmund (Bild) PHOMAX Dietmar Flach

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Materna-Headquarter in Dortmund: Zentrum für KI-gestützte Anwendungsentwicklung (Bild) PHOMAX

Stabiles Wachstum im anspruchsvollen Marktumfeld

Das Kerngeschäft von Materna sind komplexe und geschäftskritische Beratungs- und Digitalisierungsprojekte für Unternehmen sowie für die öffentliche Hand. In diesem anspruchsvollen Marktumfeld habe sich das Familienunternehmen auch 2025 erfolgreich behaupten und wachsen können, heißt es aus der Dortmunder Firmenzentrale. Mit zweistelligen Zuwachsraten sei es gelungen, erneut die Stabilität und Leistungsfähigkeit des Portfolios unter Beweis zu stellen.

Elevate: klare Prioritäten für die nächste Expansionsstufe

Mit dem Strategieprogramm Elevate richtet die Materna-Gruppe nach eigenen Angaben  ihre Weiterentwicklung auf nachhaltige und profitable Expansion aus. Das Programm bündelt Maßnahmen zur Weiterentwicklung von Organisation, Portfolio und Marktauftritt. Gleichzeitig stärke das Programm die Fähigkeit der Gruppe, anspruchsvolle Digitalisierungsprojekte auch unter herausfordernden Rahmenbedingungen zuverlässig in den operativen Betrieb zu überführen. Das angepeilte Ziel bleibt es demnach, den Umsatz bis 2027 auf rund eine Milliarde Euro zu steigern. Darüber hinaus wollen die Dortmunder bis 2029 ein jährliches zweistelliges Wachstum erzielen.

Künstliche Intelligenz in sensiblen Umfeldern

Künstliche Intelligenz ist auch bei Materna ein zentrales Thema und  prägt zunehmend die Projekte der Unternehmensgruppe. In Infrastruktur-, Plattform- und Servicevorhaben kommen KI-gestützte Komponenten zum Einsatz, mit denen sich Abläufe automatisieren und Prozesse gezielt weiterentwickeln lassen.

Als Beispiel führt Materna AIDA (AI + IDE (Integrated Development Environment) + AGENT) an. Dabei handelt es sich um einen KI-gestützten Entwicklungsassistenten, der Routineaufgaben in der Softwareentwicklung automatisiert, Codes generiert und Fehlerquellen erkennt. Dadurch erhöhe sich die Effizienz, Qualität und Geschwindigkeit komplexer Digitalisierungsprojekte, so Materna.

Ein weiteres Schlüsselprojekt sei NADiA (Net Asset Data intelligent Assistant). Dieses KI-Agentensystem macht komplexe Datenwelten aus unterschiedlichen Systemen per natürlicher Sprache zugänglich. Die Lösung verstehe Informationen systemübergreifend, verknüpfe sie intelligent und übersetze sie direkt in nutzbare Ergebnisse und Prozessschritte, so die Dortmunder. Ziel sei es, die Datenqualität messbar zu verbessern, Fehlerquellen zu reduzieren und Fachkräfte im Arbeitsalltag spürbar zu entlasten.

Verantwortungsbewusstes Handeln als Maßstab

Materna hat sich die Investitionen in zukunftsorientierte Technologien nach eigenen Angaben Einiges kosten lassen. 2025 seien allein aus der Materna SE rund 9,5 Millionen Euro in Innovationen, insbesondere in KI-basierte Lösungen, modulare Plattformkomponenten und den Ausbau serviceorientierter Angebote geflossen.

»Profitabilität und Investitionsfähigkeit gehören für uns zusammen. Wir stärken gezielt unsere Zukunftsfelder und sichern zugleich die Qualität unserer Ergebnisse. Unsere solide Kapitalstruktur erlaubt es uns, Innovationen und Internationalisierung aus eigener Kraft zu finanzieren und langfristig Wert zu schaffen«, erklärt Dr. René Rüdinger, CFO der Materna-Gruppe. Wirtschaftlich tragfähiges und verantwortungsbewusstes Handeln bleibe für das Familienunternehmen dabei der Maßstab, fügt er hinzu.

Public Sector: Verantwortung für kritische Infrastrukturen

Der Bereich von Projekten für die öffentliche Hand hat sich für Materna besonders dynamisch entwickelt. In diesem Segment stieg der Umsatz um 18,4 Prozent auf 269 Millionen Euro. Impulse kamen demnach aus Infrastruktur-, Plattform- und Modernisierungsprojekten im öffentlichen Umfeld. Das Tochterunternehmen Materna Infrastructure Solutions konnte seinen Umsatz im letzten Geschäftsjahr auf 35,7 Millionen Euro mehr als vervierfachen, während der Bereich Public Sector der Materna SE um 8,2 Prozent zulegte.

cbs Corporate Business Solutions setzte seine positive Entwicklung fort und erzielte einen Umsatz von 314 Millionen Euro – ein Anstieg um 14,5 Prozent. Das Unternehmen profitiert von seiner globalen Aufstellung und seinem ganzheitlichen Ansatz für digitale Business-Transformationen im SAP-Umfeld, insbesondere in der Fertigungsindustrie.

Enterprise Service Management: Stark in Europa

Im Geschäftsbereich Enterprise Service Management erreichte die XMS Group einen Umsatz von 191 Millionen Euro – ein Plus von 3,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Innerhalb des Segments entwickelte sich insbesondere die auf ServiceNow spezialisierte agineo dynamisch und steigerte ihren Umsatz um 24,3 Prozent auf 69 Millionen Euro.

Das Geschäftsfeld wurde 2025 gezielt international ausgebaut. Agineo weitete ihre Aktivitäten auf die DACH-Region aus. Über die Tochterunternehmen der Materna-Gruppe in Schweden und Norwegen wurden neue BMC-Kunden gewonnen und die europäische Marktpräsenz weiter gefestigt, heißt es. Neben ServiceNow und BMC spielt auch OpenText eine zentrale Rolle im Enterprise-Service-Management-Geschäft.

About the Author: Petra Adamik

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